Pandemie

Corona in Niedersachsen: Welche neuen Regeln seit Montag gelten

FFP2-Maske, Schule und Homeoffice: Mit der Lockdown-Verlängerung gehen verschärfte Corona-Regeln einher. Das ändert sich in Niedersachsen ab Montag (25.01.2021).

  • Aufgrund der Corona*-Pandemie befindet sich Deutschland immer noch im Ausnahmezustand.
  • Dementsprechend wurde beim Bund-Länder-Gipfel die Lockdown-Verlängerung beschlossen.
  • Das geht mit Verschärfungen einher - auch in Niedersachsen.

Göttingen - Nach dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Dienstag (19.01.2021) wurde die Verlängerung des Lockdowns bis zum 14.02.2021 beschlossen. Damit ändern sich auch in Niedersachsen einige Regeln.

In einer Pressekonferenz am Mittwoch, 20.01.2021, stellt der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die wichtigsten Corona-Regeln vor. Dabei seien dem SPD-Politiker zufolge die derzeit geltenden Maßnahmen nicht ausreichend, um die Pandemie einzudämmen. Besonders die Mutationen aus Großbritannien würden eine erhebliche Gefahr darstellen. Kürzlich wurden auch in den USA zwei besorgniserregende Corona-Varianten entdeckt.

Corona in Niedersachsen: Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen

Die bisherigen Kontaktbeschränkungen in Niedersachsen bleiben bestehen. Das bedeutet, dass sich im öffentlichen Raum der eigene Haushalt mit einer weiteren Person treffen darf. Zusätzlich wird dringend empfohlen, sich nur noch mit derselben Person außerhalb des Hausstandes zu treffen. Gottesdienste mit mehr als 10 Teilnehmern können nur in Absprache mit den Behörden stattfinden. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist hier Pflicht - auch am Sitzplatz.

Corona-Fallzahlen in Niedersachsen (20.01.2021)131.241 (+1319)
Verstorbene2810 (+83)
Genesene108.939 (+1749)
7-Tages-Inzidenz 99,9
Quelle: Land Niedersachsen

Zudem wird in Niedersachsen die Maskenpflicht ausgeweitet. Bund und Länder weisen während dem Corona-Gipfel daraufhin, dass vor allem medizinische Masken einen höheren Schutz bieten. Dementsprechend wird das Tragen von sogenannten OP-Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften verbindlich, alternativ sind auch FFP2-Masken möglich. Laut Weil sind die Einwegmasken einfacher anzuwenden, reichlich vorhanden und vor allem preiswerter als die FFP2-Masken.

Neue Corona-Regeln in Niedersachsen ab Montag (25.01.2021): Veränderungen an Schulen

Auch für Schulen gibt es neue Corona-Regeln. Die Präsenzpflicht für die meisten Schüler wird bis zum 15.02.2021 ausgesetzt, stattdessen soll der Unterricht im Distanzunterricht stattfinden. Grundschüler und Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf, sowie die Abitur- und Abschlussjahrgänge werden im Wechselmodell mit geteilten Klassen unterrichtet - unter erhöhten Hygienestandards.

„Für die Grundschulkinder, die in vielen Fällen gerade erst Schreiben und Lesen lernen und sich in das neue soziale Umfeld Schule einfügen, ist das reine Distanzlernen sehr schwierig umzusetzen. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Jüngsten jetzt schon seit Wochen zu Hause sind“, kommentierte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Dabei sollen Eltern selbst entscheiden, was für ihre Kinder am besten ist. Die Frist für die Befreiung vom Präsenzunterricht ist für Freitag, 22.01.2021, angesetzt. 

Lernen und arbeiten von zu Hause aus: Im verlängerten Corona-Lockdown in Niedersachsen wird das wohl zum Normalfall (Symbolbild).

Corona-Pandemie in Niedersachsen: Regeln in Kitas

Kitas in Niedersachsen sollen in der Regel während des Corona-Lockdowns geschlossen bleiben. Dennoch bieten einige Einrichtungen Notbetreuungen mit der Hälfte der üblichen Gruppengröße an.

Aufgrund der Infektionslage wird es auch im beruflichen Kontext Änderungen geben. Dazu wird auf Bundesebene ein Gesetz zum verpflichtenden Homeoffice kommen. Es ist jedoch noch unklar, wie dieses genau aussehen wird. Zumindest sollen Arbeitgeber, sofern es der Job zulässt, im Homeoffice arbeiten. Sollte die Arbeit nicht von zu Hause erledigt werden können, sollen medizinische Masken zur Verfügung stehen und die Belegung auf engem Raum reduziert werden. Das berichtet ndr.de.

Verschärfte Corona-Regeln in Niedersachsen: Keine allgemeine Ausgangssperre

In Pflegeeinrichtungen wird für das Personal beim Kontakt mit Bewohnern das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben. Zudem muss das Personal mehrmals pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. In Regionen mit einer 7-Tages-Inzidenz von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sollen Besucher künftig ebenfalls einen Corona-Schnelltest machen, so ndr.de.

Eine allgemeine Ausgangssperre tritt nicht in Kraft. Allerdings können die Länder je nach Infektionslage weitere Einschränkungen beschließen. In Niedersachsen sei eine Ausgangssperre nur sinnvoll, wenn in Städten oder Kreisen eine Inzidenz von über 200 erreicht wird.

Doch ab wann gelten die verschärften Corona-Regeln in Niedersachsen? Die Regelung treten aller Voraussicht nach ab dem 25.01.2021 in Kraft. Schüler können allerdings schon ab Donnerstag, 21.01.2021, vom Präsenzunterricht befreit werden.(Karolin Schaefer) *hna.de ist Teil des des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

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