Pandemie

Diese Corona-Lockerungen plant Niedersachsen für Schulen und Kitas

Auch Selbsttests gehören zum Corona-Stufenplan für die Öffnung der Schulen in Niedersachsen. (Symbolbild)
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Auch Selbsttests gehören zum Corona-Stufenplan für die Öffnung der Schulen in Niedersachsen. (Symbolbild)

Kultusminister Tonne stellt einen 3-Stufen-Plan für die Öffnung der Schulen und Kitas in Niedersachsen vor.

Göttingen – Nach einem langen Corona-Lockdown hat Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) nun Lockerungen für die Kitas und Schulen im Land angekündigt. Unter der Bedingung, dass die Inzidenzwerte weiter niedrig bleiben, tritt ab dem 31. Mai ein neuer Stufenplan mit drei Szenarien in Kraft.

„Es zeichnet sich ab, dass wir eine stabile Lage in vielen Landkreisen und Städten erreichen und erfreulicherweise auch halten können“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Freitag (21.05.2021) während der Landespressekonferenz in Hannover. Wegen der positiven Entwicklung der Corona-Inzidenzen im Land seien nun auch mehr Präsenzangebote in Schulen und Kitas möglich.

„Wenn sich der Trend fortsetzt, gibt es eine wirklich gute Perspektive, dass viele Schülerinnen und Schüler wieder im gesamten Klassenverband zusammen lernen können“, ergänzt Tonne. Laut dem neuen Stufenplan soll, wo die Inzidenz eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt dauerhaft unter 50 liegt, ab dem 31. Mai wieder Präsenzunterricht für alle Schüler geben.

Corona-Stufenplan für Öffnung der Schulen in Niedersachsen:

  • Präsenzunterricht (Szenario A) bei Sieben-Tage-Inzidenz unter 50
  • Wechselunterricht (Szenario B) bei Sieben-Tage-Inzidenz 50 bis 165
  • Distanzlernen (Szenario C) bei Sieben-Tage-Inzidenz über 165
  • (Entscheidend ist jeweils die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt.)

Corona in Niedersachsen: Sicherheitsmaßnahmen in Schulen bleiben weiter bestehen

Unabhängig von der Inzidenz bleiben laut Tonne weitere Sicherheitsmaßnahmen bestehen. Auch zukünftig sollen sich alle Schüler sowie Lehrkräfte und weiteres Schulpersonal zweimal pro Woche selbst auf Corona testen. Ausnahmen davon gebe es lediglich für nachweislich Genesene und vollständig Geimpfte.

Neben der Testpflicht bleibt auch die Maskenpflicht an den Schulen bestehen. Sie gilt überall dort, wo sich Schülerinnen und Schüler außerhalb ihrer Klasse bewegen und nicht dauerhaft Abstand zu anderen Mitschülern halten können. Ab einer Inzidenz von 35 besteht Maskenpflicht an den weiterführenden Schulen auch im Unterricht am Sitzplatz, ausgenommen davon sind lediglich die Jahrgänge 1 bis 4 an Grund- und Förderschulen.

Schüler ab 12 Jahren können sich in Niedersachsen bald gegen das Coronavirus impfen lassen. „Wer möchte, kann sich impfen lassen und wir organisieren einen Rahmen“, so Tonne. Wenn möglich, werde dies noch vor den Sommerferien geschehen. Voraussetzung dafür sei allerdings eine Zulassung von Impfstoffen für diese Altersgruppe und dass der Bund die entsprechenden Impfstoffmengen liefere.

Corona-Stufenplan für Öffnung der Kitas in Niedersachsen:

  • Regelbetrieb unter Beachtung von Hygieneanforderungen (Szenario A) bei Sieben-Tage-Inzidenz unter 50
  • Eingeschränkter Regelbetrieb ohne Durchmischung der Gruppen (Szenario B) bei Sieben-Tage-Inzidenz 50 bis 165
  • Notbetreuung für maximal die Hälfte der Kinder aus einer Gruppe (Szenario C) bei Sieben-Tage-Inzidenz über 165

Corona in Niedersachsen: Schulen und Kitas haben Vorlauf für Wechsel der Stufen

Eine Schule oder Kita kann erst vom Szenario B in das Szenario A wechseln, wenn in dem jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner fünf Werktage in Folge unter 50 liegt. Kitas und Schulen dürfen dann ab dem übernächsten Tag wieder vollständig öffnen.

Damit die jeweiligen Schulen und Kitas sich auf den Regelbetrieb vorbereiten können, kündigt der Kultusminister eine Vorlaufzeit an. Demnach soll die konkrete Umsetzung in der folgenden Kalenderwoche erfolgen. Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Werktagen den jeweils maßgeblichen Inzidenzwert überschreitet, dann wechseln Schulen und Kitas ab dem übernächsten Tag in das Szenario B oder in das Szenario C. (Luisa Ebbrecht)

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