Bötzow-Areal in Berlin

Duderstädter Unternehmer Hans Georg Näder erhält Denkmalpreis für Brauerei-Sanierung

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So soll es aussehen: Moderne trifft Historie auf dem Berliner Bötzow-Gelände, der ehemalige Brauerei Bötzow. Eigentümer ist Ottobock-Chef Hans Georg Näder.

Duderstadt/Berlin – Für seinen Einsatz für das historische Bötzow-Areal in Berlin hat Prof. Hans Georg Näder, Vorsitzender des Verwaltungsrates und Eigentümer des Duderstädter Unternehmens Ottobock, die Ferdinand-von-Quast-Medaille erhalten.

Die Auszeichnung wurde ihm am Montag im Berliner Rathaus verliehen. Dr. Klaus Lederer, Berliner Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa, überreichte die Medaille an Projektleiter Florian Lanz.

Die Hauptstadt würdigt damit das Engagement Näders, der das denkmalgeschützte Areal vor sieben Jahren erworben hatte und es mit einem Masterplan und dem britischen Architekten Sir David Chipperfield zu neuem Leben erweckte.

„Auf Bötzow entsteht ein eigener Kiez, der Freiraum für Ideen schafft. Auf dem Areal wollen wir Kreativen die Möglichkeit geben, sich zu entfalten“, sagt Näder. Im Mittelpunkt bei dem Projekt steht aus seiner Sicht ein verantwortungsvolles Miteinander von kultureller und gewerblicher Nutzung: So entstehen neben „Co-Working und Cultural Spaces“ auch Gastronomie und hochwertige Eigentumswohnungen.

Ferdinand-von-Quast-Medaille: Projektleiter Florian Lanz (Mitte) nahm die Auszeichnung von Kultursenator Dr. Klaus Lederer (rechts) und Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut entgegen.

Mit Blick auf den Baufortschritt und die Zukunftspläne wird bei der Gestaltung auf die historischen Wurzeln geachtet. So soll an der Ecke Prenzlauer Allee/Saarbrücker Straße wieder ein Biergarten entstehen. Kurz nach 1900 war dort mit 6000 Plätzen der größte Biergarten Berlins zu finden. Dort rief Karl Liebknecht 1919 zur Revolution auf. Im Innern des ehemaligen Brauereigeländes wurden zudem zahlreiche technische Relikte der früheren Produktion wie alte Wasserkessel oder ein Kohleförderband zur Befeuerung erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Auf dem Gelände haben sich bereits einige junge Firmen sowie das Orthopädietechnik-Unternehmen Ottobock angesiedelt. Für die Patientenversorgung vor Ort wurde der ehemalige Innenhof der Brauerei in einen Garten umgewandelt. Dort besteht inzwischen die Möglichkeit, erste Schritte mit einer neuen Orthese oder Prothese in einer geschützten Umgebung zu machen.

Auch Gebäude aus den aktuellen und den künftigen Bauabschnitten sind bereits vermietet, unter anderem an den Göttinger Konzert Sartorius AG. 

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