Bauarbeiten verzögern sich

Fragen und Antworten zur B 3 bei Bovenden: Baustelle mit Abgasproblem

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Die Arbeiten im Bovender Tunnel ruhten: Die Abgase, die beim Straßenbau entstehen, ziehen nicht vollständig ab. Ein Hochleistungslüfter soll diese nun aus dem Tunnel pusten. 

Bovenden/Göttingen. Die Sperrung der Pendlerstrecke Bundesstraße 3 zwischen Bovenden und Göttingen-Nord Richtung Süden wird jetzt voraussichtlich bis Montag, 24. Juli verlängert – dazu Fragen und Antworten.

Warum ist die Verlängerung der Sperrung notwendig?

Zu den Arbeiten gehört die Erneuerung der Fahrbahn im Bovender Tunnel. Dazu werden spezielle Baumaschinen eingesetzt. Bei den Arbeiten entstehen Abgase, die nicht vollständig abziehen. Deshalb mussten die Arbeiten zeitweise ruhen. Dadurch kommt es zu erheblichen Verzögerungen im Ablauf.

Wie sieht es mit der Belüftung im Tunnel aus?

Sie ist nach Angaben des Geschäftsbereichs Bad Gandersheim der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr vorhanden: Aber die Technik ist nicht für die großen Mengen Abgase, die beim Straßenbau entstehen, ausgelegt. Deshalb musste ein spezieller Großlüfter aus der Schweiz angefordert werden, der die Abgase während der weiteren Bauarbeiten aus dem Tunnel pusten soll.

Welche Arbeiten wurden bereits abgeschlossen?

Praktisch abgeschlossen sind die Straßenbauarbeiten außerhalb des Bovender Tunnels zwischen der Bundesstraße 27-Brücke im Göttinger Norden und der Kreisgrenze bei Bovenden. Das gesamte Bauprojekt kostet 1,7 Millionen Euro.

Wann sollen die Bauarbeiten nun beendet werden?

Die Behörde geht davon aus, dass die Arbeiten bis Montag, 24. Juli, beendet sind. Es soll versucht werden, die Bauarbeiten schneller abzuschließen, damit die Pendlerroute wieder freigegeben werden kann. Ursprünglich sollte das Bauprojekt, das am 22. Mai begann, am 7. Juli abgeschlossen sein.

Wie wird der Verkehr in Fahrtrichtung Süden geführt?

Die bestehende Umleitung gilt weiter: In Fahrtrichtung Süden wird der Verkehr auf der Bundesstraße in Nörten-Hardenberg abgeleitet. Die offizielle Umleitung führt über Parensen, Harste und Lenglern auf den Autobahnzubringer Göttingen-Nord (Bundesstraße 27). Viele Pendler weichen jedoch auf die Autobahn 7 aus.

Wie sieht es in Fahrtrichtung Norden aus?

In Fahrtrichtung Norden kann die Bundesstraße 3 ganz normal benutzt werden, allerdings nicht im Bereich Bovenden. Wegen der Bauarbeiten im Tunnel wird der Verkehr durch die Ortslage (alte Bundesstraße 3) umgeleitet.

Welche Reaktionen kommen von den Pendlern?

„Wir haben aktuell keine größeren Beschwerden von Pendlern. Die haben sich gut mit der Situation arrangiert“, sagt Udo Othmer, Chef der Gandersheimer Straßenbaubehörde.

Warum wird nicht auch der Verkehr Richtung Süden durch die Ortslage Bovenden geführt?

Nach Angaben der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr könnte es durch direkte Begegnungen von Lastwagen zu erheblichen Verkehrsproblemen auf der alten Bundesstraße 3 in Bovenden kommen. Deshalb wurde von dieser Variante abgesehen.

Warum wird nicht die alte Bundesstraße 3 als Umleitungsstrecke empfohlen?

Die alte Bundesstraße 3 über Angerstein, Bovenden und Weende kann natürlich befahren werden. Allerdings ist diese Ausweichroute insbesondere in den Morgenstunden stark überlastet. Folge: Vor der Ampel im Norden des Göttinger Stadtteils Weende kommt es zu längeren Wartezeiten. Der Verkehr kann sich dann bis nach Bovenden zurückstauen.

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