Deutliche Warnung ausgesprochen

Corona in Niedersachsen: Ministerpräsident Weil kritisiert Merkel nach Krisen-PK

Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen, kritisiert nach der Corona-Krisen-Konferenz Bundeskanzlerin Angela Merkel - und spricht eine deutliche Warnung aus.

  • In Niedersachsen haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie* 55.883 Menschen infiziert (Stand 16.11.2020).
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Update vom Montag, 16.11.2020, 20.43 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht in der Bekämpfung der Corona-Epidemie erste Erfolge, hält die Lage aber noch nicht für zufriedenstellend. „Wir können feststellen, dass wir deutliche Fortschritte gemacht haben“, sagte Weil am Montagabend nach den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Der Anstieg der Neuinfektionen in Niedersachsen sei abgebremst worden.

„Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen“, betonte Weil aber. Das heiße, dass ein Stillstand und Rückgang bei den Infektionen noch nicht erreicht ist. „Wir erhoffen das für die zweite Novemberhälfte.“ Über möglicherweise nötige Verschärfungen der Corona-Regeln wollten Bund und Länder am Mittwoch kommender Woche sprechen. Ob diese erforderlich werden oder nicht, hänge aber vom Infektionsgeschehen ab. Eine Änderung der niedersächsischen Corona-Verordnung sei erst ab dem 25. November geplant.

Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen, kritisiert Bundeskanzlerin Angela Merkel nach der Krisen-Konferenz in Bezug auf geplante strengere Corona-Maßnahmen in Schulen.

Deutschland: Informationen zur Corona-Pandemie in den einzelnen Landkreisen

Corona in Niedersachsen: Weil kritisiert Merkel - und verteidigt Kurs der Länder

Weil verteidigte den Kurs der Länder, die den Wunsch des Bundes nach weitergreifenden Maßnahmen an den Schulen zurückgewiesen hatten. Zum einen sei die Infektionslage in den Regionen unterschiedlich. Andererseits habe sich in Niedersachsen der bisherige Kurs bewährt. An 80 Prozent der Schulen habe in der vergangenen Woche Präsenzunterricht stattfinden können. Unabhängig davon werde Niedersachsen sich auch in den nächsten Wochen intensiv für die Sicherheit in den Kitas und Schulen einsetzen. Weitere Maßnahmen dazu werde Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag vorstellen.

Der Ministerpräsident kritisierte, dass der Bund seine Vorschläge für weitere Einschränkungen an Schulen am späten Sonntagabend an die Länder übersandt habe. Das habe die Beratungen am Montag nicht erleichtert. „Aber ich setze drauf, dass wir im nächsten Anlauf auch die richtigen Schlussfolgerungen daraus ziehen.“

Corona in Niedersachsen: Ministerpräsident Weil fordert Konzept für Virus-Maßnahmen bis Januar

Update vom Montag, 16.11.2020, 12.02 Uhr: Wie es mit den Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in den nächsten Wochen weitergeht, soll am Montagnachmittag besprochen werden. Dafür kommen Kanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder in einer Videokonferenz zusammen.

Nach Abschluss der Konferenz werden die Ergebnisse des virtuellen Treffens bei einer Pressekonferenz durch den Regierenden Bürgermeister Berlins (Michael Müller) und den Bayrischen Ministerpräsidenten (Markus Söder) bekannt gegeben.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sprach sich am Montagmorgen gegenüber dem NDR für ein Gesamtkonzept weiterer Corona-Maßnahmen bis zum Januar 2021 aus: „Ich glaube, wir tun uns eher einen Gefallen, wenn wir mit einem geschlossenen und überzeugenden Konzept für Weihnachten, für Neujahr, für den ganzen Dezember aufwarten, anstatt jetzt scheibchenweise vorzugehen.“

Corona in Niedersachsen: Das sind die Fallzahlen für Montag, 16.11.2020

Am Montag (16.11.2020) wurden weitere Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden dem niedersächsischen Landesgesundheitsamt 55.883 Infektionsfälle gemeldet - im Vergleich zum Vortag (Sonntag, 15.11.2020) sind das 468 Coronavirus-Fälle mehr.

Die Zahl der Genesenen ist ebenfalls gestiegen - insgesamt schätzungsweise 35.598 Corona-Infizierte haben die Virus-Erkrankung überstanden - das sind 554 mehr als noch am Vortag. Leider wurden am Montag auch fünf neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet. Die Inzidenz liegt landesweit mit 103,4, noch immer über der 100er-Marke.

Nachgewiesene Corona-Infektionen (16.11.2020)55.883 (+468)
Verstorbene Personen908 (+5)
Geschätzte genese Personen35.598 (+554)
7-Tage-Inzidenz103,4

Corona in Niedersachsen: Inzidenz-Ampel der einzelnen Landkreise

Corona in Niedersachsen: Weihnachten mit 2000 Teilnehmern im Stadion?

Update vom Sonntag, 15.11.2020, 13.40 Uhr: Angesichts der aktuellen Corona-Entwicklung in Niedersachsen machen sich viele bereits Gedanken über Weihnachten. Kann ich die Feiertage mit der Familie verbringen? Können wir in die Kirche gehen? Ein katholischer Pfarrer aus Hannover ist da schon weiter in der Planung: Er möchte einen Weihnachts-Gottesdienst mit 2000 Besuchern im Stadion von Hannover 96 abhalten.

„Wir können das natürlich nur machen, wenn das Gesundheitsamt grünes Licht gibt und die Infektionslage es erlaubt“, sagte Heinrich Plochg von der St.-Joseph-Gemeinde gegenüber der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ). Es nicht zumindest zu versuchen, würde Stillstand bedeuten, sagte Plochg dem Blatt.

