Ausschreiben manipuliert

Betrug: Ex-Mitarbeiter von Bovender Bauamt verurteilt

Bovenden. Ein Betrugsversuch eines früheren Bauamtsmitarbeiters in Bovenden hat jetzt zu einem juristischen Nachspiel geführt.

Der inzwischen entlassene einstige Sachbearbeiter hatte im vergangenen Jahr die Ergebnisse einer öffentlichen Ausschreibung zugunsten eines örtlichen Bauunternehmens manipuliert. Die für Wirtschaftsdelikte zuständige

Staatsanwaltschaft Braunschweig beantragte deshalb gegen den 50-Jährigen einen Strafbefehl wegen Urkundenfälschung und schweren Betruges. Das Amtsgericht Göttingen folgte dem Antrag und verhängte eine Freiheitsstrafe von sieben Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Der frühere Bauamtsmitarbeiter hatte zunächst Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt. Dies hätte zur Folge gehabt, dass er sich in dieser Woche in öffentlicher Verhandlung vor dem Amtsgericht Göttingen hätte verantworten müssen. Inzwischen habe der 50-Jährige seinen Einspruch zurückgezogen, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit. Damit sei der Strafbefehl rechtskräftig. Als Bewährungsauflage müsse der Verurteilte 2000 Euro an die Landeskasse zahlen.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hatte der Sachbearbeiter ein im Rahmen einer Ausschreibung eingereichtes Angebot für eine Asphaltsanierung so verändert, dass ein örtliches Bauunternehmen als günstigster Anbieter erschien und somit eigentlich den Zuschlag hätte erhalten müssen. Der Betrug flog allerdings auf, bevor der Auftrag erteilt wurde.

„Unsere internen Sicherungsmaßnahmen haben sich bewährt“, sagte Bovendens Bürgermeister Thomas Brandes. Der Mitarbeiter sei zunächst beurlaubt worden. Nachdem sich der Verdacht erhärtet hatte, habe er die Kündigung erhalten. Die Staatsanwaltschaft hatte bei ihren Ermittlungen auch geprüft, ob es möglicherweise noch weitere Manipulationsfälle gab, hatte dafür jedoch keine Hinweise gefunden. 

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