Einsatzleiter hofft auf friedlichen Protest

Pro Deutschland: Polizei vor Großeinsatz am Wochenende

Thomas Rath
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Thomas Rath

Göttinger. Die Göttinger Polizei bereitet sich mit Blick auf die Kundgebungen der „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ am Samstag, 24. August, auf einen größeren Einsatz vor.

Die Bürgerbewegung plant unter dem Motto „Zuwanderung stoppen – Islamisierung stoppen“ ab 9.30 Uhr in der Nähe zweier Göttinger Moscheen und des „Roten Zentrums“ in der Innenstadt drei Aktionen.

Zur Verhinderung der Wahlkampfveranstaltungen der in der Öffentlichkeit als rechtsextrem eingestuften, aber zur Bundestagswahl zugelassenen Partei ruft aktuell das Göttinger „Bündnis gegen Rechts“ auf, berichtet die Polizei. Das aus verschiedenen bürgerlichen Organisationen und diversen Gruppierungen der linken Szene bestehende Bündnis will am Samstag „mit mehreren Kundgebungen und zwei Aufzügen“ in der Nähe von „Pro Deutschland“ demonstrieren.

Verkehrsbehinderungen

Derzeit geht die Polizei davon aus, dass es am Samstag ab dem Vormittag rund um die Kundgebungsorte an der Güterbahnhofstraße, der Albrecht-von-Haller-Straße und im Bereich des Albaniplatzes sowie auf den Verbindungsstraßen zu Verkehrsbehinderungen kommen wird. Die Polizei will sich bemühen, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und Absperrmaßnahmen flexibel zu gestalten.

Auf die Einsatzkräfte der Polizei komme wie bei allen „Rechts-Links-Auseinandersetzungen“ eine schwierige Aufgabe zu, heißt es weiter. Ihre primäre Aufgabe wird es sein, den ordnungsgemäßen und störungsfreien Verlauf sowohl der Wahlkampfveranstaltungen der „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ als auch der Gegendemonstration des „Bündnisses gegen Rechts“ zu gewährleisten, kündigt die Polizei an. Dabei wollen die Polizeibeamten ein Aufeinandertreffen beider Gruppen, Blockaden oder andere Eskalationen zu verhindern.

Aber auch zur konsequenten Strafverfolgung gegenüber allen Uneinsichtigen sei die Polizei verpflichtet und bereit – und zwar unabhängig von der politischen Gesinnung, heißt es in der Mitteilung. Dazu werden mehrere hundert Beamte in Göttingen im Einsatz und im Stadtgebiet präsent sein.

Polizei-Gesamteinsatzleiter Thomas Rath hofft auf einen friedlichen Protest, damit ein Einschreiten der Beamten gar nicht erst erforderlich wird. „Dabei ist es meine große Hoffnung, dass auch alle Versammlungsteilnehmer die Rechte der anderen akzeptieren und auf Blockadeaktionen, die als Straftat zu verfolgen wären, verzichten. Nur so funktioniert Demokratie!“, sagt der Inspektionsleiter. (bsc)

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