Pressekonferenz

Corona in Niedersachsen: Neue Impfstrategie - Lockdown-Verlängerung „unausweichlich“

Heiger Scholz, Leiter des niedersächsischen Corona-Krisenstabes
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Leiter des Corona-Krisenstabs in Niedersachsen: Heiger Scholz. 

Der Krisenstab Niedersachsen informiert über die aktuelle Corona-Lage. Auch zur neuen Impfstrategie des Landes wird Stellung bezogen.

  • In Niedersachsen informiert der Corona*-Krisenstab über die aktuelle Lage.
  • Auch über die neue Impfstrategie wurde informiert.
  • Nach der morgigen Bund-Länder-Konferenz sei man schlauer.

Update vom Dienstag, 09.02.2021, 14.20 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Der niedersächsische Corona-Krisenstab hat die geänderte Impfstrategie des Landes vorgestellt: Da man den Eindruck habe, dass die Impfstoff-Lieferungen jetzt verlässlicher ankommen, werden künftiger weniger Dosen zurückgestellt. Statt der Hälfte der Dosen soll von Biontech/Pfizer nur noch ein Drittel zurückgestellt werden. Von AstraZeneca seien so große Mengen angemeldet worden, dass man davon gar nichts zurückstellen müsse.
  • Für Menschen, die nicht zu höher priorisierten Impfgruppen gehören, können Sonderregelung getroffen werden. Es könne sich aber nicht jeder „einfach hochpriorisieren“ lassen.
  • Wegen des heftigen Schneefalls wurden Impfstoffe in Niedersachsen weder gestern noch heute geliefert. Laut dem Krisenstab wollte man den Corona-Impfstoff nicht unnötig gefährden. Da das Wetter nicht andauern soll, habe man auch nicht in Erwägung gezogen, die Dosen mithilfe der Bundeswehr zu transportieren.
  • Wer sich aufgrund des Wetters nicht impfen lassen konnte, soll sich an das zuständige Gesundheitsamt oder Impfzentrum wenden.
  • Personen, die sich heimlich Impfstoff beschaffen oder versuchen, sich anderweitig vorzudrängen, müssen künftig mit Strafen rechnen. So hoffe man derzeit, dass die „öffentliche Missbilligung“ solcher „unsolidarischer“ Taten genug sei, um weitere Menschen davon abzuhalten, allerdings schließe man nicht aus, auch einen Bußgeldkatalog einzuführen.
  • Derweil wird betont, dass Ministerpräsident Weil eine Verlängerung des Lockdowns für „unausweichlich“ hält. Man müsse aber die Resultate der morgigen Bund-Länder-Konferenz abwarten. Dann soll auch der in Niedersachsen entwickelte Stufenplan besprochen werden, der als Vorlage für eine bundesweite Lösung dienen könnte.

Corona in Niedersachsen: Der Live-Ticker zur Krisenstab-Pressekonferenz ist beendet

+++ 13.52 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

+++ 13.50 Uhr: Der Stufenplan aus Niedersachsen sei vom Bund bereits zur Kenntnis genommen worden, allerdings gäbe es auch Vorschläge aus anderen Bundesländern. Man sei offen für Kompromisse und müsse gemeinsam daran arbeiten, eine bundesweite Lösung zu finden.

+++ 13.48 Uhr: Wie hoch ist die Gefahr einer dritten Corona-Welle im Herbst 2021? Das hänge ganz davon ab, ob und welche Mutationen noch auf uns zukommen sollten und wie dominiert diese seien. Auch käme es auf die Wirkung der verschiedenen Impfstoffe an. Prävention sei hier ein wichtiges Mittel, um das „Einschleppen“ verschiedener Coronavirus-Varianten zu verhindern.

Live PK zu Corona in Niedersachsen: Inzidenzwert unter 50 sei kein verlässliches Zeichen

+++ 13.46 Uhr: Es wird betont, dass Ministerpräsident sich „keine Verlängerung des Lockdowns wünscht“, sondern für „unausweichlich“ hält. Man müsse die morgige Bund-Länder-Konferenz abwarten, erst dann sei man schlauer.

+++ 13.40 Uhr: Die schnelle Ausbreitung der Covid-19-Mutationen bereitet auch dem Ministerpräsident Sorgen. Lockerungen würde Stephan Weil (SPD) demnach ausschließen. Ein Inzidenzwert von unter 50 sei aufgrund der Mutationen kein verlässlicher Wert mehr, wie er es etwa letzten Sommer war.

+++ 13.35 Uhr: Laut Heiger Scholz sei die britische Corona-Variante in Niedersachsen bereits stark vertreten: Etwa 16 Prozent der aktuellen infizierten Personen sollen sich mit der Variante B.1.1.7 angesteckt haben. Es gäbe hier „offensichtlich eine steigende Tendenz“. Hinweise darauf, dass die Mutation in Niedersachsen besonders stark vertreten sei, gäbe es aber nicht.

