Gemeindewerke Bovenden: Der Wasserversorger bleibt

Unterzeichnet: Den Konzessionsvertrag unterschrieben Bürgermeister Thomas Brandes (mitte) und die beiden Geschäftsführer der Gemeindewerke Bovenden, Frank Berlin (links) und Lutz Kiefer. Foto: Zander

Bovenden. Die Gemeindewerke Bovenden bleiben auch für die nächsten 30 Jahre der Wasserversorger im Flecken Bovenden.

Damit ist aber keine Entscheidung über die Lieferquelle für Trinkwasser gefallen.

Bürgermeister Thomas Brandes unterzeichnete mit den Geschäftsführern der Gemeindewerke, Frank Berlin und Lutz Kiefer, einen neuen Konzessionsvertrag über 30 Jahre. „Die Wasserversorgung bleibt in öffentlicher Hand - und das ist das allerwichtigste“, sagt Brandes über den Vertragsabschluss mit dem kommunalen Lokalversorger.

Alle Einwohner werden somit mindestens bis ins Jahr 2046 von den Gemeindewerken mit Trinkwasser versorgt. Zum Flecken gehören der Kernort Bovenden sowie die Ortsteile Billingshausen, Eddigehausen, Emmenhausen, Harste, Lenglern, Reyershausen und Spanbeck. Das Netz umfasst etwa 192 Kilometer Wasserleitungen.

Der Vertrag spricht den Gemeindewerken das Wegenutzungsrecht zu. Damit haben die Werke exklusiv die Rechte zur Verlegung und zum Betrieb des Wasserversorgungsnetzes inne. Als Gegenleistung erhält der Flecken Bovenden zehn Prozent der Einnahmen. „Bei den Verhandlungen gab es auch unterschiedliche Meinungen, aber wir haben gute Kompromisse gefunden, mit denen alle zufrieden sind“, sagt Frank Berlin.

Zur spannenden Frage, ob in das Trinkwassersystem künftig Wasser aus den Harzer Talsperren eingespeist wird, wie in Göttingen, verweist Bürgermeister Thomas Brandes (SPD) auf die Ratssitzung am Freitag, 3. Februar. „Das Thema wird dort zur Sprache kommen.“

Hintergrund: Das Wassernetz in Bovenden

Das Wassernetz im Flecken Bovenden umfasst etwa 192 Kilometer Haupt- und Verteilungsleitungen sowie 4.560 Abnahmestellen. Pro Jahr liefern die Gemeindewerke fast 600.000 Kubikmeter Trinkwasser an die Einwohner, Unternehmen und sonstige Einrichtungen des Fleckens. Die technischen Anlagen und das Leitungsnetz werden laut den Gemeindewerken fortwährend auf modernen Stand gehalten. In den vergangenen drei Jahren haben die Werke etwa sechs Millionen Euro investiert, davon 800.000 Euro in den Bereich Trinkwasser. Für das Jahr 2017 belaufe sich das Investitionsvolumen der Gemeindewerke auf insgesamt 1,1 Millionen Euro.

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