Corona-Weihnachten: Gottesdienst im Stadion - Mietvertrag schon unterschrieben

Laut dem Bericht der HAZ sei der Mietvertrag bereits unterschrieben und ein Hygienekonzept soll stehen - dieses sehe unter anderem vor, dass nur jede dritte Reihe besetzt sei. Bei Hannover 96 begrüßt man die Idee: „Wir würden uns freuen, in Corona-Zeiten in der HDI-Arena unseren kleinen Beitrag zu einem besonderen Gottesdienst leisten zu können“, wird der bei 96 für den Stadionbetrieb zuständige Christian Katz in dem Bericht zitiert.

Nach der aktuellen Corona-Verordnung sei eine solche Großveranstaltung möglich, bestätigt das Gesundheitsministerium in Hannover der Deutschen Presseagentur. In der Verordnung ist festgeschrieben, dass es bei Veranstaltungen zur Religionsausübung keine Teilnehmergrenze gibt, solange ein gutes Hygienekonzept für Sicherheit sorgt. Allerdings ist unklar, ob die Corona-Verordnung Niedersachsen, die aktuell bis Ende November gilt, auch im Dezember noch so gültig ist.

Corona in Niedersachsen: Die aktuellen Fallzahlen von Sonntag, 15.11.2020

Auch am Sonntag wurden zahlreiche Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen gemeldet. Insgesamt sind seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr dem niedersächsischen Landesgesundheitsamt 55.415 Corona-Fälle gemeldet worden - im Vergleich zum Vortag (Samstag, 14.11.2020) sind das 1060 Corona-Fälle mehr.

Auch die Zahl der Genesenen ist gestiegen - so wird geschätzt, dass insgesamt etwa 35.044 Corona-Infizierte die Virus-Erkrankung überstanden haben - das sind 962 mehr als noch am Vortag. Leider wurden am Sonntag auch fünf neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet. Die Inzidenz liegt landesweit bei 106,1.

Nachgewiesene Corona-Infektionen (15.11.2020)55.415 (+1060)
Verstorbene Personen903 (+5)
Geschätzte genese Personen35.044 (+962)
7-Tage-Inzidenz106,1

Corona in Niedersachsen: Verfassungsschutz warnt vor Anschlägen durch Corona-Gegner - Zahl der Neuinfektionen steigt

Update vom Samstag, 14.11.2020, 13 Uhr: Drohen bald Anschläge durch Corona-Gegner in Niedersachsen? Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut hat am Samstag vor einer fortschreitenden Radikalisierung von Gegnern der Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus gewarnt. „Der Ton in den Reden hat sich verschärft, und es werden offen Umsturzfantasien gegen die deutsche Regierung propagiert“, sagte Witthaut der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Ich beobachte eine fortschreitende interne Radikalisierung der Bewegung“, sagte Witthaut dem Blatt. Dabei könne diese Veränderung nicht nur im Internet, sondern auch auf der Straße beobachtet werden. Es seien bei den Demonstrationen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie entsprechende Veränderungen festgestellt worden.

Anti-Corona-Terror? Es gab schon erste Anschläge von Corona-Gegnern

Witthaut erinnerte an den Brandanschlag auf das Robert-Koch-Institut und eine Sprengstoffexplosion in Berlin-Mitte samt entsprechendem Bekennerschreiben, die gezeigt haben, dass Einzelne bereits jetzt nicht vor Anschlägen zurückschrecken. „Ich will nicht ausschließen, dass es weitere Anschläge gibt, was ich allerdings nicht hoffe.“

Für einen Anti-Corona-Terror sehe er bislang noch keine Anhaltspunkte, aber es gebe in der Bewegung ein entsprechendes Radikalisierungspotenzial. „Diese Entwicklung müssen wir genau im Blick behalten, bevor Schlimmeres passiert“, forderte der Verfassungsschutzpräsident.

Corona in Niedersachsen: Die aktuellen Fallzahlen vom Samstag, 14.11.2020:

Derweil steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen auch am Samstag weiter an. Gemeldet wurden insgesamt 54.355 Infektionen seit Ausbruch der Pandemie - das sind 1482 Fälle mehr als noch am Freitag. Auch neun weitere Todesfälle wurden dem niedersächsischen Landesgesundheitsamt am Samstag gemeldet. Die Inzidenz liegt landesweit bei 109,1.

Corona in Niedersachsen: Zahl der Neuinfektionen steigt am Freitag weiter

Update vom Freitag, 13.11.2020, 12 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in Niedersachsen liegt weiterhin bei weit mehr als 1500 Infektionen pro Tag. Am Freitag meldete das Land Niedersachsen 1602 Corona-Neuinfektionen. Aktuell gelten 19.082 Personen als infiziert. Acht Personen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Aktuell liegt die 7-Tage-Inzidenz in Niedersachsen bei 108,5. In fast allen Kreisen und kreisfreien Städten ist die Warnstufe weiterhin Rot, die 7-Tage-Inzidenz liegt dort bei mehr als 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen. Am höchsten ist die Inzidenz der vergangenen sieben Tage mit 300,1 in Salzgitter. Allerdings wurden dort zurückliegende Fälle nacherfasst, so das Land Niedersachsen. Wird dies herausgerechnet, liegt die Inzidenz bei 193. In Stadt und Landkreis Göttingen liegt die 7-tage-inzidenz aktuell mit 47,2 knapp unter 50, im Landkreis Northeim mit 56,7 weiter darüber.

Nachgewiesene Corona-Infektionen (13.11.2020)52.873 (+1602)
Verstorbene Personen 889 (+8)
Geschätzte genese Personen32.902 (+1300)
7-Tage-Inzidenz108,5

In Niedersachsen erreicht die Zahl der Intensiv-Patienten einen neuen Rekordwert: Aktuell werden 192 Corona-Patienten auf einer Intensivstation behandelt (Stand: 13.11.2020, 9 Uhr). Bereits am Freitag wurden 191 intensivpflichtige Patienten gemeldet, das sind erstmals mehr als zum Höhepunkt der ersten Corona-Welle im April.

