Bilanz: Göttinger Logistiker Zufall beförderte mehr Sendungen

Erfolgreiche Bilanz: Die beiden Firmeninhaber Dr. Gerhard Müller (links) und Peter Müller-Kronberg (von links) mit den Geschäftsführern Jürgen Wolpert und Michael Tillner beim traditionellen Jahresgespräch der Zufall logistics group. Foto: Schröter
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Erfolgreiche Bilanz: Die beiden Firmeninhaber Dr. Gerhard Müller (links) und Peter Müller-Kronberg (von links) mit den Geschäftsführern Jürgen Wolpert und Michael Tillner beim traditionellen Jahresgespräch der Zufall logistics group. Foto: Schröter

Göttingen. Die Zufall logistics group mit Hauptsitz in Göttingen blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 zurück. Nachdem im Vorjahr der Umsatz um 0,2 Prozent auf 269,1 Millionen Euro gesunken war, konnte die Geschäftsführung diesmal beim traditionellen Jahresgespräch wieder einen Anstieg um 2,6 Millionen auf 271,1 Millionen Euro verkünden. Das entspricht einem Zuwachs von rund einem Prozent.

„Mit diesem Ergebnis sind wir zufrieden“, betonte Jürgen Wolpert, einer von drei Geschäftsführern bei Zufall. Wäre dem Unternehmen nicht ein Großkunde abgesprungen, dann hätte das Gesamtergebnis sogar noch deutlich besser ausgesehen.

Mehr Sendungen

Hielt sich das Plus beim Umsatz noch in Grenzen, konnte der Logistik-Dienstleister bei der Zahl der beförderten Sendungen deutlich zulegen – nämlich von 3,8 Millionen im Jahr 2012 auf 4,1 Millionen (7,5 Prozent mehr). Auch wenn das Familienunternehmen traditionell keine genauen Angaben zum Betriebsergebnis macht, habe sich auch dieses im Vergleich zum Vorjahr verbessert.

„Zu den besten Entwicklungsfeldern gehören die Geschäftsbereiche Express und Logistik“, berichtete Wolpert. Mit der Beförderung und Zustellung von eiligen Sendungen in der Nacht über das Netzwerk Night Star Express (NSE) habe Zufall einen Umsatz von 24,2 Millionen Euro erzielt – 6,1 Millionen mehr als in der vorangegangenen Periode (33,7 Prozent). Die Zahl der Sendungen in diesem Segment sei von 1,2 Millionen auf 1,6 Millionen gestiegen (plus 32 Prozent).

Während das Unternehmen in der Logistik den Umsatz um 9,5 Prozent auf 34,8 Millionen Euro steigern konnte, verminderten sich die Erlöse aus den nationalen Landverkehren von 107,5 Millionen auf 103,6 Millionen Euro (minus 3,7 Prozent). Der Umsatz aus den europäischen Landverkehren stieg dagegen um 0,4 Prozent von 70,7 Millionen auf 71,0 Millionen Euro. Im Bereich Luft- und Seefracht sank der Umsatz von 28,2 auf 25 Millionen Euro (minus 11,4 Prozent). Die Zahl der Mitarbeiter ist gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 1800 Menschen, davon knapp 550 am Standort Göttingen. Die Zahl der Auszubildenden liegt bei 133.

Zu den wichtigsten Weichenstellungen für die Zukunft gehört unter anderem die neu errichtete Logistikanlage mit einer Fläche von 15 000 Quadratmetern am Göttinger „Siekanger“. Hier betreibt Zufall mit dem langjährigen Kunden Sartorius ab dem Herbst ein modernes Lager- und Verteilzentrum für Technologieprodukte. Die Investitionen belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro.

Gute Entwicklung

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Unternehmensspitze mit einer leichten Umsatzsteigerung von zwei Prozent. „Mit der Entwicklung der ersten Monate sind wir schon sehr zufrieden“, betonte Peter Müller-Kronberg. (per)

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