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Rapper aus Göttingen bei DSDS - Bohlen: „Ich kann das einfach nicht mehr“

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Von: Melanie Zimmermann

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Rahman Hashempour Kargar (27) aus Bovenden im Kreis Göttingen hat es bei „Deutschland sucht den Superstar“ in den Recall geschafft.

Göttingen/Bovenden – Rappt er noch oder singt er schon? Eine Frage, die nach der Ausstrahlung der „Deutschland sucht den Superstar“-Folge vergangenen Samstag im Fall von Rahman Hashempour Kargar durchaus berechtigt ist.

Der 27-Jährige Rapper aus Bovenden bei Göttingen hat es tatsächlich in den begehrten Recall geschafft – mit seiner gesanglichen Leistung hat der selbsternannte Rapper die Jury allerdings weniger überzeugen können. Mit seinem Kampfgeist hingegen vielleicht schon.

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Es dauert fast 90 Minuten, ehe am Samstagabend zur besten Sendezeit Rahman Hashempour Kargar vor die berühmt-berüchtigte DSDS-Jury tritt. Bevor es soweit ist, wird der 27-Jährige aus Bovenden den Zuschauern an den TV-Bildschirmen aber nochmal ein wenig genauer vorgestellt.

Denn Rahman hatte keine leichte Kindheit. Nach der Trennung seiner Eltern nimmt der Vater ihn mit in den Iran. „Als ich ihn nach zwei Jahren endlich überreden konnte, mich wieder nach Deutschland zu meiner Mutter zu lassen, war sie nicht mehr hier“, erzählt er.

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Voller Elan kommt der Bovender schließlich die Treppe des Casting-Raums herunter. „Was geht ab, Amigos und Amigas?! Endlich ist es soweit!“, begrüßt er Leony, Katja Krasavice, Pietro Lombardi und Pop-Titan Dieter Bohlen.

Der Bovender Rahman ist im DSDS-Recall.
Der Bovender Rahman ist seinem Traum ein Stück näher gekommen: Er ist im DSDS-Recall. © RTL/Stefan Gregorowius/nh

Er freue sich, dass er nun endlich soweit sei, verrät Rahman der Runde. „Ich habe einfach gemerkt, dass man im Leben das machen sollte, wonach man strebt“, so der 27-Jährige.

„Ich finde es gut, dass du so selbstbewusst bist“, lobt ihn da noch Pietro Lombardi. „Ich glaube, du denkst von dir, dass du was kannst – und das werden wir jetzt hier sehen.“

Ich finde es gut, dass du so selbstbewusst bist.

Pietro Lombardi

Das ist das Stichwort für den Bovender Rapper, der mit „Filet Mignon“ von KC Rebell bei der Jury punkten wollte. Doch halt: „Du bist nur Rapper? Kannst du gar nicht singen?“ fragt Bohlen den 27-Jährigen etwas skeptisch. Er wisse es nicht, so Rahman. Seinem Eindruck nach klinge er nicht „scheiße“. „Aber auch nicht gut ... “, mutmaßt Bohlen.

Dann legt Rahman mit seiner Performance los. Ob er seine Sache gut macht? Schwer zu sagen. Die ernste und versteinerte Miene von Sänger Pietro Lombardi lässt keine Rückschlüsse zu. Auch die beiden Frauen in der Jury schauen eher gelangweilt als begeistert.

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Katja Krasavice ergreift das Wort, möchte einen von Rahmans eigenen Songs hören, um sein Talent besser einschätzen zu können. „Rap doch mal a capella“, fordert Bohlen.

Nach kurzem Überlegen, welchen seiner vielen selbstgeschriebenen Songs er zum Besten gibt, der zweite „Versuch“. Sogar ein kurzer Gesangspart ist enthalten – da kommt schon das berühmte „Okay!“ von Bohlen, mit dem er den Auftritt stoppt..

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Leony darf als Erste bewerten: „Also, dass du nicht so gut singen kannst, da hast du recht mit. Aber ich finde dich irgendwie gut.“ Pietro Lombardi sieht das schon anders. „Ich kenne viele Rapper, hab mit vielen Rappern zu tun, viele gute Freunde. Deswegen kann ich dir sagen, dass ich das nicht gut genug finde.“

Pop-Titan Dieter fehlt es an „Personality“ und auch der Sound von Rahmans Stimme ist ihm nicht besonders genug. „Du rappst wie viele“, schiebt er noch einen nach, ehe er sein (vorübergehendes) Nein verkündet.

DSDS und der Traum von der Musik: Zweimal ja, zweimal nein

Katja Krasavice ist das Zünglein an der Waage. Erst hält Rahman aber noch eine Brandrede, warum, wieso, weshalb. Bohlen unterbricht ihn, er solle nicht betteln, das habe er nicht nötig.

„Anscheinend ja schon“, antwortet Rahman – und spricht von seinem Traum, der Musik, dass man aber dafür auch das Glück haben muss, jemanden zu finden, der einen unterstützt.

Das üernimmt dann Katja Krasavice: „Das ist kein gutes Ja. Das ist ein Mitleids-Ja!“. Egal, es steht 2:2. Jetzt kommt es auf den Joker an, den die Kandidaten vor ihrem Auftritt auswählen können und der in solchen Situationen eine Stimme doppelt wertet. Rahmans Wahl fiel auf Pietro. Ist dies nun das Aus?

Altersmilder Pop-Titan Dieter Bohlen lässt Bovender in den begehrten DSDS-Recall

Nein. In einem letzten Versuch wendet sich Rahman nochmal direkt an Dieter Bohlen und bittet ihn eindringlich um eine Chance. Mit Erfolg: In bekannt genervter Bohlen-Manier gibt der Pop-Titan dem 27-Jährigen, was er will: die blaue Recall-Karte!

„Ich kann das einfach nicht mehr. Ich bringe es nicht mehr über’s Herz. Das ist so eine Altersmilde“, erklärt Bohlen dem Rest, als Rahman den Raum verlassen hat. Dem ist egal, wie er an die Recall-Karte gekommen ist – er ist seinem Traum wieder ein Stückchen näher. (Melanie Zimmermann)

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