Bundesjustizministerin zeichnet Präventionsprogramm aus Südniedersachsen aus

Präventionsprogramm: Bus-Scouts sind Vorbilder

Bus-Scouts mit Bundesjustizministerin: (von links) Hagen Bittermann, Myriam Menne, Lena-Marie Erden, Dr. Sabine Leuthäuser-Schnarrenberger, Nikolai Herr, Hauptkommissar Axel Kerschnitzki und Mandana Khalil. Foto: Polizei/nh

Göttingen/Berlin. Eine besondere Auszeichnung gab es für das südniedersächsische Projekt Bus-Scouts. Bundesjustizministerin Sabine Leuthäuser-Schnarrenberger zeichnete es als das größte Zivilcourageprogramm dieser Art in Deutschland aus.

Fünf Bus-Scouts und ein Trainer waren bei der Verleihung dabei. Die Bundespolitikerin lobte in ihrer Rede das ehrenamtliche Engagement der Schüler. Bus-Scouts sind speziell ausgebildete Schüler, die an Haltestellen und während der Busfahrt dafür sorgen, dass Gewalt und Aggressionen keine Chance haben. Einer der Initiatoren des Programms ist Axel Kerschnitzki von der Polizeiinspektion Göttingen, der sich über diese Anerkennung freut: „Die Bus-Scouts leisten großartige Arbeit.“ Dieses Projekt gibt es nach seinen Angaben seit über sechs Jahren, habe sich etabliert und sei nicht mehr aus den Schulbussen wegzudenken. „Das ist ein toller Erfolg und deshalb freue ich mich, dass dieses Programm auch auf Bundesebene solch eine Anerkennung erfährt.“

Auch Bernd Wiesendorf, Vizepräsident der Polizeidirektion Göttingen, lobte das Projekt: „Das Bus-Scout-Programm ist ein kreatives Element einer hervorragend vernetzten Präventionsarbeit.“ Und habe Leuchtturm-Charakter. Die bestätige auch die Anerkennung durch den Bund. Wiesendorf dankte allen Akteuren für ihre vorbildliche Arbeit.

Programm läuft seit 2007

Das Programm wurde 2007 von Schulen, Busunternehmen und den Polizeiinspektionen Göttingen und Northeim/Osterode unter Federführung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) ins Leben gerufen. Seither werden jährlich 500 bis 600 Schüler der achten Klassen aus den Städten und Landkreisen Northeim, Göttingen und Osterode zu Bus-Scouts ausgebildet. 3800 Bus-Scouts haben das Training bisher durchlaufen. Von ihnen sind derzeit 2000 aktiv. 1800 haben die Schulen inzwischen verlassen. Die Bus-Scouts wurden von 38 Trainern der Polizei und Busunternehmen an 64 Schulen in Sachen Zivilcourage trainiert. Koordiniert und finanziert werden die Aktivitäten durch den ZVSN. (bsc)

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