Unfall mit Regionalzug

Nach Selfie-Foto mit Handy: 20 Jähriger wird von Zug erfasst und schwer verletzt

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Notarzteinsatz-Rubriklistenfoto 

Braunschweig. Eine Unachtsamkeit beim Aufnehmen von Selfie-Fotos hat zu einem Unfall im Bahnhof von Braunschweig-Querum geführt: ein 20-jähriger Mann wurde dabei schwer verletzt.

Ein 20-jähriger Mann aus Tunesien ist am Samstagabend in Braunschweig-Querum von einem Regionalzug erfasst und schwer verletzt worden. Er kam mit schweren Wirbelsäulenverletzungen in ein Krankenhaus. Eine Ursache für den Unfall könnte das Aufnehmen eines Selbstbildnisses per Handy, ein Selfie, gewesen sein. Denn laut Bundespolizei hätten mehrere Zeugen den Vorfall beobachtet: Der Mann habe auf einer Bank Käse, Chips und Wodka verzehrt. Dann sei er ins Gleis getreten, habe Selfies gemacht und scheinbar den herannahenden Zug nicht bemerkt.

Der „Erixx“-Regionalzug war zu diesem Zeitpunkt mit rund 60 km/h Richtung Braunschweig unterwegs. Als der Zugführer den Mann bemerkte, leitete er eine Schnellbremsung ein, konnte aber den Zusammenprall nicht mehr verhindern.

Bundespolizisten beschlagnahmten das Smartphone und den Fahrwegspeicher des Zuges. Die Ermittlungen dauern an. Der Triebfahrzeugführer war geschockt und ließ sich ablösen. An Bord des Zuges waren 40 Reisende. Zwei Kinder (13) hatten den Vorfall beobachtet und mussten von der Notfallseelsorgerin der Feuerwehr betreut werden. Die Bahnstrecke war für 90 Minuten gesperrt. 

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