Begegnungsstätte

Dorftreff „Mittendrin“ sorgt für mehr Leben im Dorf

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Gründung vor einem Jahr: Die stellvertretende Vorsitzende Katja Lüdeke mit Tochter Ava sowie (von links) Vorstandsmitglied Andreas Herz, Vorsitzende Sandra Hardege und Sabine Kratzat aus dem Dorftreff machen neue Pläne.

Reyershausen – „Wir wollen wieder Leben ins Dorf bringen“, haben rührige Reyershäuser beschlossen. Vor einem Jahr haben sie den Dorftreff gegründet. Dass sie etwas tun, ist jetzt deutlich zu sehen: An der Ortsdurchfahrt haben sie die Begegnungsstätte „Mittendrin“ eröffnet und dort nicht nur ihr Oktoberfest gefeiert.

Fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass die Fleischerei geschlossen wurde. Lange standen die Räume an der Bundesstraße leer. Der neue Besitzer habe lange versucht, eine Bäckerei für den Laden zu interessieren, weiß Dorftreff- und Ortsrat-Mitglied Sabine Kratzat. Dann habe er ihn den Aktiven im Dorf zur Neu-Belebung angeboten. Die Entscheidung, die Räume zu übernehmen sei im Einvernehmen mit dem Ortsrat gefallen, macht Kratzat deutlich.

Dass die Mitglieder des Dorftreffs rührig sind, haben sie schon lange bewiesen. Im Mai 2018 stellten sie zum Beispiel ein großes Scheunenfest auf die Beine. Am 28. September 2018 ist der Verein offiziell gegründet worden, genau ein Jahre später wurde in dem neuen Treffpunkt „Mittendrin“ Eröffnung gefeiert.

Mit dem Vorstand gibt es etwa 15 Aktive – von insgesamt rund 60 Vereinsmitgliedern –, die die Räume mit neuem Leben füllen wollen. Für alle Altersgruppen möchten sie Angebote machen: in einer Krabbelgruppe könnten sich die Kleinsten vergnügen, für Strickdamen ist hier genauso Platz wie für die Skat- und Knobeltruppe. Auch die Jugendlichen könnten ihre Ideen einbringen, wünschen sich die Initiatoren, die auch an anderen Plätzen im Dorf gern für mehr Aktionen sorgen möchten.

Ehrenamtlich seien viele der umfangreichen Umbauarbeiten geleistet worden. Laut Kratzat liegen die Umbaukosten dank dieser ehrenamtlichen Arbeit bei rund 40 000 Euro.

Zur Finanzierung musste der Verein Fördergelder akquirieren – der Vereinsvorstand nennt entscheidende Summen: 20 000 Euro von Leader+, knapp 4000 Euro seien von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS) in Niedersachsen gekommen, einen Zuschuss über 3000 Euro habe die Gemeinde Bovenden für die Kultur- und Begegnungsstätte beigesteuert. Trotzdem ist der Verein auf Spenden angewiesen, um die zahlreichen Ideen verwirklichen zu können.

Manche Mühlen mahlen dem Vorstand zu langsam. Seit einem Jahr warte der Verein auf den Einbau der behindertengerechten Toilette und die Anschaffung einer Kaffeemaschine. Die Gelder seien bereits bewilligt, weiß Kratzat. Die Auszahlung lasse auf sich warten. Weil die Arbeitsfläche in der Küche zu klein ist, bemühe sich der Verein derzeit um einen Edelstahltisch auf Rollen.

Vom Planen hält das die Macher nicht ab. Eine Reise in die 1960er Jahre mit der Göttinger Band „Two of us“ ist am Sonnabend, 14. Dezember, vorgesehen. Vorlesestunden mit Profis und Laien würden manchen Sonntag angeboten. In Planung sei es außerdem, Sonntagnachmittags ein regelmäßiges Angebot für Kaffee und Kuchen auf die Beine zu stellen. Regelmäßiger Dorftreff sei schon jetzt freitagabends von 18 bis 23 Uhr. Dazu kämen auch Gäste aus den Nachbardörfern, erzählen die Initiatoren. Weitere Infos können Interessierte unter Telefon 0151/61477355 erfragen.

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