Brücke war zweieinhalb Jahre gesperrt

Nach Sanierung: Fußgänger-Brücke über den Harste-Bach ist wieder freigegeben

Drei Menschen stehen in Abstand zueinander vor beziehungsweise auf einer Brücke.
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Die Fußgängerbrücke östlich des Orts Harste ist für 14 000 Euro saniert worden: Bovendens Bürgermeister Thomas Brandes, Ortsbürgermeister Hans Schäfer und Vereinsvorsitzende Silvia Alder.

Die Fußgängerbrücke über den Harste-Bach zwischen Harste, Parensen und Gladebeck ist wieder offen. Sie war seit August 2018 gesperrt. Der Flecken Bovenden hat sie saniert.

Harste – Gekostet haben den Flecken Bovenden die Sanierung 14.000 Euro.

Gebrochene Bretter, marodes Holz, aber kein Geld: Der Kultur- und Heimatverein Harste stand vor zweieinhalb Jahren vor einem Dilemma. Die 120 Mitglieder sahen sich nicht in der Lage, die Kosten für die Herrichtung der nicht mehr nutzbaren Brücke zu übernehmen. Ihr Vorgängerverein hatte das schlichte Bauwerk 1987 für Spaziergänger östlich des Orts errichtet und 1992 ertüchtigt.

„Wir führten zahllose Telefonate“, erinnert sich die Vorsitzende, Silvia Alder. Der Eigentümer der Parzelle, der Leineverband, der für den reibungslosen Abfluss des Wassers im Leinezufluss verantwortlich ist, winkte ab. Auch Ortsbürgermeister Hans Schäfer (FWG) musste mit Blick auf das schmale Ortsratsbudget passen.

„Nach langen Diskussionen beschloss der Rat des Fleckens Bovenden 2020, die Brücke und Unterhaltungspflicht vom Verein zu übernehmen“, sagt Bürgermeister Thomas Brandes (SPD). Die benötigten Gelder wurden im Haushalt eingestellt, Versicherungsfragen geklärt.

Fußgänger müssen jetzt nicht mehr entlang Landstraße laufen

Dann erstellte ein Metallbauunternehmen die neue, 7,25 Meter lange Brücke mit ihren nun 1,30 Meter hohen Geländern. Zwei Fußgänger passen auf dem 98 Zentimeter breiten Überweg gerade so an einander vorbei. Radfahrer müssen absteigen. Erneuert wurden zudem auf beiden Seiten die Zuwegungen.

Nun können Bürger wieder entlang des Bachs von Harste nach Parensen laufen. „Sie müssen also nicht mehr entlang der Landesstraße 555 gehen, auf der die Autos schnell unterwegs sind“, hebt Alder hervor.

Auch die fußläufige Verbindung zwischen Gladebeck am Feuchtbiotop Vau-Holz vorbei über den Bach hinweg zum Waldstück mit der Muna, der einstigen Luftwaffen-Munitionsanstalt Lenglern, ist nun wieder gegeben. „Wir freuen uns riesig“, erklärt die Vereinsvorsitzende. (Michael Caspar)

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