Verfahren eingeleitet

Demo: Göttinger Polizei verhindert Konfrontation zwischen Linken und Rechten

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Aktionstag "Welcome2Stay" in Göttingen: Die Polizei musste eine direkte Konfrontation zwischen links orientierten Demonstranten und sechs Mitgliedern des als rechtsextrem geltenden Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen verhindern.

Göttingen.  Am Rand eines Aktionstages des Netzwerks "Welcome2Stay" am Samstag in Göttingen zeigten sich sechs Mitglieder des als rechtsextrem geltenden Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen (FKTN).

Die Polizei musste eine direkte Konfrontation zwischen links orientieren Demonstranten und den Mitgliedern des Freundeskreises vor dem Alten Rathaus verhindern. Die Mitglieder des rechten Freundeskreises hatten sich in einer Bäckerei mit Café aufgehalten. Sie waren vor die Bäckerei getreten und hatten die Demonstration des Netzwerks fotografiert und gefilmt, berichtete ein Augenzeuge.

Linke Demonstranten fühlten sich offenbar provoziert. Einige, die Polizei spricht von etwa 25 Personen, seien dann auf die Bäckerei zugestürmt. Dabei, so ein Zeuge, hätten sie „Nazis raus“ skandiert, drangen aber nicht in die Bäckerei ein. Vor dem Geschäft hatten sich Polizisten aufgebaut. Allerdings seien einige Tische sowie ein Verkaufsstand umgeworfen worden. Außerdem wurden die Beamten vor der Bäckerei geschubst, geschlagen und mit Gegenständen beworfen.

Die Polizei riegelte die Bäckerei dann mit Polizeifahrzeugen ab und brachte die sechs Mitglieder des Freundeskreises schließlich aus der Stadt. Gegen sie waren Platzverweise für Göttinger Innenstadt ausgesprochen worden.

Parallel dazu wurden von der Einsatzleitung Unterstützungskräfte aus dem benachbarten Hessen, der Polizeiinspektion Northeim und der Bereitschaftspolizei nach Göttingen beordert.

Nach Darstellung von Polizeisprecherin Jasmin Kaatz wurde niemand verletzt. Die Beamten leiteten Verfahren wegen Landfriedensbruch, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung ein.

Mahnwache am Sonntag am Bahnhof

Mahnwache des rechten Freundeskreises FKTN am Sonntag am Göttinger Bahnhof: Polizisten stellten sich zwischen die Mitglieder des FKTN und Gegendemonstranten aus der linken Szene. Es kam zu keinen Zwischenfällen.

Am Sonntag gab es gegen 18 Uhr eine weitere Mahnwache des Freundeskreises am Göttinger Bahnhof. Die fünf Mitglieder wurden von etwa 100 Demonstranten der linken Szene mit den Worten "Nazis raus" empfangen. Etwa 50 Polizeibeamte stellten sich zwischen die beiden Gruppen. Es kam zu keinen Zwischenfällen. Die Aktion endete kurz vor 19 Uhr.

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