Corona-Lage in Niedersachsen weiter sehr ernst - Hausärzte am Limit

Update vom Donnerstag, 12.11.2020, 17.15 Uhr: Hausärztinnen und Hausärzte spielen in der Corona-Pandemie eine wichtige Rolle. Beim Verdacht auf eine Infektion sind sie in der Regel die erste Anlaufstelle. Doch wie ist die aktuelle Lage in den Praxen in Niedersachsen?
Die Belastung in den niedersächsischen Hausarztpraxen ist in den vergangenen Monaten gestiegen. Das Arbeitsaufkommen sei riesig, so der Vorsitzende des Hausärzteverbandes Niedersachsen, Matthias Berndt. „Die Corona-Pandemie fordert uns alles ab“, sagte Berndt.

Als großes Problem bezeichnete der Mediziner die vielen kurzfristigen Rechtsverordnungen, Regeln und Leitlinien, die sich mitunter sogar widersprächen. Die Arbeitstage seien oft sehr lang. Wenn man zehn bis zwölf Stunden mit Maske und Vollschutz gearbeitet hat, ist man körperlich am Ende, gab der Vorsitzende zu verstehen.

Corona-Lage in Niedersachsen weiter sehr ernst - Hausärzte am Limit

Update vom Donnerstag, 12.11.2020, 11.15 Uhr: Die Pandemie breitet sich in Niedersachsen weiter aus: Das Land Niedersachsen informiert, dass sich im Vergleich zum Vortag (11.11.2020) weitere 1.613 Personen mit dem Coronavirus infiziert haben sollen. Die Zahl der Gesamtfälle beträgt nun 51.271.

Außerdem sind 21 weitere Personen mit einer Corona-Erkrankung gestorben. Als genesen gelten mittlerweile 1.135 weitere Patienten. Die 7-Tages-Inzidenz liegt nun bei 106,5 pro 100.000 Einwohner.

Nachgewiesene Corona-Infektionen (12.11.2020)51.271 (+1.613)
Verstorbene Personen 881 (+21)
Geschätzte genese Personen31.602 (+1135)
7-Tage-Inzidenz106,5

Corona in Niedersachsen: Kontaktverfolgung bereitet Gesundheitsämtern Schwierigkeiten

Update vom Donnerstag, 12.11.2020, 10.00 Uhr: Wegen der hohen Infektionszahlen in Niedersachsen ist es für die Gesundheitsämter nicht mehr möglich, eine flächendeckende Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten. Der Sprecher des Landkreises Osnabrück sagte, dass das Gesundheitsamt aufgrund der hohen Fallzahlen zunehmend Schwierigkeiten bei der Verfolgung der Kontakte habe. Falls aber Mitarbeiter aus medizinischen oder pflegerischen Berufen betroffen seien, werde in diesen Fällen bevorzugt recherchiert.

Ein Sprecher erklärte für den Kreis Verden, dass mit einem Wert von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche eine Nachverfolgung aller Infektionsketten innerhalb von 48 Stunden nicht mehr möglich sei. Daher setze das Gesundheitsamt seinen Fokus eher auf die Isolierung der Infizierten sowie auf den Schutz von Gemeinschaftseinrichtungen und Risikogruppen.

Corona in Niedersachsen: Immer mehr Menschen infizieren sich mit dem Virus

Update vom Mittwoch, 11.11.2020, 14.05 Uhr: Das Land Niedersachsen hat die neuen Corona-Fallzahlen bekannt gegeben. Demnach haben sich im Vergleich zum Vortag (10.11.2020) 1.512 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Damit beträgt die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle 49.658.

In Niedersachsen sind zudem 19 weitere Personen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Als genesen gelten inzwischen 933 weitere Menschen. Der Inzidenzwert ist seit dem Vortag gestiegen und liegt bei 106,1.

Nachgewiesene Corona-Infektionen (11.11.2020)49.658 (+1.512)
Verstorbene Personen 860 (+19)
Geschätzte genese Personen30.467 (+933)
7-Tage-Inzidenz106,1

Corona in Niedersachsen: Sozialministerin appelliert an Bürger

Update vom Dienstag, 10.11.2020, 13.30 Uhr: In einer Sitzung des Niedersächsischen Landtages am Dienstag (10.11.2020) appellierte Niedersachsens Sozialministerin Dr. Carola Reimann an alle Bürger, soziale Kontakte einzuschränken und sich an die Regeln zu halten. „Wir befinden uns in einer sehr, sehr ernsten Lage“, sagte Reimann.

Vordringliche Ziele im Kampf gegen das Coronavirus seien laut der SPD-Politikerin zu allererst, „das Infektionsgeschehen wieder beherrschbar zu machen, den Gesundheitsämtern die Chance zu geben, die Kontakte der positiv getesteten Menschen wieder gut nachverfolgen zu können und die Dynamik des Infektionsgeschehens so zu bremsen, dass in den Krankenhäusern weiterhin eine gute Behandlung sichergestellt werden kann und es nicht zu einer akuten nationalen Gesundheitsnotlage kommt.“

Zahlreiche Neuinfektionen in Niedersachsen: Sozialministerin appelliert an Bürger, die Regeln einzuhalten. (Symbolbild)

Wichtig sei es laut der Niedersächsischen Sozialministerin außerdem, dass Schulen und Kindergärten verlässlich geöffnet bleiben können. Kinder und Jugendliche müssen weiter lernen können. Ein Stillstand der Wirtschaft solle so gut es geht vermieden werden, um die Schäden durch die Corona-Pandemie nicht zu vervielfachen.

Corona in Niedersachsen: Die Fallzahlen von Dienstag

Das Land Niedersachsen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen bekannt gegeben. Seit dem Vortag (09.11.2020) gibt es 1163 weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus. 14 weitere Personen sind in Niedersachsen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Der 7-Tage-Inzidenzwert ist seit dem Vortag gestiegen und liegt bei 103,5.

