Bundesverdienstkreuze für Nobelpreisträger Hell und Südhof

Hohe Auszeichnung: Bundespräsident Joachim Gauck (Mitte) Stefan Hell (rechts) und Thomas Südhof (links) erhielten das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern. Foto: dpa

Göttingen/Berlin. Der Göttinger Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Stefan Hell (53) hat von Bundespräsident Joachim Gauck das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern bekommen.

Bei einer Feierstunde in Berlin wurde auch Nobelpreisträger Thomas Südhof (60) mit dieser hohen Auszeichnung geehrt. Der gebürtige Göttinger hatte 2013 den Nobelpreis für Medizin erhalten. Der Bundespräsident lobte die Arbeit beider Forscher.

„Beide verbindet, dass sie eine Migrationsgeschichte zu erzählen haben“, sagte Gauck. Südhof habe Deutschland vor mehr als 30 Jahren in Richtung USA verlassen und sei dann amerikanischer Staatsbürger geworden. Dort lehrt er bis heute an der Universität Stanford. Nach Göttingen kommt er immer wieder, auch um Vorträge zu halten.

Stefan Hell kam Ende der 1970er-Jahre aus Rumänien nach Deutschland. „Stefan Hell ist dann ebenfalls ins Ausland gegangen, nach Finnland, weil er mit seiner frühen wissenschaftlichen Intuition im eigenen Land nicht recht ankam, – bis es dann geklappt hat: Max-Planck-Direktor in Göttingen“, sagte Staatsoberhaupt Joachim Gauck.

Stefan Hell, am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen forscht, hatte 2014 den Nobelpreis für Chemie für die Entwicklung des superauflösenden STED-Mikroskopierverfahrens erhalten. (bsc/tko)

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