Sars-CoV-2

Corona-Virus in Niedersachsen: Lungenkrankheit breitet sich aus - Alles Wichtige im Überblick

Das Coronavirus breitet sich in Niedersachsen aus. Testzentren wurden wieder geöffnet. Das sind die wichtigen Informationen zur Entwicklung der Pandemie im Überblick.

  • In Niedersachsen breitet sich das neuartige Coronavirus aus
  • Zur Eindämmung der Pandemie gelten besondere Schutzmaßnahmen
  • So verhält man sich in Niedersachsen beim Verdacht auf eine Corona-Infektion

Göttingen - Das Coronavirus breitet sich in Niedersachsen aus - die Infektionszahlen mit dem Coronavirus schnellen wieder in die Höhe. Um dem Virus möglichst gut Einhalt zu gebieten, werden Testzentren wieder eröffnet. Die Gesundheitsämter bereiten sich auf eine zweite Welle des Coronavirus vor.

Corona in Niedersachsen: Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung

Um die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Niedersachsen möglichst gering zu halten, wird an die Verantwortung jeder und jedes Einzelnen appelliert. Das ist wichtig:

  • Regelmäßiges Händewaschen, beispielsweise beim Nach-Hause-kommen, nach dem Toilettenbesuch und nach dem Husten oder Niesen
  • Beim Husten oder Niesen, Abstand halten und sich von Personen wegdrehen
  • In ein Taschentuch niesen, welches danach entsorgt wird
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, in die Armbeuge niesen oder husten
  • Abstand zu anderen Personen halten

Corona in Niedersachsen: Was tun bei einem Verdacht?

Personen, die Symptome des Coronavirus aufweisen und in einem Risikogebiet waren, in dem das Coronavirus nachgewiesen wurde, sind angehalten, beim Hausarzt oder beim medizinischen Bereitschaftsdienst anzurufen. Die Rufnummer des medizinischen Bereitschaftsdienstes lautet 116 117. 

Wer Kontakt zu nachweislich Infizierten hatte, sollte das zuständige Gesundheitsamt informieren. In Niedersachsen wurde außerdem eine zentrale Corona-Hotline der niedersächsischen Landesregierung eingerichtet. Die Nummer lautet 0511/120-6000.

Corona: Erkrankte Personen in Niedersachsen

Sobald sich ein Verdacht bestätigt und eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen ist, werden die Kontaktpersonen der erkrankten Person ermittelt und auf das Coronavirus getestet. Die infizierte Person wird isoliert, ebenso die Personen, die in engem Kontakt zu ihr standen.

Corona in Niedersachsen: Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten

Reise-Rückkehrer aus internationalen Corona-Risikogebieten müssen sich ab Samstag (08.08.2020) bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Coronavirus testen lassen. Das teilte Gesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag (06.08.2020) mit.

Testzentren für Corona in Niedersachsen

Um die Hausärzte zu entlasten, hat Niedersachsen regionale Testzentren für das Coronavirus eingerichtet. Erste Zentren wurden wieder aktiviert, nachdem sie zuvor aufgrund sinkender Corona-Infektionen geschlossen wurden. Doch jetzt schnellen die Zahlen in die Höhe. Das Testzentrum in Hannover hat den Betrieb wieder aufgenommen. 11 weitere sollen in den nächsten Wochen in ganz Niedersachsen öffnen.

In den Zentren werden Personen, die einen Verdacht auf das Coronavirus haben, von Fachpersonal getestet. Darüber hinaus soll so ein effizienter Einsatz von Schutzkleidung ermöglicht werden.

Corona in Niedersachsen: Kindergarten und Schule

Zum neuen Kita-Jahr ab August nehmen Kindertagesstätten in Niedersachsen den Betrieb wieder auf. Doch es gelten weiterhin Auflagen. Eltern dürfen die Einrichtungen nur mit Maske betreten. Jedoch: Bei einem kontinuierlichen Anstieg an Corona-Infektionen wurden im Kultusministerium zwei alternative Szenarien erarbeitet: ein eingeschränkter Kita-Betrieb und die Notbetreuung.

Das Kultusministerium hat Schulen und Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen einige Basisinformationen zum Coronavirus zur Verfügung gestellt. Hier werden unter anderem die wichtigen Hygienemaßnahmen dargestellt, Informationen zu Schulfahrten gegeben und das Vorgehen bei Verdachtsfällen erläutert.

Was gilt für Unternehmen und Arbeitnehmer bei Corona in Niedersachsen?

Auch im Arbeitsumfeld sollten die allgemeinen Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Zusätzlich gilt, auf das Händeschütteln zu verzichten und Arbeitsmaterialien oder Geschirr nicht zu teilen. Jedes Unternehmen in Niedersachsen muss außerdem eine Pandemieplanung für ihren speziellen Betrieb entwickeln.

Muss ein Arbeitnehmer aufgrund des Coronavirus in Quarantäne, greifen die gleichen Mechanismen wie bei anderen Krankheitsfällen. Dank des Entgeltfortzahlungsgesetzes bekommen Arbeitnehmende bis zu sechs Wochen lang weiter den vollen Lohn ausgezahlt. Sollte die Quarantäne länger als sechs Woche dauern, erhalten sie Krankengeld. Dies entspricht jedoch nicht dem vollen Lohn. 

Wirtschaft in Niedersachsen bekommt die Folgen von Corona zu spüren

Die zunehmenden Infektionen mit dem Coronavirus wirken sich bereits auf die Wirtschaft in Niedersachsen aus. Laut Umfragen der Industrie- und Handelskammer (IHK) und des Arbeitgeberverbands Niedersachsenmetall rechnet jede zweite Firma in diesem Jahr mit einem Gewinnrückgang. Der Verband Niedersachsenmetall gab des Weiteren bekannt, dass sie damit rechnen würden, dass bis zu 60.000 Arbeitsstellen verloren gehen könnten aufgrund der Pandemie.

In unserem Niedersachsen-Ticker finden Sie alle wichtigen Corona-News. (Von Katharina Ahnefeld und Lucas Maier)

Rubriklistenbild: © Moritz Frankenberg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.