Nachgewiesene Corona-Infektionen (10.11.2020)48.146 (+1163)
Verstorbene Personen 841 (+14)
Geschätzte genese Personen29.534 (+523)
7-Tage-Inzidenz103,5
Quelle: Land Niedersachsen

Im Landkreis Göttingen liegt der Inzidenzwert am Dienstag (10.11.2020) bei 55,2, ebenso im Landkreis Northeim.

Corona in Niedersachsen: Hilfen für von Schließung betroffenen Betrieben noch im November

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann geht von einer raschen Auszahlung der ergänzenden Corona-Hilfen während des Teil-Lockdowns aus. Der CDU-Politiker sei „vorsichtig optimistisch“, dass von den neuen Schließungen betroffene Betriebe etwa aus der Gastronomie noch im November die Unterstützung erhalten, berichtete der Norddeutsche Rundfunk am Dienstag (10.11.2020). Ziel müsse es dabei sein, dass die erwartbaren 800 Millionen bis eine Milliarde Euro im Land zu einem möglichst geringen Anteil mit anderen Hilfskategorien verrechnet werden müssten.

Corona in Niedersachsen: Inzidenz steigt in Göttingen auf über 50

Update vom Montag, 09.11.2020, 11:05 Uhr: Im Vergleich zum Vortag ist die 7-Tage-Inzidenz in Niedersachsen nur marginal gesunken. Weiterhin liegt der Wert bei über 100 Fällen pro 100.000 Einwohnern. In Göttingen war am Sonntag (8.11.2020) ein niedriger Inzidenz-Wert von 39,6 bekannt gegeben worden. Mittlerweile ist dieser aber wieder auf über 50 angestiegen. Auch in Northeim liegt der Wert derzeit knapp über 50 - ganz genau liegt dieser bei 51,4.

Im Land Niedersachsen wurden am Montag (9.11.2020) 46.983 nachgewiesene Corona-Infektionen gemeldet. Das sind 677 mehr als noch am Vortag. Die Zahl der verstorbenen Personen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus hat sich im Vergleich zum Vortag um 5 erhöht. Der höchste Inzidenz-Wert liegt weiterhin im Landkreis Cloppenburg. Die 7-Tagesinzidenz pro 100.000 Einwohner liegt hier bei 318,7.

Nachgewiesene Corona-Infektionen (09.11.2020)46.983 (+677)
Verstorbene Personen 827 (+5)
Geschätzte genese Personen29.011 (+367)
7-Tage-Inzidenz102,0
Quelle: Land Niedersachsen
Abstand halten und Maske tragen: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt in Niedersachsen weiter - die Inzidenz liegt landesweit weiter über 100. (Symbolbild)

Corona in Niedersachsen: Trotz Lockdown - Inzidenz steigt wieder an

Update vom Sonntag, 08.11.2020, 10.29 Uhr: In Niedersachsen ist die 7-Tage-Inzidenz trotz der Lockdown-Maßnahmen am Sonntag wieder angestiegen. Der Wert liegt jetzt wieder bei über 100 Fällen pro 100.000 Einwohner. Am Samstag lag der Wert bei 98,2, jetzt ist er auf 102,2 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner gestiegen.

Am Sonntag meldete das Land Niedersachsen 1320 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl liegt bei 46.306 Infektionen. Sechs weitere Personen sind nach einer Corona-Infektion gestorben. In einem Landkreis in Niedersachsen ist der 7-Tage-Inzidenzwert besonders hoch. Im Landkreis Cloppenburg liegt der Wert seit Mitte der Woche bei über 300 Fällen pro 100.000 Einwohner. Am Sonntag wurden dort 193 Neuinfektionen gemeldet.

Nachgewiesene Corona-Infektionen (08.11.2020)46.306 (+1320)
Verstorbene Personen 822 (+6)
Geschätzte genese Personen28.644 (+755)
7-Tage-Inzidenz102,2
Quelle: Land Niedersachsen

Verschärfte Regeln und längerer Lockdown? Kommunen rechnen mit dem Schlimmsten

Update vom Samstag, 07.11.2020, 15.13 Uhr: Wird der Corona-Lockdown-„Light“ im November noch verschärft und in den Dezember ausgeweitet? Dass dieses Szenario gar nicht so unwahrscheinlich ist, zeigen die Aussagen der kommunalen Spitzenverbände in Niedersachsen.

„Aufgrund der angespannten und sehr ernsten Lage plant das Land Niedersachsen offenbar weitere Schritte zur Eindämmung des Covid-Infektionsgeschehens“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages, Jan Arning.

Die Vertreter der Städte und Gemeinden stehen dabei offenbar hinter den Überlegungen zur Verschärfung der Corona-Regeln. Der Sprecher des Städte- und Gemeindebundes, Thorsten Bullerdiek sagte, wenn die Infektionszahlen nicht sinken würden, müsse mehr getan werden und Kontaktbeschränkungen seien dann mit Sicherheit auch noch im Dezember notwendig. Das berichtet die dpa am Samstag.

Ausweitung des Corona-Lockdowns in Niedersachsen?

Die Landesregierung hat bislang zweideutige Aussagen zu dem Thema gemacht. Weitere Schließungen seinen laut einer Regierungssprecherin in Niedersachsen denkbar. Allerdings wurde am Freitag auch von möglichen kleineren Lockerungen gegen Ende November gesprochen, falls der Anstieg der Fallzahlen in Niedersachsen sich verlangsamt. Derzeit seien laut der Sprecherin Spekulationen zu möglichen weiteren Schritten der Regierung daher sinnlos. Bislang liegen nur 8 der 45 Gemeinden und kreisfreien Städte in Niedersachsen unter dem Grenz-Inzidenzwert von 50.

Der Koalitionspartner CDU hat dagegen ebenfalls von weiteren Beschränkungen gesprochen, sollten die Corona-Infektionszahlen weiter steigen. Dies würde dann die Schulen mit einer Rückkehr zum Wechselunterricht zwischen Präsenz- und Heimunterricht betreffen. Auch die Schließung des Einzelhandels steht offenbar im Raum.

