Das Schützenfest wird wegen der Bombenexplosion auf den Parkplatz Sandweg verlegt

Diesmal am Jahnstadion

Schützen in der Bredouille: Wegen der Bombenexplosion müssen sie umplanen. Davon betroffen sind auch die Routen der traditionellen Umzüge durch Göttingen. Archivfoto:  Weiss

Göttingen. Schaut man auf die Internetseite der Bürger-Schützen-Gesellschaft von 1392 Göttingen, so könnte man glauben, dass es die Bombenexplosion auf dem Schützenplatz nicht gegeben hat. Für Sonntag, 25. Juli, 16 Uhr, weist das Programm des traditionellen Schützenfestes die Ankunft des Umzuges auf dem Schützenplatz aus. Anschließend soll dort laut Internet das neue Königshaus begrüßt werden.

Doch daraus wird an dieser Stelle nichts. Am Festwochenende vom 23. bis 25. Juli wird der Schützenplatz wegen der am Dienstag begonnenen Suche nach weiteren Blindgängern noch gesperrt sein. Überdies könne sich bei den organisierten Schützen niemand vorstellen, dort zu feiern, wo vor kurzem die drei Sprengmeister der niedersächsischen Polizei ums Leben gekommen sind, sagt Michael Klingberg, Vorsitzender der Bürger-Schützen-Gesellschaft.

Klingberg und seine Mitstreiter haben nach fieberhafter Suche inzwischen einen alternativen Standort für das Volksfest gefunden, das alljährlich auch tausende Menschen aus dem Umland nach Göttingen lockt. Es findet in diesem Jahr auf dem Parkplatz am Sandweg unweit des Jahnstadions statt. Dort wird das Festzelt aufgebaut. Auch einige Schausteller werden laut Klingberg im Göttinger Süden vertreten sein. Zunächst hatten die Schützen auch den Hartplatz auf der Sportanlage Maschpark am Maschmühlenweg ins Auge gefasst.

Der unfreiwillige Wechsel des Standorts wirkt sich auch auf die Route der beiden Umzüge am Freitag und am Sonntag aus.

Für Michael Klingberg ist klar: Die Schützen werden zwar feiern, nach der tödlichen Bombenexplosion aber nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Man werde der drei ums Leben gekommenen Sprengmeister während des Schützenfestes „würdig gedenken“.

Auch die Stadt Göttingen will die Erinnerung an die drei Männer bewahren. Gedacht werden soll ihnen in der neuen Sportarena, deren Baugrund sie auf die Blindgänger untersucht hatten.

Stadtsprecher Detlef Johannson gegenüber der HNA: „Möglicherweise wird im Foyer der Sportarena eine Gedenktafel angebracht.“ Foto: nh

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Von Peter Ketteritzsch

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