Verlängerung des Lockdowns

Niedersachsen: Neue Corona-Regeln für Schulen und Kitas - Das müssen Eltern jetzt wissen

Der Corona-Lockdown in Niedersachsen wurde aufgrund der steigenden Neuinfektionen verlängert. Ab dem 11. Januar 2021 gelten neue Regeln für Schulen und Kitas. 

  • Die Landesregierung hat die neuen Regeln für Schulen und Kitas vorgestellt.
  • Wegen der Corona*-Pandemie gelten mehrere Lernmodelle nebeneinander.
  • Es soll größtenteils kein Präsenzunterricht in den Schulen und Kitas stattfinden.

Update vom Freitag, 08.01.2021, 12.27 Uhr: Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des niedersächsischen Corona-Krisenstabs, und Regierungssprecherin Anke Pörsen haben bei der Landespressekonferenz die neuen Corona-Regeln für Niedersachsen vorgestellt. Kitas und Schulen sollen größtenteils geschlossen bleiben. Doch es gibt Ausnahmen.

Neue Corona-Regeln gelten ab Montag (11.01.2021) für Niedersachsens Schulen

Update von Mittwoch, 06.01.2021, 12.38 Uhr: Nachdem Bund und Länder am Dienstag (05.01.2021) eine Verlängerung des Lockdowns sowie Verschärfungen ausgehandelt haben, hat Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) heute eine Pressekonferenz zu den neuen Corona-Regeln in Niedersachsen gegeben. Der neue Fahrplan für Schulen und Kitas gilt ab dem kommenden Montag, den 11.01.2021.

Der Corona-Lockdown wurde in Niedersachsen verlängert - auch für Schulen und Kitas gelten neue Regeln - das müssen Eltern jetzt wissen. (Symbolbild)

Schule in Niedersachsen: Grundschulen starten mit Distanzlernen

Update von Mittwoch, 06.01.2021, 10.47 Uhr: Nach Aushandlung des Bund-Länder-Beschlusses zur Verlängerung und teilweisen Verschärfung des Corona-Lockdowns hat das Kultusministerium jetzt einen Plan für den Schulbetrieb in Niedersachsen für die kommenden Wochen vorgelegt. Dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

In der Woche vom 11.01.2021 bis zum 15.01.2021 soll an Grundschulen Distanzlernen mit bis zu 50-prozentiger Notbetreuung gelten. Für den restlichen Monat gilt das Wechselmodell, ebenfalls mit Notbetreuung. Die Klassen werden in zwei Lerngruppen aufgeteilt, um dann abwechselnd zu Hause und in der Schule unterrichtet zu werden.

Schule in Niedersachsen: Abschlussklassen im Wechselunterricht - Kitas im Notbetrieb

Weiterführende Schulen sollen hingegen den kompletten Januar lang über Distanzunterricht geschult werden. Davon ausgenommen sind Abitur- und Abschlussklassen, für sie gilt der Wechselunterricht. Für die Jahrgänge 5 und 6 soll allerdings eine Notbetreuung angeboten werden.

Die Kitas in Niedersachsen stellen ab Montag (11.01.2021) auf Notbetrieb um, sodass nur noch 50 Prozent der Plätze verfügbar sind. Sollte diese Maßnahme nicht ausreichen, soll das Angebot erweitert werden. Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) betitelt die Regelungen als „tragfähiges Konzept für Bildung im Lockdown“.

Niedersachsen: Notbetreuung nicht für jedes Kind möglich - Masken-Pflicht in der Schule

Voraussetzung für eine Notbetreuung ist, dass „mindestens ein Erziehungsberechtigter in betriebsnotwendiger Stellung in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichem Interesse tätig ist“. Dabei ist auch die Betreuung in besonderen Härtefällen möglich: etwa aufgrund einer Entscheidung seitens des Jugendamtes, bei drohender Kündigung oder erheblichem Verdienstausfall für mindestens einen Erziehungsberechtigten.

Wie bisher gilt die Pflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung in allen Bereichen der Schule, in denen der Mindestabstand nicht dauerhaft eingehalten werden kann. Die neuen Regelungen gelten vorerst bis Ende des Schulhalbjahres am 29.01.2021.

Schule in Niedersachsen: Neue Regeln für Schulen und Kitas

Update von Mittwoch, 06.01.2021, 09.50 Uhr: Der Lockdown wird aufgrund der Corona-Pandemie bis zum 31.01.2021 verlängert und durch weitere Kontaktbeschränkungen weiter verschärft. Das haben Bund und Länder am Dienstag (05.01.2021) beschlossen. In Niedersachsen betreffen die neuen Regeln vor allem Kitas und Schulen.

Wie Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in einer Pressekonferenz bekannt gab, wird es ab Montag (11.01.2021) es lediglich für Abschlussklassen Präsenzunterricht geben, die restlichen Jahrgänge sollen per Homeschooling unterrichtet werden. Grundschulen starten hingegen mit einer Woche Distanzunterricht samt Aufgaben für zu Hause, danach soll der Unterricht im Wechselmodell mit geteilten Klassen stattfinden.

Auch der Betrieb in den Kindertagesstätten soll weiter ummodelliert werden: So wird auf eine Notbetreuung umgestellt, bei der 50 Prozent der Kinder betreut werden können. Ministerpräsident Weil zufolge, will Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) heute dazu noch weitere Details nennen.

Schule in Niedersachsen: Klassen sollen nicht in voller Stärke starten

Update von Dienstag, 05.01.2021, 11.56 Uhr: Die Grundschulen in Niedersachsen sollen nicht in voller Klassenstärke starten: Das hat Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) nach den Beratungen der Kultusminister über die Corona-Lage an den Schulen am Montag (04.01.2021) angekündigt. Bei einer Fortsetzung des Lockdowns könne es laut Tonne nicht bei den bisherigen Einschränkungen bleiben, auch in Kindertagesstätten seien Einschränkungen zur Kontaktreduzierung nötig.

