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Caritas-Modellprojekt: Freiwillige engagieren sich in den Dörfern

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Von: Stefan Rampfel

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Fünf Freiwillige arbeiten gegen den demografischen Wandel im Untereichsfeld.
Arbeit gegen den demografischen Wandel im Untereichsfeld: Die fünf Freiwilligen mit Projektkoordinatorin Sandra Holzapfel (Dritte von rechts). © Rampfel

Duderstadt. Junge Leute helfen in Dörfern im Untereichsfeld und verbessern dort das Leben von Senioren: Das bietet ab sofort ein neues Modellprojekt der Caritas.

Bereits Anfang August startete das zweijährige Projekt mit dem sperrigen Namen „Dorf-FSJler, Dorf-BFDler und Flüchtlingstandems zur Verbesserung der sozialen Daseinsvorsorge im Eichsfeld“.

Ziel ist es, die Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen langfristig zu verbessern und ein Konzept zu schaffen, das sich auf andere Dörfer übertragen lässt. Beteiligt sind 16 Ortschaften der Stadt Duderstadt und der Samtgemeinde Gieboldehausen. Dort soll konkret ausprobiert werden, wie die Situation für Senioren verbessert werden kann. Dazu arbeiten ab sofort Alicia Bohnsack (19), Luna Marie Quinque (18), Luca Raabe (18) und Jonas Aschoff (18) im Freiwilligen Sozialen Jahr und Petra Fritsch (56) im Bundesfreiwilligendienst beim Caritasverband in Duderstadt.

Hilfe beim Einkauf

Zu den Aufgaben der Freiwilligen gehören die Alltagsbegleitung von Senioren, beispielsweise bei Einkäufen, Behördengängen oder Arztbesuchen, das Bilden von Fahrgemeinschaften und Mitfahrgelegenheiten sowie verschiedenen Dorfaktivitäten.

Innerhalb dieses Modellprojektes soll der Freiwilligendienst im ländlichen Raum für Jugendliche und junge Erwachsene attraktiver gemacht werden, um ein lokales Miteinander zwischen den Generationen zu entwickeln und zu stärken. Ein Freiwilligendienst ist dabei eine gute Möglichkeit, sich für andere Menschen einzusetzen, neue Erfahrungen zu sammeln und die eigenen Fähigkeiten zu verbessern, aber auch die eigenen Stärken und Grenzen kennenzulernen und die persönliche Eignung für einen sozialen Beruf zu überprüfen.

„Wir hoffen, hier ein Projekt zu entwicklen, das Strahlkraft besitzt und viele Nachahmer finden wird“, sagte Ralf Regenhardt, Vorstandssprecher des Caritasverbandes Südniedersachsen. „Und wir sind sicher, dass das Modellprojekt ein Erfolgsmodell sein wird.“ Die Caritas stellt sich damit den immer größer werdenden Herausforderungen des demografischen Wandels in der Region. So verliere das Untereichsfeld jedes Jahr rund 400 Einwohner, der Anteil der Alten und an Demenz erkrankten nimmt zu. 

Dorf-Team unterstützt Freiwillige

Die fünf neuen Freiwilligen werden von einem „Dorf-Team“ unterstützt, das aus Bürgermeistern und Gemeindevertretern, Seniorenobleuten, Nachbarschaftshilfen und Ehrenamtlichen aus dem Untereichsfeld besteht.

Das Team sorgt gemeinsam für die Daseinsvorsorge der im Dorf ansässigen älteren Generationen. Die Freiwilligen erkennen Probleme wirken bei deren Lösung mit. Zusätzlich sind sie Ansprechpartner für ältere Menschen im Gemeindeverband, um deren Teilhabe zu verbessern.

Zu ihren Aufgaben zählt auch die Planung und Organisation von Alltagsbegleitungen. Die Tätigkeit der Freiwilligen soll die Grundlage dafür schaffen, dass ältere und hilfsbedürftige Menschen mit Unterstützung so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld selbstständig wohnen und leben können.

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