Botschafter: Harmonie zwischen Deutschland und Polen

Vortrag: Polens Botschafter Jerzy Marganski sprach im Alten Rathaus. Er war beim Göttinger Europagespräch zu Gast. Foto: Niesen

Göttingen. Polen und Deutschlands Beziehungen haben sich in den vergangenen Jahren zu einer Harmonie des Dialogs entwickelt. „Das stellt einen besonderen Wert dar“, sagte Polens Botschafter Jerzy Marganski vor knapp 150 Besuchern beim „Göttinger Europagespräch“, zu dem die überparteiliche Europaunion und die Deutsch-Polnische Gesellschaft in die historische Halle des Alten Rathaus eingeladen hatte.

Der Botschafter, der seit rund 20 Jahren das erste Mal wieder in Göttingen war und sich in das Goldene Buch der Stadt Göttingen eintrug, sagte dies vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise, dem beherrschenden Thema des Abends. Er unterstrich, dass Polen die Ukraine als demokratische Nachbarn mit marktwirtschaftlichen Verhältnissen wolle. „Nur wer Demokratie und Marktwirtschaft für eine Gefahr hält, kann sagen, dass dies eine Provokation ist“, sagte er mit Blick auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin.

Polens Botschafter nannte in diesem Zusammenhang die europäische Ostpolitik die große Herausforderung. „Wie weit dürfen wir gehen? Wo müssen wir anhalten? Können wir einem Land noch vertrauen, dass das Völkerrecht verletzt hat?“

Die starke Bindung an Öl- und Gaslieferungen aus Russland bezeichnete der polnische Diplomat als „politischen Risikofaktor“. „Die Ukraine stellt die Frage nach der Energiesicherheit. Diese Abhängigkeit bleibt eine Last.“ Die Länder der EU seien gefordert, ihre nationalen Energieressourcen besser zu nutzen. (zhp)

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