Coronavirus in Niedersachsen: Eine Verlängerung des Lockdowns scheint möglich. (Symbolbild).

Corona in Niedersachsen: Fallzahlen steigen am Samstag weiter an

Update vom Samstag, 07.11.2020, 10.04 Uhr: Das Land Niedersachsen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen bekannt gegeben. Seit dem Vortag gibt es 1.149 weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Zehn weitere Personen sind in Niedersachsen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Die Gesamtzahl der Coronainfektionen liegt mittlerweile knapp unter 45.000 Fällen. Der 7-Tage-Inzidenzwert ist seit dem Vortag leicht gesunken und hat einen Wert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner unterschritten.

Nachgewiesene Corona-Infektionen (07.11.2020)44.986 (+1149)
Geschätzte genese Personen27.889 (+672)
Verstorbene Personen 816 (+10)
7-Tage-Inzidenz98,2
Quelle: Land Niedersachsen

Restaurants und Fitnessstudios klagen gegen Lockdown - Urteil sorgt für Kritik

Update vom Samstag, 07.11.2020, 10.13 Uhr: Fitnessstudios und Gastronomie in Niedersachsen müssen im November geschlossen bleiben. Das hat das niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) am Freitag entschieden. Das Urteil zum Corona-Lockdown trifft bei den Klägern auf harte Kritik.

In Niedersachsen müssen Restaurants und Fitnessstudios geschlossen bleiben. Das OVG hat die Corona-Maßnahmen bestätigt.

Mehrere Betreiber aus dem Gastronomie- und Fitnessbereich hatten sich mit Eilanträgen an das niedersächsische OVG gewandt. Sie beriefen sich darauf,  dass es in ihrem Umfeld bisher nicht nachweislich zu Corona-Infektionen gekommen sei. Die Schließungen seien infektionsschutzrechtlich nicht notwendig und verletzen ihrer Meinung nach den allgemeinen Gleichheitssatz.

Kritik an OVG-Entscheidung - Restaurants und Fitnesstudios bleiben geschlossen

„Es handelt sich offenbar um eine politische Entscheidung“, kritisiert Marcus Bartscht das Urteil des OVG Niedersachsen. Er ist Anwalt des Betreibers eines Fitnessstudios, der zu den Klägern zählt. Für seinen Mandanten, Fitnessstudio-Inhaber Peter Firnhaber,  bedeutet die Entscheidung des Gerichts eine „absolute Existenzbedrohung“. Schon der erste Lockdown in der Corona-Krise sei eine Katastrophe gewesen.

Das Problem für Firmeninhaber sind vor allem die Kündigungen. Diese sollen sich über ein- oder eineinhalb Jahre auswirken. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg entschied im Urteil, dass die Schließungen mit Blick auf die gravierenden Folgen eines weiteren Anstiegs der Zahl von Corona-Infektionen sowie wegen der Überlastung des Gesundheitswesens „gegenwärtig hinzunehmen“ seien.

Steigende Corona-Fallzahlen - Kliniken treffen Entscheidung

Update vom Freitag, 06.11.2020, 16.05 Uhr: In Niedersachsen steigen weiterhin die Zahlen von Infektionen mit dem Corona-Virus. Im Vergleich zum Vortag liegt der Wert laut aktuellen Informationen des Landes am Freitag, dem 06.11.2020, nun bei insgesamt 43.837 Fällen. Das sind 1.594 Infektionen mehr im Vergleich zum Vortag.

Laut dem Landesgesundheitsamt Niedersachsen sind insgesamt 806 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Von den laborbestätigten Fällen gelten bislang 27.217 Menschen wieder als genesen, was einem Anteil von 62,1 Prozent entspricht. Die 7-Tagesinzidenz pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche steigt auf 101,5.

Nachgewiesene Corona-Infektionen (06.11.2020)43.837 (+1.594)
Geschätzte genese Personen27.217 (+853)
Verstorbene Personen 806 (+10)
7-Tage-Inzidenz101,5
Quelle: Land Niedersachsen

Corona in Niedersachsen: Krankenhäuser treffen Maßnahmen gegen Infektionsanstieg

Update vom Freitag, 06.11.2020, 13.30 Uhr: Das Corona-Virus stellt die Krankenhäuser in Niedersachsen vor eine große Herausforderung. Das Bundesland hat bereits im Laufe des Jahres die Kapazität der Intensivbetten von 1.900 auf ca. 2.500 Plätze erhöht. Heiger Scholz, Leiter des Corona-Krisenstabs im Sozialministerium, bestätigt jedoch gegenüber dem NDR, dass die Kliniken einen Anstieg von 12 Prozent verzeichneten.

Diese Zunahme bedeutet einen hohen Bedarf an Beatmungsgeräten. Um dieser Entwicklung entgegenzukommen, tritt nächste Woche eine geänderte Krankenhausverordnung in Kraft, die den Betrieb in den Kliniken wie zu Beginn der Pandemie zurückstellt. Es sollen nur noch zwingend nötige Operationen und Behandlungen durchgeführt werden, um weitere Kapazitäten für Covid-19-Patienten zu schaffen.

Auch mit Personal-Engpässen haben die Krankenhäuser zu kämpfen, die laut SPD-Abgeordnete Thela Wernstedt auf Quarantäne-Maßnahmen für Beschäftigte zurückgehen. Dennoch sei bereits, laut Krisenstabsmanager Scholz, ausreichend Personal für den Einsatz an Intensivbetten nachgeschult worden.

Corona in Niedersachsen: Virus wütet in über 80 Pflegeheimen - Grüne fordern einige Lockerungen

Update vom Donnerstag, 05.11.2020, 16.30 Uhr: Die Partei „Die Grünen“ wollen die Corona-Verordnung in Niedersachsen verbessern. Die Grünen-Fraktionschefin Julia Willie Hamburg machte am Donnerstag (05.11.2020) darauf aufmerksam, wie wichtig es sei, dass sich Menschen auch außerhalb ihrer vier Wände aufhalten können. Demnach sollten unter bestimmten Auflagen Tierparks, Zoos und Freilichtmuseen öffnen.

