Deutscher Design-Award: Drei Preise gingen nach Südniedersachsen

Erneut preiswürdig: Die „Roten Häuser“ im Alfred-Delp-Weg auf den Zietenterrassen der Städtische Wohnungsbau GmbH wurden wieder ausgezeichnet. Architekt Sergio Pascolo erhielt den Deutscher Design Award 2017. Foto: Kopietz

Göttingen/Duderstadt/Frankfurt. Göttingen und die Region war bei der diesjährigen Verleihung des German Design Award 2017 in Frankfurt mehrfach vertreten.

Ausgezeichnet wurden in der Kategorie „Integrative Housing“, die von dem venezianischen Architekten Sergio Pascolo für die Städtische Wohnungbau GmbH entworfenen „Roten Häuser“ (Sozialer Wohnungsbau) am Alfred-Delp-Weg auf den Zietenterrassen. Für dieses Projekt ist es bereits die zweite große Auszeichnung, denn Pascolo erhielt schon den "Architekturpreis Wohnen 2009". Darüberhinaus wurden die Häuser schon in bedeutenden Architekturfachzeitschriften gewürdigt.

Die Jury des Design Awards lobte: „Die Rote Reihe verbindet Urbanität am Stadtrand mit kostengünstigem Bau, sozialer Inklusion und Niedrigenergiebedarf. Der skulpturale Stadtbaukörper mit seinen vitalen Begegnungsorten schafft neue Lebensräume und trägt zur Identifikation der Bewohner mit dem neuen Quartier bei. Das Ensemble aus 100 Sozialwohnungen präsentiert sich von der Straßenseite aus als Kette siena-roter Giebelhäuser, die sich nach hinten durch große Fensterfronten und Loggien ins Grüne und in die weite Landschaft öffnen.“

Pascolo nahm den Preis am Freitag in Frankfurt entgegen und traf dort auf weitere Göttinger, wie die Verantwortlichen des Deutschen Theaters (DT). Intendant Erich Sidler und Öffentlichkeitsarbeitschefin Inge Mathes nahmen mit Lena Gruschka und Johannes Kramer einen Award entgegen. Dabei geht es um das Corparate Design, den einheitlichen Auftritt des DT in der Werbung und Präsentation. Die Spielzeitbroschüren würden Spielzeitzeitraum „typografisch klar verständlich darstellen“. „Die farbenfrohe, plakative und zum Teil auch illustrative Gestaltung sorgt für viel Aufmersamkeit und unterstreicht die Programminhalte“, schreibt die Jury.

Dritter Gewinner aus Südniedersachsen ist Ottobock. In der Kategorie „Excellent Product Design Medical“ gewannen die Duderstädter mit der Rückenorthese „Dyneva“. Sie wurde entwickelt, um den Bewegungsschmerz von Patienten mit lumbaler Spinalstenose oder Facettensyndrom zu lindern. Patienten können mit der Orthese wieder länger Strecken gehen und somit aktiver am Leben teilnehmen. Sie verbindet Aussehen, Tragekomfort und Zweckdienlichkeit. Und es gab noch mehr Preise für Ottobock-Produkte, nämlich der Prothesenfuß 1C10 Terion und das Prothesenkniegelenk 3R62 Pheon. (tko)

Von Thomas Kopietz

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