Wie der NDR am Dienstag (05.01.2021) berichtet, sollen die Ferien aber nicht verlängert werden. Grundschüler sollen stattdessen im Wechselmodell, dem sogenannten Szenario B, unterrichtet werden. Kleinere Gruppen, die abwechselnd in der Schule und zu Hause lernen, sollen für weniger überfüllte Klassenräume sorgen.

Schule in Niedersachsen: Ferien sollen trotz Corona-Lockdown nicht verlängert werden

Genaue Details, wie es trotz Corona an den Schulen in Niedersachsen für Grundschüler und alle anderen Schulformen weitergehen soll, sind allerdings noch offen. Tonne will seine Pläne nach den Bund-Länder-Beratungen vorstellen. „Es gibt viele Varianten, die vorstellbar sind - man ist gut beraten, wenig auszuschließen“, sagte der Kultusminister.

Corona in Niedersachsen: Kultusminister diskutieren über späteren Schulstart

Erstmeldung von Montag, 04.01.2021, 19.40 Uhr: Göttingen - Geplant war der Unterrichtsbeginn an Schulen nach den Winterferien am 11.01.2021. Doch jetzt könnte es ganz anders kommen. Die Kultusminister der Länder diskutierten am Montag (04.01.2021) aufgrund der Corona-Pandemie über einen späteren Schulstart. Das Ergebnis: Schulen sollen voraussichtlich länger als geplant geschlossen bleiben - auch in Niedersachsen.

Für Eltern und Schüler könnte das bedeuten, dass der Unterricht vorerst zu Hause stattfindet. Das berichtet ndr.de. Nach dem Treffen der Kultusminister wird erst am Dienstag, 05.01.2021, beim Corona-Gipfel von Bund und Ländern eine endgültige Entscheidung getroffen. Allerdings scheint eine Verlängerung der Schulschließung beschlossene Sache zu sein.

Corona-Pandemie in Niedersachsen: Bildungsministerin für späteren Schulstart

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, kündigte schon am Wochenende an, dass bei einer möglichen Verlängerung des Corona-Lockdowns auch Schulen und Kitas betroffen seien. „Am sichersten wäre womöglich ein verzögerter Gesamtbeginn um mindestens 14 Tage“, erklärt Vize-Ministerpräsident Bernd Althusmann (CDU) der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Erst dann könne man die Infektionslage seriös einschätzen. Auch Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) kann sich eine Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht derzeit nicht vorstellen.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne hingegen will „so viel Präsenzunterricht anbieten wie möglich.“ Der Fokus liege bei allen Entscheidungen auf den jüngeren Kindern, aber auch auf den Übergangs- und Abschlussklassen. Das befürwortet auch der Landesschülerrat, der weiterhin am geplanten Unterrichtsstart festhalten will. „Wir haben gesehen, wie schwerwiegend die Folgen der Schulschließungen im Frühjahr für die psychische Gesundheit und den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler waren“, sagte der Schülerratsvorsitzende Florian Reetz.

Corona in Niedersachsen: Landesschülerrat will Schließung von Schulen vermeiden

Schulschließungen gilt es zu vermeiden. Zudem betonte Reetz, dass vor allem die jüngsten Schüler priorisiert behandelt werden sollten. Er unterstütze die Forderung des Kultusministers, in Grundschulen nach den Ferien Präsenzunterricht mit Maskenpflicht zu organisieren (Szenario A), so dpa. Bei den Übergangs- und Abschlussjahrgängen hält er den geplanten Wechselunterricht (Szenario B) mit geteilten Klassen für sinnvoll. Dennoch sei der Fahrplan bis Februar nicht ausreichend. Es bedarf weiterer langfristiger Entscheidungen.

Das vom Kultusministerium geplante Szenario A sieht auch für die Abitur-Jahrgänge Präsenzunterricht mit Maske vor. Das Gleiche gilt für Kitas ab dem 11.01.2021. „Gibt es einen Infektionsfall an der Schule, tritt Szenario B in Kraft“, so Niedersachsens Kulturminister Tonne Mitte Dezember 2020.

  • Szenario A: Präsenzunterricht mit Maskenpflicht
  • Szenario B: Wechselunterricht mit geteilten Klassen
  • Szenario C: Reiner Distanzunterricht

Corona in Niedersachsen: Entscheidung über Schließung von Schulen steht aus

Schüler ab der fünften Klassen sollen hingegen direkt im Wechselmodell unterrichtet werden. Um langfristig zu planen, arbeite das Ministerium zusätzlich ein weiteres Szenario C aus - reiner Distanzunterricht, so ndr.de. Sollte demnach eine Region einen bestimmten Inzidenzwert erreichen, greife Szenario C.

Der Plan Mitte Dezember beinhaltet außerdem, dass ab Januar in Niedersachsen wieder Klausuren geschrieben werden. Ob das Konzept weiterhin besteht, bleibt aber abzuwarten. Inzwischen hatte Tonne Lehrkräfte gebeten, andere Leistungsüberprüfungen in Betracht zu ziehen. „Die Anzahl der schriftlichen Prüfungen kann herabgesetzt und durch andere Bewertungen ersetzt werden“, so der Minister.

Eine endgültige Entscheidung, ob Schulen auch in Niedersachsen wie geplant am 11.01.2021 starten oder weiterhin geschlossen bleiben, steht noch aus. Darüber wird beim Bund-Länder-Gipfel am Dienstag (05.01.2021) beraten.

Alle Informationen rund um Corona in Niedersachsen finden Sie im News-Ticker. (kas) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.