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Erneut Holzdiebstähle im Bovender Wald bei Göttingen

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Von: Stefan Rampfel

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Brennholz ist knapp und teuer. Deshalb schlagen jetzt immer öfter Diebe zu, so zum Beispiel auch im Wald bei Bovenden im Landkreis Göttingen.

Bovenden – Dass Brennholz nicht nur teurer, sondern auch knapp wird, haben nun auch Mitglieder der Realgemeinde Bovenden bei Göttingen zu spüren bekommen. Denn bereits zum wiederholten Mal innerhalb kurzer Zeit wurden im Waldgebiet östlich von Bovenden Holzbündel gestohlen.

Zwar haben die Holzbündel, die jeweils einen Raummeter Holz umfassen, nur einen Wert von derzeit 45 Euro, aber Detlef Mindt und Robert Fisse, Vorsitzende der Realgemeinde Bovenden, befürchten, dass dieses nicht die letzten Diebstähle gewesen sind.

Holzdiebstahl in Bovenden bei Göttingen: Bündel sind weg

Problem Holzdiebstahl: Detlef Mindt (rechts) und Robert Fisse mit Sohn Theodor fordern die Mitglieder der Realgemeinde auf, ihre Holzbündel so schnell wie möglich aus dem Wald zu holen.
Problem Holzdiebstahl: Detlef Mindt (rechts) und Robert Fisse mit Sohn Theodor fordern die Mitglieder der Realgemeinde auf, ihre Holzbündel so schnell wie möglich aus dem Wald zu holen. © Stefan Rampfel

Zudem steigt der Preis schon bald auf vermutlich 65 Euro. Und im Baumarkt liegen die Kosten bei über 200 Euro. Bei der Göttinger Polizei wurde inzwischen bereits Anzeige wegen Diebstahl erstattet. Doch die Aussichten, die Täter zu fassen, gehen gegen Null, wie die beiden Vorsitzenden deutlich machen.

Die Täter könnten das Holz sogar in einen ganz normalen Auto in den Kofferraum oder auf einen Anhänger laden. Die relativ kleinen Holzbündel mit GPS-Sendern zu versehen oder Wildkameras aufzuhängen, stünde aber in keinem Verhältnis zum Aufwand.

Holzdiebstahl in Bovenden bei Göttingen: Buchenholz beliebt

„Wichtig ist es nun, dass unsere 160 Mitglieder ihre Holzbündel so schnell wie möglich aus dem Wald holen“, macht Robert Fisse deutllich. Ein von der Realgemeinde engagierter Unternehmer hat das Holz von Januar bis März geerntet und es zur Abholung direkt am Wegesrand platziert, immerhin sind es insgesamt etwa 300 Bündel. Dabei handelt es sich um 95 Prozent Buchenholz, aber auch Esche, Ahorn und Linde.

„Die gefällten Bäume haben ein Alter von rund 60 Jahren“, sagt Detlef Mindt, ehemaliger Revierförster in Bovenden. Pro Saison würden insgesamt rund 1000 Kubikmeter Holz gefällt – auf einer Fläche von 240 Hektar. Aber, so sagt es Detlef Mindt, „wir ernten weniger als nachwächst“. (Stefan Rampfel)

In Niedersachsen nimmt die Zahl der Waldarbeiter immer mehr ab, die Förster sind überarbeitet. Schüler stellen im Göttinger Xlab aus Holz Biokunststoff her.

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