UMG Göttingen

Studium der Medizin in Braunschweig liegt auf Eis - Hohe rechtliche Hürden

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Vorerst kein Studium der Medizin in Braunschweig: Das Projekt, das in Kooperation mit der Universitätsmedizin Göttingen starten sollte, liegt auf Eis.

In Braunschweig liegt das Studium der Medizin erstmal auf Eis. Mit Unterstützung aus Göttingen sollten eigentlich 60 junge Leute das Studium beginnen.

  • Die 60 Plätze im Studium der Medizin werden trotzdem angeboten.
  • Die Kooperation von Göttingen und Braunschweig bleibt bestehen.
  • Bundesweit treten ähnliche Probleme auf. 

Braunschweig/Göttingen – Zum nächsten Wintersemester sollten eigentlich 60 junge Leute ihr Studium der Medizin in Braunschweig beginnen. Das Projekt war mit Unterstützung aus Göttingen gedacht. Doch jetzt ist klar: Daraus wird zunächst nichts. Das Projekt liegt vorerst auf Eis.

Grund dafür sind hohe rechtliche Hürden für die Einrichtung eines „Klinischen Campus“. Das machten die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und das Städtische Klinikum Braunschweig am Dienstag in einer Pressemitteilung deutlich. 

Beide Seiten hatten im April 2018 gemeinsam mit dem Land Niedersachsen die Absicht erklärt, in einer Kooperation einen zweiten klinischen Ausbildungsstandort der Universitäts-Medizin Göttingen aufzubauen. In Braunschweig sollten das dritte bis sechste klinische Semester und das praktische Jahr angeboten werden.

Studium der Medizin: Rechtliche Hürden erschweren Kooperation zwischen Göttingen und Braunschweig

Als Haupthindernis für die beabsichtigte Kooperation haben sich rechtliche Rahmenbedingungen bei der Zusammenarbeit einer universitären Lehr- und Ausbildungseinrichtung mit einem kommunalen klinischen Maximalversorger herausgestellt. „Diese Hindernisse lassen sich kurzfristig nicht lösen. 

Die Einrichtung weiterer Vollstudienplätze im Zusammengehen der Universitätsmedizin Göttingen mit dem Städtischen Klinikum Braunschweig kann deshalb vor einer grundsätzlichen Klärung dieser elementaren Rechtsfragen vorerst nicht umgesetzt werden“, heißt es weiter.

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Ähnliche Probleme haben sich laut UMG-Vorstandssprecher Prof. Dr. Wolfgang Brück inzwischen auch deutschlandweit an anderen Satellitencampus-Projekten gezeigt. Brück macht gleichzeitig deutlich: „Die UMG hält weiterhin an der Zieldefinition und ihrer Zusage fest, für das Land Niedersachsen 60 zusätzliche klinische Vollstudienplätze pro Jahr einzurichten.“ 

Dr. Thomas Bartkiewicz, Ärztlicher Direktor Städtisches Klinikum Braunschweig, stellt klar: „Das Städtische Klinikum Braunschweig ist nach wie vor gewillt, seinen Beitrag bei der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten in Niedersachsen im Zusammengehen mit der Universitätsmedizin Göttingen zu leisten.“

Universitätsmedizin Göttingen und Braunschweig: 60 Plätze werden auf alle Fälle angeboten

Wie es jetzt mit der Kooperation weitergeht, ist noch unklar. „Wir prüfen jetzt Alternativen, weil wir auf alle Fälle die 60 zusätzliche Studienplätze anbieten wollen“, heißt von der Universitätsmedizin Göttingen.

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