Pandemie

Corona in Niedersachsen: Intensivbetten-Belegung überschreitet kritischen Wert - Was bedeutet das?

Die Corona-Lage in Niedersachsen spitzt sich zu. Der wichtige Indikator Intensivbetten-Belegung hat nun den ersten Schwellenwert überschritten. Was bedeutet das?

Göttingen - Die Corona-Fallzahlen in Deutschland steigen seit Tagen kontinuierlich an. Das RKI meldete am Dienstagmorgen (02.11.2021) für die Bundesrepublik eine Inzidenz von 153,7 und 10.813 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Auch in Niedersachsen geht die Tendenz der Corona-Fallzahlen nach oben.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden am Dienstag (02.11.2021) 591 Neuinfektionen in Niedersachsen verzeichnet, die Gesamtzahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen seit Beginn der Pandemie steigt somit im Bundesland auf 321.620. Die Corona-Inzidenz in Niedersachsen liegt bei 77,9 (Stand Dienstag, 02.11.2021).

In Niedersachsen hat der wichtige Corona-Indikator Intensivbetten-Belegung am Montag (02.11.2021) den Schwellenwert von 5 überschritten. (Symbolbild)

Corona in Niedersachsen: Hospitalisierungs-Inzidenz und Intensivbettenbelegung steigen

In Niedersachsen sind außerdem die Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz sowie die Quote der Intensivbettenbelegung mit Corona-Patienten deutlich angestiegen. Erst kürzlich verzeichnete Niedersachsen eine Steigung beider Werte, die zur Bewertung des Pandemie-Geschehens beitragen. Am Montag (01.11.2021) hat der wichtige Indikator Intensivbettenbelegung jedoch den Schwellenwert von 5 überschritten.

In Niedersachsen ist die Hospitalisierung seit einiger Zeit der neue Leitindikator für die Bewertung der Corona-Pandemie. Daneben spielt die Belegung der Intensivbetten in den Krankenhäusern sowie die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen eine Rolle.

Corona-Indikatoren in Niedersachsen steigen stetig

Wie das Land am Montag (01.11.2021) mitteilt, sind 5,1 Prozent der auf den Intensivstationen der Krankenhäuser zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patienten belegt. Damit hat der Indikator den Schwellenwert zur Warnstufe 1 erreicht. Auch der Indikator Hospitalisierung ist in Niedersachsen nach Angaben des Landes in den vergangenen Tagen stetig angestiegen und liegt am Dienstag (02.11.2021) bei 3,9. Hier wird der Schwellenwert zur Warnstufe 1 jedoch erst erreicht, wenn die Zahl auf sechs Prozent ansteigt.

Corona in Niedersachsen: Erste Warnstufe noch nicht erreicht

Auswirkungen hat das Überschreiten des Grenzwertes des Indikators Intensivbettenbelegung in Niedersachsen bislang allerdings nicht, da bisher erst ein Indikator einen Schwellenwert erreicht hat. Der Indikator der Hospitalisierung liegt in Niedersachsen noch unter dem kritischen Wert von 6. Überschreitet der Wert an fünf aufeinander folgenden Tagen den Wert 6 und liegt zugleich entweder der Indikator der Intensivbettenbelegung in Niedersachsen bei über fünf oder die Sieben-Tage-Inzidenz über 35, wird die erste Warnstufe erreicht. Dann können die Behörden Einschränkungen im öffentlichen Leben veranlassen und die Corona-Maßnahmen verschärfen.

TagIntensivbettenbelegung | Hospitalisierung
Dienstag (02.11.2021)5,0 | 3,9
Montag (01.11.2021)5,1 | 3,9
Sonntag (31.10.2021)5,0 | 3,8
Samstag (30.10.2021)4,7 | 3,6
Freitag (29.10.2021)4,6 | 3,3
Donnerstag (28.10.2021)4,3 | 3,0
Mittwoch (27.10.2021)4,2 | 2,7
Dienstag (26.10.2021)4,1 | 2,6

Auch die Anzahl der Corona-Patienten auf der Intensivstation der Uni-Klinik Göttingen steigt. Die meisten der Schwerkranken sind Ungeimpfte. (Helena Gries)

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

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