Duderstädter Kirche St. Cyriakus wird zur Basilika

Ehrentitel für den Eichsdelder Dom: Die St. Cyriakus Kirche in Duderstadt, die dort auch Oberkirche genannt wird, ist jetzt Basilika. Foto: Rampfel

Duderstadt. Der sogenannte Eichsfelder Dom in Duderstadt wird am heutigen Samstag zur Basilika erhoben. Künftg ziert das Wappen des Papstes die Kirche St. Cyriakus.

Ein feierlichen Hochamt mit Bischof Norbert Trelle beginnt um 17 Uhr in der Kirche St. Cyriakus. Anschließend wird gefeiert.

„Wir sind natürlich sehr stolz auf die Auszeichnung des heiligen Vaters“, sagt der Duderstädter Propst Bernd Galluschke. Damit werde die reiche Tradition der Pfarrgemeinde, die Treue der Christen zur Kirche, aber auch das seelsorgliche wie caritative Engagement gewürdigt. „Insofern gilt die Auszeichnung auch der Stadt Duderstadt und dem ganzen Eichsfeld“, ist sich Galluschke sicher. Der Ehrentitel Basilika wird besonders bedeutenden Kirchengebäuden verliehen.

Die römisch-katholische Propsteikirche St. Cyriakus ist die Hauptkirche von Duderstadt und des Untereichsfelds. In der Stadt wird sie auch Oberkirche, in der Region „Eichsfelder Dom“ genannt.

Baugeschichte

Laut Online-Lexikon Wikipedia steht die Kirche an der Stelle einer Handwerker- und Kaufmannssiedlung, die zusammen mit dem Königshof bei St. Servatius zum Kern der späteren Stadt wurde. Der älteste bekannte Bau an dieser Stelle war eine kleinere romanische Kirche.

Die weitere Baugeschichte spiegelt den wachsenden Wohlstand und das Selbstbewusstsein der Duderstädter Bürger. Um 1250 wurde der romanischen Kirche das imposante frühgotische Westwerk mit repräsentativem Portal, jedoch zunächst nur einem Turm vorgesetzt. Ab 1394 entstand der hochgotische Chor. 1490 war auch das spätgotische Langschiff mit Netzgewölbe durch den Baumeister Heinrich Hellmold fertiggestellt, heißt es weiter. Sein Wappen befindet sich im nördlichen Seitenschiff auf dem zweiten Gewölbeschlussstein von vorn. Erst 1854 wurde nach einem Brand auch der Südturm errichtet. Trotz der langen Entstehungszeit zeigt das Gesamtbild der Kirche große Geschlossenheit.

St. Cyriakus ist reich an mittelalterlichen und barocken Kunstwerken ausgestattet. Dazu zählen der Flügelaltar im Hochchor, der Dreifaltigkeitsaltar im Johanneschor, die Apostelfiguren an den Mittelschiffsäulen und der Taufbrunnen.

Außerdem ist in der Kirche eine Orgel von Johannes Creutzburg aus dem 18. Jahrhundert zu finden. Berühmt ist die Orgel unter anderem wegen ihres Registers „Vox humana“, dessen Klang an eine menschliche Stimme erinnern soll. (bsc)

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