Projekt im Freien

Mais pflanzen statt Mathe pauken: Fünfte Klassen der IGS Bovenden nehmen an „GemüseAckerdemie“ teil

Eine Gruppe Schüler arbeitet im Schulgarten der IGS Bovenden
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Arbeit im Schulgarten: Die Mädchen und Jungen einer fünften Klasse der IGS Bovenden freuten sich über die praktischen Aufgaben, die sie während der besonderen Schulstunde absolvierten.

Ganz motiviert lernen Schüler der fünften Klassen an der IGS Bovenden nun, was verschiedene Gemüsesorten zum Wachsen brauchen. Sie machen bei der „GemüseAckerdemie“ mit.

Bovenden – Schüler der fünften Klasse der IGS Bovenden lernen jetzt ganz praktisch, wo ihr Gemüse herkommt. Sie sind beim Projekt „GemüseAckerdemie“ dabei.

Im Februar fiel die Entscheidung zur Teilnahme, berichtet Lehrerin Sara Veit, die normalerweise Spanisch und Französisch unterrichtet. Ein entsprechender Schulgarten war ohnehin vorhanden. In den Osterferien wurde das Gelände für den Gemüseanbau vorbereitet. Mit Blick auf die Schüler sagt Veit: „Sie sind total motiviert und freuen sich jede Woche auf die Arbeit auf dem Acker.“

„GemüseAckerdemie“ bei der IGS Bovenden: Von Fenchel bis Zuckermais

In dieser Woche stand eine weitere Pflanzaktion auf dem Stundenplan. Dabei kamen vorgezogene Jungpflanzen in den Ackerboden neben der Schule. In den nächsten Monaten können nun Zuckermais, Zucchini und Gurken in Ruhe heranwachsen.

Aber auch Mangold, Kartoffeln, Fenchel, Salat, Radieschen und Zuckerebsen werden beispielsweise in dem Schulgarten gezogen. Dabei wird es allerdings nicht bleiben. Wenn alles herangereift ist, wird nach den Sommerferien natürlich geerntet – von den nächsten Schülern der Klassen fünf.

Sie sollen das Gemüse im Unterricht auch verarbeiten, damit sich der Kreis schließt. Weiterhin werden verschiedene Fächer mit eingebunden. So sollen Bodenproben genommen werden, auch Pflanzenkunde steht auf dem Programm. Weiterhin soll die praktische Arbeit im Schulgarten dazu genutzt werden, Sprachlernkinder noch besser zu fördern.

„GemüseAckerdemie“ bei der IGS Bovenden: Unterstützung vom Verein Ackerdemia

Unterstützung bei dem Projekt gibt es vom Verein Ackerdemia über das Angebot „GemüseAckerdemie“. Dazu waren Amelie Quarz und Pauline Kratzat von der Göttinger Koordinationsstelle des Vereins zu Besuch. Sie brachten die Jungpflanzen in Bio-Qualität mit und halfen bei der Umsetzung.

Beim Pflanzen: Das Gemüse soll später im Jahr geerntet und bei einer anderen Unterrichtseinheit weiter verarbeitet werden.

Demnächst wird es noch einen weiteren Besuch geben. Die Lehrer und pädagogischen Mitarbeiter, darunter Claudia Pieper, Sara Veit, Silvia Albrecht, Talita Gärtner und Nadine Adam, werden zudem direkt unterstützt. So gibt es wöchentliche Newsletter, die bei der Vorbereitung der Einsätze der Mädchen und Jungen im Schulgarten hilfreich sind.

„GemüseAckerdemie“ bei der IGS Bovenden: Projekt soll fünf Jahre dauern

Außerdem steht entsprechendes pädagogisches Material für den Einsatz im Unterricht zur Verfügung. Die Kosten für die Bovender Schule halten sich dabei im Rahmen. Etwa 800 Euro kostet das erste von insgesamt fünf Ackerjahren. So lange soll die „GemüseAckerdemie“ laufen.

Übrigens: Auch andere Klassenstufen arbeiten in dem Schulgarten. So gibt es beispielsweise ein Kräuter- und ein Hexenbeet. Paulus und Remo finden das Projekt im Schulgarten richtig gut: „Das ist eine tolle Aktion“, loben sie das gemeinsame Arbeiten. Positiv finden sie vor allem, dass im Freien gearbeitet wird. (Bernd Schlegel)

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