Bürgermeister Brandes fordert neues Gesetz

Waldorf-Kita in Bovenden ist Spitze in Sachen Kinderbetreuung

Mehrere Personen stehen vor einer Hauswand. Es sind Verantwortlich der Waldorf-Kita in Bovenden
+
Offizielle Eröffnung der neuen, dritten Krippengruppe: Gemeindebürgermeister Brandes (Zweiter von rechts) ) und die stellv. Leiterin der Waldorfkindertagesstätte, Bärbel Neuhaus, mit Architekt Sittig (l.) und Mitarbeiterinnen des Einrichtung sowie Vertretern aus Rat und Gemeinde bei der Eröffnungsfeier.

Im kleinen Rahmen wurde nun die dritte Krippengruppe der Bovender Waldorf-Kita offiziell eröffnet.

Bovenden – Schon seit einem Jahr ist die dritte Krippengruppe in der Bovender Waldorfkindertagesstätte im Betrieb, nun konnte sie offiziell eröffnet werden. In kleinem Rahmen mit Mitarbeitern der Kindertagesstätte und Vertretern aus Rat und Gemeinde wurde die Erweiterung gewürdigt.

Wie Bürgermeister Thomas Brandes (SPD) berichtete, ging die neue Einrichtunge im Sommer 2018 an den Start. Der Neubau, zunächst für fünf Gruppen, habe 2,7 Millionen Euro gekostet, 210.000 Euro habe der Landkreis beigesteuert, gemäß der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für den weiteren Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren (Rat) kamen 336 000 Euro vom Land.

Doch die Geschichte ging weiter: Der Bedarf an Krippenplätzen in der Gemeinde sei weiter gestiegen, berichtete Brandes. Schon fünf Monate nach der Eröffnung sei die Krippe voll belegt gewesen. Die Planungen für einen Anbau begannen, Baubeginn war im Oktober 2019. Rund zehn Monate später war der Anbau für 486.000 Euro nach Plänen des Architekten Hans-Jürgen Sittig fertig. Vom Land kamen 180.000 Euro.

Sehr zufrieden zeigte sich Brandes mit den schnellen Entscheidungen des Gemeinderats. In anderen Gemeinden könne so ein Prozess schon einmal vier bis fünf Jahre dauern, habe sein „Blick über den Tellerrand“ gezeigt. Dazu beschrieb Brandes die Verbesserungen für die Nachwuchsbetreuung in Bovenden: In den vergangenen sieben Jahren seien in der Gemeinde 90 zusätzliche Krippenplätze entstanden, davon 60 in Bovenden und jeweils 15 in Eddigehausen und Reyershausen.

Laut Verwaltung hält der Flecken 180 Krippenplätze für die Betreuung der unter Dreijährigen bereit. Mit dieser Zahl werde mehr als 70 Prozent des Bedarfs in der Gemeinde abgedeckt, so Brandes. „Damit sind wir kreisweit Spitze.“ Brandes rechnet damit, dass die Nachfrage nach Krippenplätzen in Bovenden weiter steigt und sich an den Bedarf an Kindergartenplätzen angleicht.

Aufgrund dieser Entwicklung fordert der Bürgermeister vom Land ein Kindertagesstättengesetz, das seinen Namen auch verdiene. Eine entsprechende Resolution habe der Gemeinderat bereits einstimmig verabschiedet. „Wir brauchen die Fachkräfte, es fehlt Personal“, sagte Brandes und erklärte: Eine dritte Fachkraft pro Gruppe müsse Pflicht sein. Außerdem machte er sich für eine gestraffte, duale Ausbildung solcher Fachkräfte stark.

Die stellvertretende Leiterin der Waldorf-Kindertagesstätte am Wurzelbruchweg, Bärbel Neuhaus, hob die gute Arbeitsatmosphäre und die aktive Elternarbeit hervor. Dann ging es unter Einhaltung der Vorgaben wegen Corona zur Besichtigung der freundlichen, kindgerechten Innenräume mit vielen Möglichkeiten. (Ute Lawrenz)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.