China zeichnet Göttinger Max-Planck-Forscher Herbert Jäckle aus

Hohe Auszeichnung: Herbert Jäckle. Foto: MPG/nh

Göttingen. China hat dem Göttinger Max-Planck-Forscher Herbert Jäckle einen Preis für internationale Zusammenarbeit verliehen. Jäckle erhielt die Auszeichnung in Peking.

Mit dieser höchsten Auszeichnung für ausländische Personen oder Organisationen im Bereich Wissenschaft und Technik wurde der 64-jährige Forscher aus Südniedersachsen für seine bedeutenden Beiträge zur Entwicklung Chinas geehrt. Während einer feierlichen Zeremonie wurde Herbert Jäckle der Preis in der „Großen Halle des Volkes“ in Peking in Anwesenheit der chinesischen Staatsführung überreicht. Mit ihm wurden sieben weitere Wissenschaftler und Ingenieure aus aller Welt ausgezeichnet.

Herbert Jäckle hat die Kooperationen zwischen der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) nachhaltig gefördert. Seit 2002 setzt Jäckle als Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft mit kreativen Ideen wichtige Impulse in der deutschen und chinesischen Wissenschaftslandschaft sowie in der internationalen Zusammenarbeit. Auf seine Initiative entstand 2005 das von der MPG und der CAS gemeinsam getragene Partnerinstitut für Computergestützte Biologie in Shanghai (China). Nicht zuletzt entwickelte Jäckle ein neues sehr erfolgreiches Konzept zur Nachwuchsförderung innerhalb der MPG. Dieses wird auch am Partnerinstitut in Shanghai umgesetzt, um dort junge talentierte Forscherinnen und Forscher früh in ihrer Karriere zu unterstützen.

„Ich fühle mich sehr geehrt, dass mir die Volksrepublik China diesen hochkarätigen Preis verliehen hat. Es ist nicht nur eine große Freude für mich, sondern auch für die Max-Planck-Gesellschaft. Der tiefe gegenseitige Respekt und das Vertrauen, das sich zwischen den Kooperationspartnern in Deutschland und China entwickelt hat, ist für mich neben den wissenschaftlichen Erfolgen die wohl wichtigste Errungenschaft“, sagte der Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft.

Herbert Jäckle promovierte 1977 an der Universität Freiburg in Biologie. Anschließend arbeitete er an der University of Texas in Austin (USA), am „European Molecular Biology Laboratory“ in Heidelberg und am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen.

Seit 1991 in Göttingen

Im Jahr 1987 wurde er Ordinarius für Genetik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1991 wechselte er nach Göttingen an das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, wo er seitdem als Direktor die Abteilung Molekulare Entwicklungsbiologie leitet. Seit 1993 lehrt er zudem als Honorarprofessor an der Universität Göttingen. 2002 wurde er zum Vizepräsidenten der Max-Planck-Gesellschaft berufen. (bsc)

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