Container für alte Elektrogeräte verschwinden

Abtransport: Die Container für kleinen Elektroschrott werden in Göttingen wieder eingesammelt. Der Testversuch ist beendet. Schuld sind höhere Sicherheitsauflagen. Foto: nh

Göttingen. Der Modellversuch, Elektro-Schrott in Containern zu sammeln, wird in Göttingen beendet. Die Sammelbehälter, die die Göttinger Entsortungsbetriebe (GEB) im Stadtgebiet aufgestellt hatten, werden in der letzten Mai-Woche wieder eingesammelt.

Und das, obwohl sich nach Aussage der GEB-Verantwortlichen „das bürgernahe Erfassungssystem durch gute Qualität und die erhoffte Mengensteigerung abfallwirtschaftlich bestens bewährt hat“.

Grund für die Einstellung des Sammelprogramms sind verschärfte Gesetze zur Sicherheit. Neuregelungen im Elektrogerätegesetz und veränderte Richtlinien für den Transport gefährlicher Güter auf der Straße verbieten letzlich die Fortsetzung der Sammlung von Elektro-Kleingeräten in Containern.

Gefährliche Batterien

Stein des Anstoßes, der zur Einstellung des Versuchs führt, sind die oft in Elektrogeräten enthaltenen leistungsstarken Lithiumbatterien und -akkus. Bei Beschädigung, verursacht durch Einwerfen oder Entleeren der Container, steigt die mögliche Gefahr von Kurzschlüssen und Bränden.

Die Göttinger haben aber weiterhin die Möglichkeit, Elektroaltgeräte separat zu sammeln: So wurde jetzt auch die Annahme von Elektrogeräten auf dem Recyclinghof optimiert. Auch IT-, Bildschirm- und Elektrokleingeräte werden jetzt von den GEB-Mitarbeitern persönlich entgegen genommen, gesichtet und anschließend in Gitterboxen erfasst.

Soweit möglich, werden vor allem die Lithiumbatterien und -akkus aus den Geräten entfernt. Der Anteil der leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus, wie aus Werkzeugen oder E-Bikes, nimmt stark zu. Bei korrektem Umgang sind die Lithiumbatterien sicher. Weitere Wege zur Getrenntsammlung bestehen über die Sperrmüllentsorgung sowie über einige wenige Händler in Göttingen.

„Auf keinen Fall sollen die Elektroaltgeräte im grauen Restmüllbehälter verschwinden“, appelliert Maja Heindorf von den GEB.

• Informationen: Die Mitarbeiter der GEB helfen bei Fragen unter der Servicenummer 0551/400-5400 weiter.

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