FDP-Bundestagsabgeordneter Dr. Lutz Knopek informierte sich über die Spendemöglichkeiten

Chronisch Kranke brauchen Plasma

Informationsgespräch bei der Plasmaspende: (stehend, von links) CSL-Mitarbeiterin Lena Wagner, Dr. Lutz Knopek und Centerleiter Andreas Gehrich. Foto: Schröter

Göttingen. 16.000 chronisch kranke Menschen werden in Deutschland mit Präparaten behandelt, die aus Blutplasma hergestellt werden. Für viele von ihnen sind diese Plasmapräparate lebenswichtig.

Obwohl es zahlreiche Spender gibt, kann der Bedarf kaum gedeckt werden. Gerade in der Sommer – und damit der Urlaubszeit geht die Zahl der Spender jedes Jahr zurück, so dass die Gefahr eines Engpasses in der Plasmaversorgung entsteht. Um sich selbst ein Bild zu machen und auf die Bedeutung von Plasmaspenden hinzuweisen, besuchte jetzt Dr. Lutz Knopek, FDP-Bundestagsabgeordneter und dort stellvertretendes Mitglied des Gesundheitsausschusses, das CSL-Plasmacenter in Göttingen und ließ sich dort die Abläufe zeigen. Sein Fazit: „Wer Plasma spendet, wird zum Lebensretter.“

Neben Unfallopfern, die Blutkonserven oder Blutplasma benötigen, sind es vor allem Menschen mit seltenen Erkrankungen wie der Bluterkrankheit oder angeborenen Immundefekten, für die Präparate aus Blutplasma überlebenswichtig sind. „Plasmaspender tragen in hohem Maße dazu bei, dass kranke Menschen wieder gesund werden oder mit einer schweren chronischen Erkrankung ein weitgehend normales Leben führen können“, betonte Knopek. Aus menschlichem Blutplasma könnten Medikamente hergestellt werden, deren synthetische Produktion nur teilweise möglich sei. Als eine der größten Organisationen zur Gewinnung dieses menschlichen Plasmas betreibt CSL Plasma bundesweit acht Center. „Zu uns kommen jede Woche rund 1000 engagierte Spender“, berichtete Andreas Gehrich, Leiter des Göttinger CSL-Centers. „Trotzdem fehlen aktuell etwa 500 weitere Plasmaspender, um den tatsächlichen Bedarf decken zu können.“ Spenden könne jeder Gesunde zwischen 18 und 59 Jahren.

Aufwandsentschädigung

„Und da während des Spendevorgangs das Plasma aus dem Blut herausgelöst und die restlichen Bestandteile des Blutes dem Spender sofort wieder zurückgeführt werden, kann Plasma weitaus häufiger als Blut gespendet werden“, so Center-Leiter Andreas Gehrich. Bis zu 45 Mal im Jahr und damit beinahe einmal pro Woche könne man Plasma spenden. Als kleine Aufwandsentschädigung gibt es dafür etwa 20 Euro. (per)

www.plasma-spenden.de

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