Bundesverdienstkreuz für Göttinger Zellbiologin Prof. Dr. Mary Osborn

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Hohe Auszeichnung: Johanna Wanka (links), Bundesministerin für Bildung und Forschung, gratulierte Prof. Dr. Mary Osborn zum Bundesverdienstkreuz.

Göttingen. Die Göttinger Zellbiologin Prof. Dr. Mary Osborn vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie hat das Bundesverdienstkreuz erster Klasse erhalten. Die Auszeichnung wurde ihr von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka in Berlin feierlich überreicht.

Die Auszeichnung würdigt herausragende wissenschaftliche Arbeit der Wissenschaftlerein. Damit verbunden sei zudem der Dank für ihr ehrenamtliches Engagement in wissenschafts- und forschungspolitischen Gremien, betonte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. Nicht zuletzt habe sich die Zellbiologin beharrlich eingesetzt, die Chancen von Frauen im deutschen Wissenschaftssystem zu verbessern.

Der Name Mary Osborns ist untrennbar verbunden mit der sogenannten Immunfluoreszenz-Mikroskopie, die buchstäblich Farbe in die Zellbiologie brachte. Gemeinsam mit Klaus Weber gelang es Osborn in den 1970er Jahren, das Innenleben von Zellen nicht nur in 3D, sondern auch bunt darzustellen. Sie revolutionierte die Zellbiologie. Ihre Entwicklungen werden heute von Forschern in aller Welt tagtäglich eingesetzt.

Eine exzellente Ausbildung und Förderung war auch für die Zellbiologin der Schlüssel zum Erfolg. Mary Osborn (Jahrgang 1940) studierte Mathematik und Physik an der renommierten Cambridge University (Großbritannien) und erwarb ihren Master- und Doktortitel in Biophysik an der amerikanischen Pennsylvania State University.

Im Laufe ihrer Karriere forschte sie in einigen der angesehensten Labors der Welt: An der Harvard University in Cambridge (USA) arbeitete sie als Postdoktorandin mit Nobelpreisträger J.D. Watson und hatte akademische Positionen im Laboratory of Molecular Biology in Cambridge (Großbritannien) in der Abteilung von Sydney Brenner und Nobelpreisträger Francis Crick sowie im Cold Spring Harbor Laboratory (USA) inne. Eine aufregende Zeit, wie die Wissenschaftlerin rückblickend sagt.

Im Jahr 1975 wechselte die gebürtige Britin an das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie nach Göttingen. Es blieb bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 2005 ihre wissenschaftliche Heimat und viele ihrer Entdeckungen machte sie in Südniedersachsen. (bsc)

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