Landgericht Göttingen

Désirée Nick verliert wieder Rechtsstreit gegen Heinrich Prinz von Hannover

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Désirée Nick

Göttingen. Erst liebten sich, dann zofften sie sich: Das konfliktreiche Verhältnis zwischen Désirée Nick und Heinrich Prinz von Hannover hat wieder das Landgericht Göttingen beschäftigt.

Vor Gericht hat sich das einstige Paar, das einen 1996 geborenen gemeinsamen Sohn hat, der bei der Mutter lebt, zum wiederholten Mal gestritten. Diesmal wollte die scharfzüngige Kabarettistin eine „strafbewehrte Unterlassungsverfügung“ gegen den jüngsten Bruder von Welfenchef Ernst August von Hannover erwirken.

Diesmal hat Entertainerin Désirée Nick eine Schlappe erlitten. Dem 54-jährigen Göttinger Verleger sollte die Wiederholung einer Äußerung untersagt werden, die er in einem früheren Zivilverfahren gemacht haben soll. Doch die 58-Jährige verlor: Das Gericht habe ihre Klage aus rechtlichen Gründen abgewiesen, teilte ein Sprecher mit. Die Äußerung soll vor zwei Jahren während einer turbulenten Gerichtsverhandlung im März 2013 über einen Honorarstreit gefallen sein. Heinrich von Hannover soll der Entertainerin Nick damals unterstellt haben, eine sexuelle Beziehung mit einem der damaligen Veranstalter gehabt zu haben.

Diese Äußerung wollte sie ihm nun unter Androhung eines Ordnungsgeldes untersagen lassen. Das Landgericht Göttingen wies indes auch diese Klage ab. Eine Begründung: In Gerichtsverfahren dürften Parteien auch überspitzte Äußerungen vortragen.

Désirée Nick wollte damals von dem 54-Jährigen eine Honorarforderung von mehr als 21.000 Euro einklagen, weil sie bei mehreren Veranstaltungen ein Buch aus dessen Verlag („Der Kaiser und ich“) präsentiert hatte. Der Verlagsgeschäftsführer Heinrich von Hannover aber wollte nicht zahlen, weil es weder einen Auftrag und noch eine Vereinbarung über diese Lesungen gegeben habe. Die Vorsitzende Richterin hatte damals darauf hingewiesen, dass die beiden Kontrahenten zum Zeitpunkt der Lesungen ein Verhältnis miteinander gehabt hätten.

Die Entertainerin habe ihre Honorarforderung jedoch erst geltend gemacht, als ihre Beziehung zu dem seit 1999 mit einer Forstwirtin verheirateten Heinrich Prinz von Hannover bereits seit längerem wieder beendet gewesen sei. Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass kein Entgelt vorgesehen gewesen sei. Da es keine schriftliche Honorarvereinbarung gab, hatte das Landgericht die Klage abgewiesen.

Zur Person Heinrich von Hannover:

Heinrich Prinz von Hannover.

Der 54-Jährige ist der Gründer und Inhaber des Göttinger MatrixMedia Verlages, dessen Publikationen einen allgemein historischen und speziell niedersächsisch-landesgeschichtliche Schwerpunkt haben. Heinrich Julius ist das jüngste Kind von Ernst August Prinz von Hannover (1914–1987), dem und dessen erster Frau Ortrud Prinzessin zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1925–1980). Er hat vier Geschwister, darunter, Prinz Ernst August von Hannover, der Mann vor Caroline von Monaco, dessen Lebensstil Heinrich sogar öffentlich in einer Talkshow kritisierte. Heinrich von Hannover ist seit 1999 mit der Forstwirtin Thyra Sixtina Donata von Westernhagen verheiratet, das Paar hat drei Kinder.

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