Wertverlust für Grundstücke

Suedlink: Bovender Rat will die geplante Stromtrasse ablehnen

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Kreativer Protest: Vor knapp zwei Jahren hatten Landwirte mit Traktoren den Verlauf von Suedlink im Leinetal symbolisch dargestellt.

In der Diskussion um die Gleichspannungs-Stromtrasse Suedlink melden sich  gleich mehrere Parteien aus dem Bovender Rat zu Wort. Sie lehnen das Projekt entschieden ab.

Deshalb soll der Rat in seiner nächsten Sitzung eine Resolution gegen Suedlink verabschieden. Sie wurde am Wochenende von der SPD sowie der CDU/FWG/Grüne/FDP-Gruppe im Rat eingebracht.

„Wir wollen, dass das Gebiet der Ortschaften Lenglern und Harste von diesem Projekt nicht tangiert wird“, heißt es in dem Resolutionsentwurf. Deshalb sollen die Bundesnetzagentur und die nachfolgenden Bundesfachplanungs- und Planfeststellungsbehörden darauf hinarbeiten, dass die bereits bekannten Alternativen weiterverfolgt werden.

Wertverlust als Begründung 

Zur Begründung heißt es: „Der Gemeinderat steht zur Energiewende. Jedoch leisten die Dörfer Lenglern und Harste mit der vorhandenen 110 kV-Leitung und der geplanten 380 kV-Leitung, die unweit des nun vergeschlagenen Trassenverlaufs errrichtet wird, bereits einen herblichen Beitrag zum Netzausbau.“ Auch für die Landwirtschaft bedeute die geplante Trassenführung auf den betroffenen Flächen einen Wertverlust.

Unterdessen lädt die Stadt Göttingen in Zusammenarbeit mit mehreren Ortsräten zu einem Bürger-Info-Abend zu Suedlink ein. Beginn ist am Dienstag, 2. April, um 19 Uhr im Hotel Freizeit In, Dransfelder Straße 3. Dabei soll das Projekt vorgestellt werden. 

Auch Widerstand in Göttingen 

„Es gibt aus Sicht der Stadt Göttingen sowie der Bürgerinitiative Gegenwind zahlreiche Argumente, die gegen den eingereichten Trassenkorridorvorschlag sprechen“, heißt es in der Einladung.

So tangiere der vorgeschlagene Trassenkorridor das Göttinger Siedlungsgebiet erheblich, vor allem in Hetjershausen, wo sich weite Teile des Ortsteils innerhalb des Korridors befinden. Auch Elliehausen, Groß Ellershausen und Esebeck sind zum Teil stark betroffen. 

Lesen Sie auch: Gegen Stromtrasse Suedlink formiert sich Widerstand in Göttingen

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