Nachrückerin

Die Göttingerin Marie Kollenrott von den Grünen rückt in den niedersächsischen Landtag nach

Marie Kollenrott rückt in den Landtag nach. Sie vertritt die große Region Südniedersachsen.
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Marie Kollenrott rückt in den Landtag nach. Sie vertritt die große Region Südniedersachsen.

Weil Grüne Landtagsabgeordnete aus Niedersachsen in den Bundestag wechseln, wird Platz frei für neue Gesichter im Landtag. Eines Gesicht ist Marie Kollenrott aus Göttingen.

Hannover/Göttingen – Mit dem Einzug von niedersächsischen Grünen – so auch Stefan Wenzel aus Göttingen – über die Landesliste in den Deutschen Bundestag war klar: Nachrücker können die Plätze in der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen einnehmen.

Den Raum Südniedersachsen vertritt dort bald die Göttingerin Marie Kollenrott. Sie kommt zum Zuge, weil zwei vor ihr platzierte Grüne das Mandat nicht angenommen haben.

Kollenrott kandidierte kürzlich noch für den Posten des Landrates und holte dabei ein mehr als respektables Ergebnis. Nun wird sie ab Mittwoch, 13. Oktober, in den Landtag einziehen.

„Ich freue mich wirklich sehr darüber“, sagte Kollenrott gegenüber unserer Zeitung. „Ich hatte die Landesliste als dort Platzierte natürlich immer im Blick und ernsthaftes Interesse auf Landesebene zu arbeiten.“

Im Landtag wird sie bis zum Ende der Legislaturperiode – die nächste Landtagswahl findet am 9. Oktober 2022 statt – für die Grünen-Fraktion die Themen Recht und Verfassung, Verfassungsschutz, Polizei und Sportpolitik bearbeiten.

Und das sind Themen, die Kollenrott nicht nur „hoch interessant“ findet, sondern für die sich auch vorbereitet sieht, durch ihr Studium der Rechtswissenschaften und Politik sowie die inhaltliche politische Arbeit vor Ort. So will sie auch die Kommunikation mit der Göttinger Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten intensiv halten.

Marie Kollenrott ist zwar formal nicht die direkte Nachfolgerin für Stefan Wenzel, aber in der Vertretung der Region tritt sie in die Fußstapfen des ehemaligen Umweltministers. „Ich sehe mich als Vertreterin in der Verantwortung für die Region Südniedersachsen, also für Göttingen, den Landkreis Göttingen sowie den Raum Einbeck, Northeim, Salzgitter und Wolfenbüttel und als Brückenbauerin in diesem großen Gebiet.“

Vorbereitet ist das neue Mitglied des Landtags auch darauf, nach dem gerade absolvierten Landratswahlkampf bald in den nächsten zu ziehen. „Es geht nahtlos weiter.“

Der Kreisvorstand der Grünen gratuliert „Marie herzlich, und wir wünschen ihr viel Erfolg für ihre neuen Aufgaben“. Auch freue man sich sehr, dass Göttingen als „grüne Hochburg weiterhin in der Landtagsfraktion vertreten sein wird“.

Man sehe das starke Ergebnis bei den Kommunalwahlen als Auftrag an, in der Landespolitik für die grünen Themen und die Region Südniedersachsen zu streiten, sagt Schneider, die auch Stefan Wenzel, dem ehemaligen Umweltminister des Landes, der in Gleichen wohnt, zu seinem Neueinzug in den Bundestag.

Wenzel hatte im Wahlkreis Cuxhaven kandidiert. Für Schneider vertritt Wenzel aber weiter auch Südniedersachsen-Interessen: „Dort wird unsere Region von nun an mit Stefan Wenzel, Jürgen Trittin und Karo Otte, der Kandidatin der Grünen Jugend Niedersachsen, sehr gut vertreten sein.“ (Thomas Kopietz)

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