Auch Bibliotheken soll eine Eröffnung ermöglicht werden, da sie auch Bildungs- und keine reinen Freizeiteinrichtungen seien. In der kommenden Woche wollen die Grünen bei der Landtagssitzung über diese Vorschläge abstimmen lassen.

Corona in Niedersachsen: Grüne fordern hier mehr Schutzmaßnahmen

Im Gegensatz dazu fordert die Partei im Bereich der Schlachthöfe verschärfte Corona-Beschränkungen. Auch im Schulbetrieb in Niedersachsen soll nachgeholfen werden. Um überfüllte Schulbusse zu vermeiden, sollen zusätzliche Busse eingesetzt werden. Auch ein zeitversetzter Beginn des Unterrichts wäre möglich.

Zusätzlich fordern die Grünen, dass neben den Gesundheitsämtern auch die Gewerbeaufsicht und die Ordnungsämter mit mehr Personal gestärkt werden. Nur so könne man die Einhaltung der Corona-Regeln gewährleisten und gegebenenfalls Bußgelder verhängen.

Corona in Niedersachsen: Die aktuellen Zahlen

Update vom Donnerstag, 05.11.2020, 12 Uhr: Erneut wurden in Niedersachsen über 1.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Wie das Land am Donnerstag, 05.11.2020, mitteilt, gibt es seit Beginn der Corona-Pandemie insgesamt 42.243 bestätigte Fälle. Das sind 1.423 Personen mehr als noch am Vortag).

Auch die Zahl der Todesopfer steigt. Innerhalb der letzten 24 Stunden sind sechs Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Als genesen gelten in Niedersachsen aktuell 26.364 Personen. Die 7-Tagesinzidenz pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche steigt auf 101,3. Inzwischen überschreiten fast alle Landkreise die 50er-Marke des Inzidenzwertes.

Nachgewiesene Corona-Infektionen (05.11.2020)42.243 (+1.423)
Geschätzte genese Personen26.364 (+731)
Verstorbene Personen 796 (+6)
7-Tage-Inzidenz101,3
Quelle: Land Niedersachsen

Corona in Niedersachsen: Virus wütet in Pflegeheimen

Update vom Donnerstag, 05.11.2020, 10.45 Uhr: Das Coronavirus macht auch vor Alten- und Pflegeheimen nicht Halt. Wie das Gesundheitsministerium in Hannover der dpa mitteilte, ist die Zahl der Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen in Niedersachsen weiter in die Höhe geschossen. Insgesamt 84 Einrichtungen haben allein in der vergangenen Woche ein aktives Infektionsgeschehen gemeldet.

In Zahlen bedeutet das: 372 am Coronavirus infizierte Bewohner sowie 214 erkrankte Mitarbeiter. Elf Bewohner in vier betroffenen Seniorenheimen, die an Covid-19 erkrankt waren, starben im Zeitraum vom 28. Oktober bis 3. November. Besonders stark betroffen ist der Landkreis Hildesheim:

  • Sarstedt: Über 30 Heim-Bewohner sowie mehr als ein Dutzend Mitarbeiter eines Heimes positiv auf das Coronavirus getestet.
  • Hildesheim: Weit über 50 erkrankte Bewohner und Beschäftigte.

Corona-Pandemie in Niedersachsen: Pflegeheime mit hoher Todesrate

Eigentlich sollten kostenlose Schnelltests die zweite Corona-Welle in Heimen und Kliniken ausbremsen. Eine entsprechende neue Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums trat am 15. Oktober in Kraft. Seit September treten mehrfach Corona-Ausbrüche in niedersächsischen Heimen auf. Dazu zählen Heime in Neu-Wulmstorf (Landkreis Harburg), Vechta und Bad Essen (Landkreis Osnabrück).

Im Zeitraum zwischen dem 4. April und dem 3. November fielen knapp 45 Prozent aller Corona-Todesfälle in Niedersachsen auf Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen. Laut Erhebung des Landes erlagen in diesem Zeitraum 343 Personen aus Pflege-Einrichtungen dem Virus.

Alten- und Pflegeheime sind vom Coronavirus besonders hart betroffen.

Corona in Niedersachsen: Land erreicht Warnstufe Rot - Gesundheitsämter an der Belastungsgrenze

Update vom Mittwoch, 04.11.2020, 16.35 Uhr: In Niedersachsen wurden erneut über 1000 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag gemeldet. Wie das Land am Mittwoch (04.11.2020) mitteilt, gibt es derzeit 40.820 bestätigte Corona-Infektionsfälle, das sind 1079 Personen mehr als noch am Vortag (03.11.2020).

Zudem gibt es in Niedersachsen 21 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Als genesen gelten in Niedersachsen aktuell 25.633 Personen. Die 7-Tage-Inzidenz steigt landesweit auf 100.

Nachgewiesene Corona-Infektionen (04.11.2020)40.820 (+1079)
Geschätzte genese Personen25.633 (+528)
Verstorbene Personen 790 (+21)
7-Tage-Inzidenz100
Quelle: Land Niedersachsen

Noch immer gibt es viele Landkreise und kreisfreie Städte, die den Inzidenzwert von 100 überschritten haben (7-Tagesinzidenz pro 100.000 Einwohner) und somit die Warnstufe Rot erreicht haben. Am stärksten betroffen sind davon Cloppenburg mit einem Wert von 305,8 und Vechta mit einem Wert von 267,5.

Corona in Niedersachsen: Schulen in Quarantäne - Hilfe für Gesundheitsämter

Auch die Grundschulen in Niedersachsen kämpfen mit der Ausbreitung des Coronavirus: Der Landkreis Lüneburg teilte am Mittwoch (04.11.2020) mit, dass die Grundschulen Barendorf und Wendisch Evern komplett unter Quarantäne gestellt werden. Bereits zu Beginn der Woche waren vier Grundschulen sowie eine Grund- und Hauptschule wegen Infektionsfällen geschlossen worden.

