Diskussion mit Kandidaten: Steuern belasten Firmen

Diskussion über Wirtschaftsthemen: (von links) Thomas Oppermann (SPD), Fritz Güntzler (CDU) und Dr. Lutz Knopek (FDP). Foto: Brüßler

Göttingen. Vier Wochen vor der Bundestagswahl kamen Fritz Güntzler (CDU), Dr. Lutz Knopek (FDP) und MdB Thomas Oppermann (SPD) in der Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer in Göttingen zu einer wirtschaftspolitischen zusammen.

Auch Grünen-Spitzenmann Jürgen Trittin hatte sich angekündigt, musste aber aufgrund eines Termins im hessischen Marburg kurzfristig absagen.

Auf der Tagesordnung standen die wirtschaftspolitischen Positionen der Bundestagskandidaten der Region Göttingen. Güntzler kandidiert zum ersten Mal für den Bundestag. Der Abend sollte ein Forum für die örtlichen Unternehmer sein ihre Fragen einzubringen und Kernthemen des Wirtschaftsstandorts Südniedersachsen zu besprechen.

Schnell bewegte sich die Diskussion jedoch zu allgemeinen Problematiken wie Entlastungen bei den Energiepreisen für Unternehmer. Oppermann sagte etwa: „Die überfordernde Energiewende war ein Desaster, denn heute haben wir weder Preisstabilität noch Versorgungssicherheit und das bei galoppierenden Strompreisen - das merken Sie hier jetzt schmerzhaft.“

Lutz Knopek merkte an, dass der Ausbau des Stromnetzes eine der zentralen Aufgaben der nächsten Jahre sein wird. Olaf Feuerstein vom Freizeit Inn Göttingen berichtete von der Situation in der Hotelbranche: „Ich habe in den letzten Jahren viel in das Freizeit Inn investiert, produziere 46 Prozent Kosten aber zahle 54 Prozent Steuern. Das kann doch nicht sein!“

Auch die Mehrwertsteuer auf die Stromsteuer wurde hitzig thematisiert, da sie eine unzumutbare Belastung für die Mittelständler darstelle, merkten viele der lokalen Unternehmer an. Auch die Eurokrise und der Umgang mit Griechenland bewegte das Publikum. Forderungen wie: „Raus mit Griechenland aus dem Euro“, erklangen aus dem Publikum, aber auch: „Wir müssen die Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen, denn die aktuelle Situation macht die Demokratie kaputt und somit letztendlich auch uns.“ (bsc)

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