Alte Schule wird umgestaltet

Neuer Treffpunkt in Spanbeck soll das Dorf jung halten

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Auftakt fürs Dorfprojekt: (von links) Elisabeth Mickler-Kirchhelle, Jochen Kirchhelle, Architekt Gregor Bringmann, Mitarbeiter MS - Dienstleistungen Garten-Landschaftsbau und Spanbecks Ortsbürgermeister Klaus-Dieter Stümpel (SPD).

Spanbeck. In der Bovender Ortschaft Spanbeck geht es lebendig zu: Damit das so bleibt, wird die Alten Schule jetzt zu einem Dorftreffpunkt umgebaut.

Mit Unterstützung der Europäischen Union ist das Projekt realisierbar geworden. Die Leader-Aktionsgruppe (LAG) Göttinger Land hat 117.000 Euro dafür bewilligt.

Grundlage für den Förder-Antrag war ein Nutzungsvertrag über 20 Jahre zwischen dem Verein „Gemeinsam für Spanbeck“ und der örtlichen Kirchengemeinde. Die Kirchengemeinde steuert mit 20 Prozent der Gesamtkosten von 147.000 Euro die Co-Finanzierung für den Umbau bei, weiß Vereinsvorsitzende Margitta Kolle. Wemheuer sieht in dem Projekt den richtigen Weg, dem demographischen Wandel die Stirn zu bieten.

Die Idee für den künftigen Dorfmittelpunkt sei vor zwei Jahren aus dem Bürgertreff erwachsen, erzählt Kolle. Seit fünf Jahren wird in dem 360-Einwohner-Dorf ein lockerer Treff auf dem Thie angeboten, anfangs monatlich, jetzt sogar jede Woche. Anfang 2016 habe der Verein den Förderantrag für den Umbau der Alten Schule eingereicht. Die Toiletten und die Wege dorthin sollen für Behinderte zugänglich werden. Grünes Licht für das Projekt kam Anfang dieses Jahres.

Schon Anfang 2000 wurde der vordere Teil der Alten Schule umgebaut. So konnte sie sich als Treffpunkt für eine Krabbelgruppe und andere Aktionen etablieren. Das Programm soll weiter ausgebaut werden. Das Dorfgemeinschaftshaus wird laut Kolle für größere, eher sportliche Veranstaltungen bereit.

Die Schule biete sich für soziale und kulturelle Projekte mit bis zu maximal 40 Personen an. Damit sie auch für Workshops attraktiv wird, sollen die technischen Möglichkeiten aufgerüstet werden. Die Vermietung läuft über die Kirchengemeinde. Mit einem Bürgerpark mit Boulepark und Spielplatz will der Dorfverein ihr Umfeld schön gestalten. 75.000 Euro dafür sind laut Kolle vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung bewilligt.

Zusätzlich zu Unternehmen vornehmlich aus der Region packen auch die Bürger mit an. Beim Bürgertreff am Freitag, 28. Juli, will Kolle die Aufgaben verteilen, die die Spanbecker selbst erledigen können.

„Bestimmt 100 Stunden kommen da zusammen“, ist sie sich mit Jochen Kirchhelle, dem Vorsitzenden des örtlichen Sportvereins, einig. Im kommenden Frühjahr soll alles fertig sein, wünschen sie sich gemeinsam für Spanbeck.

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