Zuständig für die Nachverfolgung der Kontakte sind die Gesundheitsämter in Niedersachsen. Diese sind laut der Deutschen Presse-Agentur „hart an der Belastungsgrenze und brauchen dringend personelle Hilfe.“ Das Land hat bereits Vorkehrungen getroffen 1400 Landesbeamte in die kommunalen Gesundheitsämter ausleihen

„Wir versuchen schon, sie [Menschen in Quarantäne] regelmäßig anzurufen und zu fragen, wie es bei ihnen ausschaut, wie es ihnen geht“, sagte Vechtas Kreissprecher Jochen Steinkamp. Allerdings würden nicht alle Menschen in Quarantäne auch ans Telefon gehen und so müssten die Mitarbeiter kilometerlange Strecken fahren, um die Betroffenen vor Ort aufzusuchen.

Corona in Niedersachsen: Zahlreiche Verstöße gegen Corona-Regeln

Update vom Dienstag, 03.11.2020, 17.20 Uhr: Beim niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg sind bis Dienstag (03.11.2020) 24 Klagen gegen die neuen Corona-Auflagen eingegangen, darunter 18 Eilverfahren, die „zeitnah“ entschieden würden, sagte ein Sprecher des Oberverwaltungsgerichts.

Wie die Deutsche Presse-Agentur mitteilt, richten sich die Klagen gegen die seit Montag, 2. November, geltende Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen, insgesamt zehn Verfahren betreffen den Angaben zufolge die Gastronomie, in vier Fällen geht es um Spielhallen.

Außerdem klagten Tattoo- und Kosmetikstudios, Schwimmbäder und Reitsportanlagen gegen die Corona-Regeln des Landes, bis Ende November den Betrieb zu schließen. Der Senat beim Oberverwaltungsgericht habe dem Land eine Frist zur Stellungnahme bis Mittwoch gegeben. Spätestens für die kommende Woche seien Entscheidungen angedacht.

Corona in Niedersachsen: Viele Verstöße gegen Maskenpflicht am ersten Tag des Teil-Lockdowns

Am ersten Tag des Teil-Lockdowns zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben Polizisten in Hannover mehr als 1300 Menschen wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht angesprochen, das teilt die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag (03.11.2020) mit. Mehrere Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten seien laut Polizei eingeleitet, zwei Wettbüros in der Region Hannover wurden geschlossen.

Vor allem fehlender Mund-Nasen-Schutz in der Fußgängerzone Hannovers riefen am Montag (02.11.2020) die Beamten auf den Plan, die in der Region verstärkt kontrollierten. Bis zu 30 Prozent der Menschen seien ohne Maske gewesen. Die meisten angesprochenen Passanten setzten die Maske den Angaben zufolge aber unverzüglich auf.

Corona in Niedersachsen: Zahlreiche Ordnungswidrigkeiten wegen Corona-Vorschriften

Lautsprecherdurchsagen der Polizei in der Innenstadt von Hannover erinnerten an die Beschränkungen, auch angesichts langer Schlangen vor Geschäften und Supermärkten. Mehrere Friseurläden konnten kein Hygienekonzept vorweisen, setzten die Maßnahmen aber um. Die Betriebe müssen nun entsprechende Konzepte vorlegen, sonst drohe die Schließung. An Bus- und Bahnhaltestellen in der Region trugen mehrere Fahrgäste keine Maske, Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten wurden eingeleitet. Insgesamt sei die Akzeptanz der Fahrgäste für die Beschränkungen aber hoch, hieß es.

In Hannovers Stadtbezirk Ricklingen fiel Beamten auf, dass eine Wettannahmestelle unerlaubterweise geöffnet war. Kunden wurden Gewinne an der Tür ausgezahlt. Das Geschäft wurde geschlossen. In Burgdorf in der Region Hannover war eine Gaststätte trotz Verbots geöffnet, die Gäste missachteten Hygienevorschriften. Der Betrieb wurde geschlossen. In Wunstorf in der Region Hannover wurde ebenfalls ein Wettbüro geschlossen.

Corona in Niedersachsen: Die Fallzahlen steigen

Update vom Dienstag, 03.11.2020, 13.40 Uhr: Die Corona-Fallzahlen in Niedersachsen sind erneut stark gestiegen. Wie das Land am Dienstag (03.11.2020) mitteilt, gibt es derzeit 39.741 bestätigte Infektionsfälle, das sind 1027 Personen mehr als noch am Vortag (02.11.2020).

Zudem gibt es in Niedersachsen sieben weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Als genesen gelten in Niedersachsen aktuell 25.105 Personen. Die 7-Tage-Inzidenz steigt landesweit von 95,2 auf 99,8.

Nachgewiesene Corona-Infektionen (03.11.2020)39.741 (+1027)
Geschätzte genese Personen25.105 (+314)
Verstorbene Personen 769 (+7)
7-Tage-Inzidenz99,8
Quelle: Land Niedersachsen

Corona in Niedersachsen: Zwei Landkreise überschreiten Inzidenzwert 200

In Niedersachsen ist in zahlreichen Landkreisen die Inzidenz-Ampel auf Rot gesprungen, da hier der Wert von 100 überschritten wurde. Im Landkreis Cloppenburg liegt der Inzidenzwert am Dienstag (03.11.2020) sogar bei 288,8, im Landkreis Vechta bei 264.

In vielen weiteren Kreisen und Städten in Niedersachsen liegt der Inzidenzwert deutlich über 100:

  • Stadt Delmenhorst: 197,3
  • Landkreis Verden: 194,7
  • Grafschaft Bentheim: 174,2
  • Landkreis Osnabrück: 160
  • Stadt Salzgitter: 152,5

Weiterhin einen deutlich hohen Inzidenzwert und damit Warnstufe Rot auf der Inzidenz-Ampel verzeichnen in Niedersachsen der Landkreis Diepholz (129,9), der Landkreis Emsland (121,7), der Landkreis Hameln-Pyrmont (121,2), die Region Hannover (117,7), der Landkreis Hildesheim (120,7), die Stadt Osnabrück (134,3), und der Landkreis Schaumburg (118,5).

