Bovenden

Wieder fit, hübsch und geöffnet: Göttinger Verschönerungsverein sanierte Hünstollen-Turm

Frisch sanierter Hünstollenturm im Plessewald, davor Vorstandsmitglieder des Göttinger Verschönerungsvereins, Mitarbeiter der Baufirma und Besucher
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Der Hünstollen-Turm bei Bovenden ist saniert: Vorstandsmitglieder des Göttinger Verschönerungsvereins, Mitarbeiter der Baufirma und Besucher präsentierten den frisch sanierten Hünstollenturm im Plessewald.

Nach anderthalb Jahren ist der Hünstollen-Turm nun wieder für Besucher geöffnet. Der Turm war baufällig. Nun hat der Göttinger Verschönerungsverein das Wahrzeichen aber saniert.

Bovenden – Nach einem Monat umfangreicher Sanierungsarbeiten wurde der Hünstollen-Turm im Plessewald wiedereröffnet – mit einer kleinen Feierstunde. Zuvor war er anderthalb Jahre geschlossen, nicht nur wegen der Corona-Pandemie, sondern vor allem wegen der Baufälligkeit.

1913, also vor mehr als 100 Jahren, hatte der Göttinger Verschönerungsverein den Hünstollen-Turm erbauen lassen, im Jahr 1972 wurde er um sieben Meter erhöht. Doch im Laufe der Zeit wurde das bekannte Ausflugziel sanierungsbedürftig, weil er ständig Wind und Wetter ausgesetzt ist.

Hünstollen-Turm wieder geöffnet: „Der Turm ist ein Wahrzeichen im Göttinger Wald“

Mitglieder des Vereins und der beauftragten Baufirma waren jetzt zur Eröffnung gekommen, auch die ersten Besucher bestiegen das rund zwanzig Meter hohe Wahrzeichen. „Wir freuen uns, dass der Turm nun noch fester in den Gedächtnissen der Südniedersachsen verankert ist“, sagt Ingeborg Hesse, Vorsitzende des Göttinger Verschönerungsvereins.

„Der Turm ist ein Wahrzeichen im Göttinger Wald, ein Erinnerungsort vieler Menschen in und um Göttingen und Anlaufpunkt für Wanderungen und Radtouren.“

Hünstollen-Turm wieder geöffnet: Sanierung kostete 43 000 Euro

43 000 Euro hat die Sanierung gekostet und ist damit rund 2000 Euro teurer geworden als veranschlagt. 26 000 Euro kamen vom Leader-Projekt, ein europäisches Projekt für Fördermittel im ländlichen Raum.

Die Mehrkosten konnten durch Spenden aufgefangen werden. Auch Gemeinden im Umkreis, Initiativen und Privatpersonen, die an einem Erhalt des Turms interessiert sind, beteiligten sich mit einer Geldspende.

Tolle Aussicht: Der Turm auf den Hünstollen bietet von seiner Aussichtsplattform tolle Ausblicke.

Hünstollen-Turm wieder geöffnet: Schwierige Sanierungsarbeiten

Alles andere als einfach waren die Sanierungsarbeiten für die beauftragte Zimmerei Dornieden und Nolte aus Duderstadt. „Wir hatten im Mai mit Starkregen, Kälte, Sturm und Schnee zu kämpfen“, sagt Vorarbeiter Jörg Nolte.

„Vom Ort her war es aber eine sehr schöne Baustelle, weil man mitten in der Natur gearbeitet hat.“ So sei während einer Frühstückspause sogar einmal ein Reh vorbeigekommen, nur fünf Meter entfernt von den Arbeitern.

Hünstollen-Turm wieder geöffnet: Sibirisches Lärchenholz

Geschäftsführer Ingo Dornieden berichtet, dass 200 Quadratmeter sibirisches Lärchenholz verbaut wurden. Dies sei, so Dornieden, standfest und robust. Nach dem Abriss der alten Holzverkleidung wurde zunächst ein Gerüst aufgestellt.

Wie sich herausstellte, mussten auch Teile der Unterkonstruktion ausgetauscht werden. Auch auf der Aussichtsplattform wurden Lärchenbretter als Verkleidung verbaut.

Hünstollen-Turm wieder geöffnet: Lösung für den Winter

Am Ende wurde eine neue Tür eingesetzt, der Handlauf und Stufen repariert, so dass der Hünstollen-Turm ab sofort wieder geöffnet ist, bevor er am Ende der Saison in den Winterschlaf geht. Derzeit suche man noch nach einer Lösung, im Winter die Fenster auf der Plattform zu verschließen, um Witterungseinflüsse zu minimieren.

Der Göttinger Verschönerungsverein ist an den Wochenenden im Juni und Juli – je nach Wetterlage – am Turm und berichtet über seine Arbeit. Die genauen Termine und Uhrzeiten werden noch auf der Homepage bekannt gegeben. (Stefan Rampfel)

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