Chemie: Humboldt-Preisträger forschen am Nordcampus

Prof. Dr. Masahiro Murakami
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Prof. Dr. Masahiro Murakami

Göttingen. Die Göttinger Fakultät für Chemie zählt in diesem Jahr erneut zu den besonders häufig gewählten Standorten für Preisträger und Stipendiaten der Alexander von Humboldt-Stiftung. Derzeit sind sieben internationale Wissenschaftler zu Gast, um Forschungsprojekte gemeinsam mit Göttinger Partnern zu realisieren.

Der japanische Chemiker Prof. Masahiro Murakami von der Kyoto University hat einen Forschungspreis der Stiftung erhalten. Die Auszeichnung ermöglicht dem Wissenschaftler einen mehrmonatigen Aufenthalt in Göttingen. Der Preis würdigt seine Arbeiten im Bereich der Metallorganischen Chemie. In Göttingen wird er an der Spaltung und Funktionalisierung von chemischen Einfachbindungen arbeiten. Gastgeber ist Prof. Dr. Lutz Ackermann vom Institut für Organische und Biomolekulare Chemie.

Ebenfalls in der Gruppe von Prof. Ackermann forscht derzeit der indische Humboldt-Stipendiat Dr. Suman De Sarkar. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Spaltung von Kohlenstoff-Wasserstoff-Molekülen, der sogenannten C-H-Funktionalisierung. Diese wird für die Herstellung von bioaktiven Molekülen genutzt, die eine wichtige Rolle in der Ernährung spielen. Dr. Pawan Kumar, ebenfalls aus Indien, ist zu Gast in der Gruppe von Prof. Dr. Ulf Diederichsen am Institut für Organische und Biomolekulare Chemie. Er untersucht die Mechanismen bei Transport- und Verschmelzungsprozessen innerhalb einer Zelle.

Aus China kommt Dr. Guoquan Liu, der in der Gruppe von Prof. Dr. Marina Bennati am Institut für Organische und Biomolekulare Chemie und am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie forscht. Er untersucht Eiweißkörperchen im Gehirn, mit deren Hilfe Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson erkannt werden können.

Am Institut für Anorganische Chemie sind im Arbeitskreis von Prof. Dr. Franc Meyer die Humboldt-Stipendiaten Dr. Sushoban Ghosh aus Indien und Dr. Mauricio Cattaneo aus Argentinien tätig. Sie stellen neuartige Metallkomplexverbindungen für die bioinspirierte Aktivierung kleiner Moleküle sowie für die Untersuchung von speziellen Elektronentransferprozessen her, die zum Verständnis der Energiekonversion auf molekularer Ebene beitragen.

Prof. Dr. Sven Schneider ist Gastgeber für Dr. Paraskevi Lagatidis aus Kanada. Sie untersucht die molekulare Grundlage von sogenannten Redoxprozessen, die in der Atmung und in der Anwendung von Brennstoffzellen wirksam sind. Die Alexander von Humboldt-Stiftung fördert Wissenschaftskooperationen zwischen exzellenten ausländischen und deutschen Forscherinnen und Forschern. (bsc) Foto: Uni Göttingen/nh

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