Live-Übertragung in Schulen

„Daumen hoch“ für die Vampir-Geschichte des Jungen Theaters

Der kleine Vampir: Schauspielerin Agnes Giese kommt mit dem neuen Stück des Jungen Theaters per Livestream in die Klassenzimmer.
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Der kleine Vampir: Schauspielerin Agnes Giese kommt mit dem neuen Stück des Jungen Theaters per Livestream in die Klassenzimmer.

Mit der szenischen Lesung „Der kleine Vampir“ nach Angela Sommer-Bodenburg hat das Junge Theater (JT) in Göttingen mit zwei Grundschulklassen Premiere im virtuellen Klassenzimmer gefeiert.

Göttingen – Agnes Giese agierte mit Herzblut. Wie Applaus erschienen am Schluss im Chat viele begeisterte Kommentare.

Leicht unorganisiert scheint Agnes Giese beim Auftritt im schwarzen Kleid mit goldenem Girlandenmuster (Kostüm: Susanne Ruppert). Es sieht aus, als wolle sie nur schnell nachsehen, ob für die Vorstellung alles da ist. Flüchtig streicht sie über das Katzenskelett, dann bemerkt sie es erst: „Ihr könnt mich ja schon sehen.“ Schnell hat sie ihr dickes braunes Buch zur Hand, gibt letzte Tipps für die Online-Vorführung und rät den Zuhörern, es sich bequem zu machen.

Dann beginnt die Geschichte von einer ungewöhnlichen Freundschaft. Antons Eltern sind am Samstagabend aus, da flattert Rüdiger ins Fenster. Als Giese für diesen die Zähne bleckt, ist Anton klar, woran er ist: Der Dracula-Fan weiß, wie Vampirzähne aussehen.

Im Gespräch kommen sich die Jungen näher. Meisterhaft gelingt es Giese, nur durch einen kleinen Ruck im Körper oder eine Drehung mit dem Kopf von einer Rolle in die andere zu schlüpfen. Schnell zieht sie die Zuhörer in ihren Bann. Hier spielt sie den etwas zögerlichen Anton, dort den frechen Rüdiger, der Anton einen Vampirumhang mitbringt, damit sie zusammen auf Tour gehen können. Das Spinnenweben-Muster auf Gieses Strümpfen bringt einen Gruß aus der Vampirgruft. Mit blaugesträhnter blonder Mähne wird die Schauspielerin zur Vampir-Tante, die den Geruch von Menschen zum Fressen gern hat.

Vor der muss sich Anton im Sarg verstecken. Ein schwarzes Tuch vor der Kamera zeigt den Zuschauern an, dass der Sargdeckel zu ist. So wie Anton im Sarg können sie nichts mehr sehen. Wenn er den Deckel anhebt, hebt sich das Tuch: Ein wenig können sie mit Anton nun doch sehen.

Mit kleinen, aber effektiven Mitteln haben Theaterpädagogin Kathrin Müller-Grüß, die die Geschichte für das Theater umgeschrieben hat, und Roman Kupisch die Probebühne für die Inszenierung eingerichtet. Ein brauner Ledersessel vor einer Wand wie aus Spinnenweben ist der passende Stammplatz für Agnes Giese. Folgt Anton seinem neuen Freund nach unten in die Gruft, gleitet Giese vor der Kamera nach unten. Sogar das Fliegen kann sie vor der Kamera „erlernen“.

Zwar blieb in der Vorstellung über ein für Schulen übliches Videokonferenzsystem hin und wieder mal der Ton weg, auch die Bildübertragung war mäßig. Doch gab es viele „Daumen hoch“ für das Vampirstück für Kinder im Grundschulalter. Weitere Infos gibt es hier. (Ute Lawrenz

Anmeldung und Kontakt: Junges Theater Göttingen, Tel. 0551/49501-63, E-Mail: jugend@junges-theater.de

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