Der Landkreis Göttingen überschreitet mit einem Inzidenzwert von 61,6 die kritische Stufe von 50, der Landkreis Northeim verzeichnet am Dienstag (03.11.2020) einen Inzidenzwert von 36,3.

Abstand halten und Maske tragen: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt in Niedersachsen weiter.

Corona-Regeln in Niedersachsen: Ministerpräsident Weil ruft zur Denunziation auf

Seit Montag, 2. November, gelten in Niedersachsen strenge Corona-Regeln, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) setzt bei der Kontrolle der Corona-Regeln offenbar auch auf Mithilfe aus der Bevölkerung. Er hat dazu aufgerufen, Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen an die Behörden zu melden und ruft damit zum Denunzieren von Mitbürgern auf.

Corona in Niedersachsen: Lockdown „Light“ beginnt

Erstmeldung vom Montag, 02.11.2020, 15.40 Uhr: In Niedersachsen beginnt die erste Woche im Corona-Lockdown „Light“. Ab Montag, 02.11.2020, müssen viele Betriebe und Dienstleistungen schließen und auch im privaten Bereich gelten verschärfte Kontaktbeschränkungen. Für diese Maßnahmen gibt es Lob von der Ärztekammer. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga sieht dagegen wegen der Corona-Pandemie und den Eindämmungsmaßnahmen die Tourismusbranche in Niedersachsen in großer Gefahr.

Am ersten Tag des Lockdowns bestätigen die Behörden im Vergleich zum Vormonat praktisch unverändert stark steigende Zahlen. Ein weiterer Corona-Patient ist gestorben. Die 7-Tage Inzidenz für ganz Niedersachsen liegt bei 95,7.

Nachgewiesene Corona-Infektionen (02.11.2020)38.714 (+830)
Geschätzte genese Personen24.791 (+246)
Verstorbene Personen 762 (+1)
7-Tage-Inzidenz95,2
Quelle: Land Niedersachsen

Corona in Niedersachsen: Ärztekammer unterstützt Lockdown

„Alles was wir jetzt tun können, müssen wir auch machen. Denn nicht nur die Zahl der Leichtkranken ist angestiegen, sondern auch die der Schwerkranken“, sagt Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer in Niedersachsen. Für sie ist der Lockdown der richtige Schritt.

Sie fordert jedoch, die Gesundheitsämter personell besser auszustatten. Dann könnten Kontaktpersonen von Infizierten besser rückverfolgt werden. Für Arztpraxen seien derweil Corona-Tests eine Herausforderung. Denn im Herbst gebe es viele Grippe-Patienten.

Die umstrittene Maskenpflicht für Schulen in Hotspots hält Wenker nicht für problematisch. „In den Krankenhäusern tragen Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegefachkräfte im OP auch einen Mund-Nasen-Schutz und erbringen jeden Tag Höchstleistungen.“ Über die Auswirkungen des Lockdowns will Wenker nicht spekulieren. „Wir haben im Moment kein Patentrezept. Deshalb ist alles, was hilft die Kontakte zu verringern, essenziell“, sagte Wenker.

Corona in Niedersachsen: „Es sind die Mitarbeiter, die jetzt weinen“

Fatale Folgen habe die Corona-Krise für den Tourismus in Niedersachsen, glaubt Renate Mitulla, Geschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Niedersachsen. Bis zu 7000 niedersächsische Betriebe werden aufgrund der Corona-Maßnahmen in nächster Zeit Pleite gehen, schätzt der Verband. „Der größte Teil davon sind Landgasthöfe und getränkeorientierte Betriebe wie Diskotheken und Bars“, so Mitulla. 

In Niedersachsen beginnt der Corona-Lockdown. Gastronomien sind geschlossen. (Symbolbild)

Das wäre für das Bundesland eine Katastrophe, sagt die Geschäftsführerin. „Wenn die Landgastronomie wegfällt, bricht auch die touristische Infrastruktur zusammen.“ 

Den Landgasthöfen fehle in der Corona-Krise vor allem Planungssicherheit, erläutert Hartmut Meyer. Der Unternehmensberater berät für die Dehoga Gastronomen in der Krise. Er unterstützt zuletzt 35 Landgasthöfe. Drei davon seien bereits in die Insolvenz gegangen. Vier weitere Betreiber würden über eine Schließung nachdenken, sagt Meyer. Meyer erinnert daran, dass die Landgasthöfe wichtige Arbeitgeber seien. „Es sind die Mitarbeiter, die jetzt weinen, weil sie schon wieder in Kurzarbeit geschickt werden.“

Corona in Niedersachsen: Das gilt ab November

Ab Montag, 02.11.20220 gelten in Niedersachsen verschärfte Corona-Regeln. Für einen Monat sind im Lockdown Restaurants, Gaststätten und Kneipen für Gäste geschlossen. Gastronomien dürfen Speisen nur noch außer Haus verkaufen oder liefern. Auch kulturelle Einrichtungen wie Theater, Opern und Konzerthäuser bleiben dicht. Das Gleiche gilt für Dienstleistungsunternehmen in den Bereichen Freizeit, Sport oder Körperpflege, zum Beispiel Fitnesstudios, Massagestudios oder Tattoo-Studios - Friseurgeschäfte dürfen geöffnet bleiben.

In bestimmten Bereichen der Öffentlichkeit gilt eine Maskenpflicht. Private Zusammenkünfte und Feiern sind sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der privaten Wohnung und sogar im eigenen Garten auf maximal 10 Personen aus zwei Hausständen begrenzt. Ausnahmen gelten nur für Kinder bis 12 Jahre. In Corona-Hotspots müssen Kinder auch in Schulen gilt eine Maske tragen. (Philipp Zettler) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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