Bundesgerichtshof verhandelt Ende Juni über Transplantations-Skandal

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Prozessauftakt im Sommer 2013: Der damals angeklagte Arzt (2.v.r.), der später freigesprochen wurde, winkte im Landgericht Angehörigen zu. Das Bild zeigt ihn mit seinen Verteidigern Ulf Haumann (links), Jürgen Hoppe (2.v.l.) und Steffen Stern.

Göttingen/Leipzig. Der Bundesgerichtshof (BGH) wird am 28. Juni über den Transplantations-Skandal in der Göttinger Universitätsmedizin verhandeln.

Dann wird der 5. Strafsenat in Leipzig über die Revision der Staatsanwaltschaft gegen den Freispruch eines Transplantationsmediziners entscheiden. Dies teilte der Bundesgerichtshof mit.

Das Landgericht Göttingen hat den Angeklagten im Mai 2015 freigesprochen.  Das Landgericht Göttingen hatte dem Arzt im Mai 2015 zwar verwerfliche Manipulationen medizinischer Daten bescheinigt, um Patienten einen schnelleren Zugang zu Organen zu verschaffen. Eine Strafbarkeit sah das Gericht aber nicht. Der mehr als anderthalb Jahre dauernde Prozess stieß auf großes Medieninteresse. Die Staatsanwaltschaft hatte damals eine Verurteilung des Chirurgen zu acht Jahren Haft wegen versuchten Totschlags und ein lebenslanges Berufsverbot gefordert.

Bislang gibt es keine höchstrichterliche Rechtsprechung zu derartigen Fällen. Daher wird das BGH-Urteil mit großer Spannung erwartet.

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