PK von Corona-Krisenstab: Biontech/Pfizer verspricht mehr Lieferungen für Niedersachsen

+++ 13.30 Uhr: Drohen Konsequenzen, wenn man sich Impfstoff beschafft oder bei einer Impfung auf irgendeine Art und Weise „vordrängelt“? Möglich sei für solche Fälle ein Bußgeldkatalog, allerdings hofft man darauf, dass die „öffentliche Missbilligung“ solcher „unsolidarischer“ Taten genug sei, um weitere Menschen davon abzuhalten.

+++ 13.23 Uhr: Die neue Impf-Strategie soll dazu führen, dass Niedersachsen bei den Corona-Impfungen abholt. Es ginge dabei aber „nicht um irgendeinen Wettbewerb zwischen Bundesländern“. Dies sei möglich, weil die Zusagen insbesondere von Biontech/Pfizer eine verlässlichere Lieferung mit Impfstoff versprächen, so Scholz. Von Astrazeneca hingegen sei so viel Impfstoff zu erwarten, dass eine Rückstellung überhaupt nicht notwendig sei.

+++ 13.14 Uhr: Auf die Frage wie es sein könne, dass Impfstoffe nicht geliefert worden, entgegnet Scholz, dass man kein Risiko eingehen wollte und die Lieferungen daher ausgesetzt worden sind. Scholz Stellvertreterin Claudia Schröder bestätigt dies und erklärt, dass selbst die Bundeswehr keine Möglichkeit gehabt hätte, etwa einen Autobahnstau zu bewältigen. Im Falle eines längeren Lieferstopps, hätte man über Lieferungen mit Flugzeugen nachdenken müssen. Da das Wetter jedoch nicht allzu lang anhalten soll, sei dies nicht nötig.

Live PK zu Corona in Niedersachsen: Schneefall sorgt für Lieferverzögerungen

+++ 13.08 Uhr: Aufgrund des heftigen Schneefalls kommt es zu Verzögerungen bei den Lieferungen der Impfstoffe. Man rechnet allerdings damit, dass es morgen mit den Lieferungen weitergeht. Wer gestern oder heute hätte geimpft werden müssen, soll sich an die Impfzentren und Gesundheitsämter wenden.

+++ 13.06 Uhr: Wenn Menschen nicht in den Impf-Prioritäten auftauchen, können künftig Einzelregelungen getroffen werden. Scholz warnt jedoch, dass nicht jeder sich „jetzt einfach hochpriorisieren “ lassen kann.

+++ 13.04 Uhr: Heiger Scholz, Leiter des niedersächsischen Corona-Krisenstabes, spricht von teilweise rapide sinkenden Inzidenzwerten. In den Krankenhäusern entspannt sich die Lage in den letzten Wochen jedoch eher weniger. Zwar können leichte bis mittelschwere Covid-19-Verläufe gut behandelt werden, allerdings haben die Krankenhäuser noch immer mit schweren Erkrankungsverläufe zu kämpfen.

+++ 13 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt.

Live: Corona in Niedersachsen - Krisenstab informiert über Pandemie-Lage

Erstmeldung vom Dienstag, 09.02.2021, 12:53 Uhr: Göttingen - Der Corona-Krisenstab des Landes Niedersachsen wird heute über das Infektionsgeschehen und über die Impfungen informieren.  Zudem wurden wegen des Wetters Transporte zu den Impfzentren abgesagt. Die Pressekonferenz soll um 13 Uhr beginnen.

Laut dem NDR wird sich voraussichtlich der Leiter des Krisenstabs, Heiger Scholz, oder seine Stellvertreterin Claudia Schröder zu Wort melden. Da Niedersachsen mit den Erstimpfungen schneller vorankommen möchte, wurde bereits eine Änderung der Corona-Strategie angekündigt: Künftig sollen keine Impfstoffdosen mehr für die notwendige Zweitimpfungen zurückgehalten werden, da Lieferungen nun verlässlicher werden sollen, so eine Sprecherin gegenüber der Braunschweiger Zeitung. Bislang weist das Land nach Angabes Robert-Koch-Instituts (RKI) die niedrigste Quote an Erstimpfungen auf.

Niedersachsen: Corona-Krisenstab informiert vor Bund-Länder-Konferenz mit Merkel

Niedersachsen ist inzwischen auch von den Mutationen des Coronavirus betroffen. Insbesondere mit der in Großbritannien verbreiteten Variante hat das Land zu kämpfen. So infizierten sich in einem Senioren- und Pflegeheim im Landkreis Osnabrück 14 Bewohner mit dieser Variante, obwohl sie zuvor mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen Corona geimpft worden waren.

Die Pressekonferenz des niedersächsischen Krisenstabs findet einen Tag vor der morgigen Bund-Länder-Beratung statt, bei der die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen sprechen. Die große Frage ist dabei natürlich, ob der Lockdown verlängert wird - denn aktuell gilt dieser nur noch bis zum 14. Februar.

Zudem dürfte darüber diskutiert werden, wie es in den Schulen weitergeht und ob je nach Inzidenzwert lokale Lockerungen möglich sind. Für diesen Fall wurde bereits ein Corona-Stufenplan für Niedersachsen* entworfen, den Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) mit in die Bund-Länder-Konferenz nehmen möchte. (Nail Akkoyun) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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