Göttinger Polizei klärt Serie von 15 Bränden mit Schaden in sechsstelliger Höhe auf

Feuerwehr geschockt: Serien-Brandstifter ist ein Kollege

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Göttingen/Rosdorf. Nach mehrmonatigen intensiven Ermittlungen hat die Polizei Göttingen eine Serie von 15 Brandstiftungen in Rosdorf bei Göttingen aufgeklärt.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, nahmen die Ermittler bereits am Freitag einen 21-Jährigen fest, der selber aktives Mitglied der Rosdorfer Feuerwehr ist. Die Feuerwehr zeigte sich "erschüttert".

In seiner Vernehmung, so die Polizei, habe der junge Mann alle Taten eingeräumt, darunter auch den Großbrand eines Fachwerkhauses im Sellenfried. Allein an diesem Gebäudes, das zu den ältesten Fachwerkhäusern des Ortes zählte, entstand im August ein Schaden von 70.000 Euro.

Das Motiv für die Brandstiftungen sei "in der Persönlichkeit des 21-Jährigen" zu suchen. Bei den Bränden, die in der Zeit von Mai 2010 bis Januar 2012 gelegt wurden, sei ein Gesamtschaden in sechsstelliger Höhe entstanden.

Der mutmaßliche Brandstifter kam wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft.

Nach einer Erklärung der Freiwilligen Feuerwehr Rosdorf sitzt der Schock über den mutmaßlichen Brandstifter aus den eigenen Reihen tief. Der Beschuldigte sei in der Jugendwehr groß geworden und in der Feuerwehr "sehr integriert, gewissenhaft und verantwortungsvoll" gewesen.

Vom Dienst suspendiert

Der Feuerwehrmann wurde mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert. Ein Ausschlussverfahren gegen ihn wird eingeleitet: "Für die Feuerwehr ist ein solcher Kollege untragbar, da er die Werte, Normen und Ziele eines jeden Feuerwehrmanns mit Füßen tritt."

Wichtig ist der Feuerwehr der Hinweis, dass es sich um einen absoluten Einzelfall handele: "Ein Feuerwehrmann als Brandstifter ist nicht die Feuerwehr." (p)

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