Bombe in Göttingen entschärft - Evakuierung beendet

Göttingen. Für die Entschärfung einer 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg haben in der Nacht zum Freitag rund 5000 Göttinger ihre Wohnungen vorübergehend verlassen müssen. Sie kehrten nach 01.00 Uhr am Freitag in ihre Wohnungen und Häuser zurück, wie ein Polizeisprecher sagte.

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Auch der Bahnhof wurde ab 21 Uhr geräumt. Auf der Nord-Süd-Strecke der Bahn konnten nach Angaben der Polizei ab 22 Uhr keine Züge mehr verkehren. Der US-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war am frühen Abend bei Arbeiten auf einem Schützenplatz entdeckt worden.

Bombenfund in Göttingen

Bombenfund in Göttingen
Bombenfund in Göttingen © HNA/Rampfel
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Die Bombe, die einen Säurezünder hat, wurde am frühen Morgen von Experten des Kampfmittelräumdienstes entschärft. Das Gebiet in einem Umkreis von 1000 Metern um den Fundort wurde am Abend evakuiert. Betroffen seien bis zu 5000 Einwohner, sagte der Polizeisprecher. Mehrere Hundert Menschen, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen konnten, wurden in zwei Schulen untergebracht.

Bei der Entschärfung kam nach Angaben der Stadt ein neuartiger ferngesteuerter Roboter zum Einsatz. Erstmals will der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Technik des Wasserstrahlschneidegerätes einsetzen, die seit Jahresbeginn mehrfach erfolgreich erprobt wurde.

Chronologie: Bombenfunde seit 1992

Auf dem Göttinger Schützenplatz sind bereits mehrfach Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Schon in den 1950er- Jahren soll es dort eine Detonation gegeben haben. Im Dezember 1992 kam es zu einer weiteren Explosion, die einen fünf Meter großen Krater in den Platz riss. Daraufhin startete der Kampfmittelbeseitigungsdienst eine systematische Suchaktion.

 Februar 1993: Experten entdecken auf dem Schützenplatz in sieben Meter Tiefe eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe mit Langzeitsäurezünder. Die gefährliche Bombe wird auf eine Bauschutt-Deponie transportiert und dort zur Detonation gebracht. Wegen des Gefahrguttransportes müssen mehrere hundert Bürger evakuiert werden.

Dezember 1998: Eine Detonation zerstört in der nahen Straße Pfalz-Grona-Breite einen Linienbus der Stadtwerke. Dabei werden eine Insassin und der Busfahrer zum Teil schwer verletzt. Ursache der Explosion ist vermutlich ebenfalls eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Juni 1999: Die ICE-Trasse der Bahn muss für einen Tag gesperrt werden, weil nördlich des Göttinger Bahnhofs unter den Gleisen eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden ist. Knapp 7000 Menschen müssen evakuiert werden. Die US-amerikanische Bombe wird später auf freiem Feld gesprengt. Während der Aktion wird die Autobahn 7 gesperrt.

Die Bomben auf dem Schützenplatz stammen vermutlich von einem alliierten Fliegerangriff am Neujahrstag 1945, der sich vor allem gegen die Eisenbahnanlagen in Göttingen richtete. (pid)

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