Entertainerin wollte 21.000 Euro haben

Désirée Nick verliert Zivilstreit gegen Heinrich Prinz von Hannover

Désirée Nick: Ihre Klage wurde vom Landgericht Göttingen abgewiesen. Foto: dpa

Göttingen. Die Entertainerin Désirée Nick hat in einem Zivilstreit mit Heinrich Prinz von Hannover eine Niederlage erlitten. Das Landgericht wies am Donnerstag eine Klage der 56-Jährigen gegen den MatrixMedia Verlag ab, den der jüngste Bruder von Welfenchef Ernst August von Hannover betreibt.

Désirée Nick wollte von dem 52-jährigen Verlagsgeschäftsführer eine Honorarforderung von mehr als 21.000 Euro einklagen.

Die Entertainerin, die 2004 Dschungelkönigin der RTL-Sendung Dschungelcamp wurde und 2009 bei den Hersfelder Festspielen im Stück Odyssee zu sehen war, hatte in den Jahren 2009 und 2010 bei mehreren Veranstaltungen ein Buch aus dessen Verlag („Der Kaiser und ich“) präsentiert. Die insgesamt sechs Lesungen fanden

Heinrich Prinz von Hannover: Von ihm wollte Entertainerin Nick 21 000 Euro haben. Foto: dpa

unter anderem auf Schloss Bückeburg und im Berliner Abgeordnetenhaus statt.

Hinter dem Honorarstreit verbirgt sich auch ein anderer Konflikt, der vor einigen Wochen in der mündlichen Verhandlung öffentlich thematisiert wurde. Die Vorsitzende Richterin wies damals darauf hin, dass die Kontrahenten zum Zeitpunkt der Lesungen ein Verhältnis miteinander hatten.

Der Prinz und die Diva waren in den 1990er-Jahren schon einmal liiert gewesen, aus dieser Beziehung stammt ein

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heute 16-jähriger Sohn. Seit 1999 ist Heinrich Prinz von Hannover mit einer Forstwirtin verheiratet, das Paar hat drei Kinder. Vor einigen Jahren soll der Welfenprinz erneut eine Beziehung mit der scharfzüngigen Entertainerin eingegangen sein.

Nach Angaben des Gerichts hatte Désirée Nick ihre Honorarforderung erst geltend gemacht, als diese Beziehung bereits seit längerem beendet war. Irgendwelche schriftlichen Vereinbarungen zu ihren Lesungen habe es nicht gegeben.

Da die Entertainerin zum Thema Auftragsvergabe auch sonst nichts prozessual Verwertbares vorgebracht habe, sei die Klage abzuweisen. Das einstige Liebespaar hatte zuvor bereits andere Streitigkeiten vor Gericht ausgetragen. (pid)

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