5,35 Millionen Euro sind geflossen

Großprojekt: Halbzeit bei der Dorferneuerung in Bovenden

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Die Erneuerung des Bovender Altdorfes läuft seit sechs Jahren: Über die Fortschritte im Ort freuen sich Ortsbürgermeister Werner Hungerland (3.v.l.) und Gemeindebürgermeister Thomas Brandes (3.v.r.)  

Bovenden. In den vergangenen sechs Jahren sind rund 5,35 Millionen Euro in die Runderneuerung des Altdorfes Bovenden geflossen.

Damit ist die „Halbzeit“ überschritten. Ortsbürgermeister Werner Hungerland hofft, dass die geplanten, weiteren fünf Bauabschnitte bis zum Jahr 2023 abgeschlossen sind.

Die Verantwortlichen können zurecht stolz auf das Geleistete sein. Mit viel Liebe zum Detail haben sie inzwischen sechs Abschnitte des Altdorfes saniert. Die neu gestalteten Plätze laden zum Verweilen ein. Mütter und Väter mit Kinderwagen und Senioren mit Rollatoren haben Platz auf optisch abgegrenzten Fußgängerbereichen.

Darüber hinaus gibt es einige „Hingucker“. Dazu gehört ein über 5000 Jahre alter, konservierter Eichenstamm aus dem Jahr, der laut Untersuchungen von Baumexperten um 3145 vor Christus gefällt wurde und die Zeit im Grundwasser des Burggrabens überdauert hat. Blickfang ist zudem ein Brunnen vor dem Alten Rathaus, das zwischen 1842 und 1972 als Sitz der Verwaltung diente. Gleich daneben fällt die Ladesäule für Elektro-Autos ins Auge.

Der Platz Auf dem Thie mit dem Gemeinschaftshaus wird beste Bedingungen für den Adventsmarkt bieten und Kinder und ihre Eltern freuen sich über den neuen Spielplatz hinter dem Feuerwehrgerätehaus, für den ein Haus abgerissen wurde.

Förderung von Bund und Land

Gemeindebürgermeister Thomas Brandes sagte, insgesamt wurden 2,85 Millionen Euro in die Gestaltung von Straßen und Plätze verbaut. Für die Maßnahmen gab es eine Zweidrittel-Förderung von Bund und Land über das Programm „Stadtumbau West“ gab. Eigenmittel in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro wendete der Flecken für die Erneuerung des nicht mehr ausreichend dimensionierten Kanalnetzes und die Trennung von Regen- und Schmutzwasserkanälen auf. „Das hat sich bei den jüngsten Starkregenereignissen im Juli bereits positiv bemerkbar gemacht“, sagte Brandes.

Bürger haben in die Grundstücke und Häuser ebenfalls kräftig investiert. Rund 760000 Euro sind in private Sanierungsmaßnahmen geflossen, sagte Brandes weiter. Auch diese Maßnahmen wurden gefördert.

Positiv: Der Gemeinderat steht geschlossen hinter dem Projekt.

Ortsbürgermeister Hungerland nennt zudem noch einen weiteren Grund für gute Laune: „Wenn hier Häuser auf den Markt kommen, sind sie schnell weg.“ Käufer seien oft junge Familien. Sie schätzen nicht nur die Idylle und das soziale Leben sondern auch die Anbindung an Göttingen. (zhp)

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