Unternehmen legt Sparten zusammen

Duftstoff-Hersteller Symrise aus Holzminden baut um

Interessante Arbeit: Eine Mitarbeiterin von Symrise schaut sich in einem Labor einen Kolben mit Erdbeeren an.
+
Interessante Arbeit: Eine Mitarbeiterin von Symrise schaut sich in einem Labor einen Kolben mit Erdbeeren an. (Symbolbild)

Der Duftstoff- und Aromenhersteller Symrise legt im Zuge eines Vorstandsumbaus die Geschäfte der Sparten Flavor (Aromen) und Nutrition (Ernährung) zusammen.

Holzminden – Der für das Flavor-Geschäft zuständige Manager Heinrich Schaper geht Ende März in den Ruhestand gehen, dann wird Jean-Yves Parisot ab 1. April außer dem Segment Nutrition auch den Bereich Flavor führen, wie der Konzern mitteilte.

Das 2003 gegründete Unternehmen Symrise ist einer der weltweit führenden Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen sowie kosmetischen Grundstoffen und beschäftigt gut 10 000 Mitarbeiter weltweit. Die Aktie ist im M-Dax notiert. Anleger reagierten zurückhaltend auf die Bekanntgabe.

Mit dem Personalumbau gehe die Zusammenlegung der Sparten Flavor und Nutrition einher. Damit werden Geschäfte rund um Geschmackslösungen für Lebensmittel und Getränke sowie Aktivitäten rund um andere Zusätze für Lebensmittel- sowie Tiernahrung unter einem Dach gebündelt.

Aufsichtsratschef Michael König verspricht sich viel von dem Schritt. „Durch die Zusammenführung der Bereiche kann Symrise die Stärken des neuen Segments Flavor & Nutrition noch besser ausspielen, die Kundendurchdringung erhöhen und sich am Markt differenzieren.“

Zuletzt hatte das erfolgreiche, börsennotierte Unternehmen kurz vor Weihnachten ungewollt für Schlagzeilen gesorgt: Computer-Hacker hatten den Aromen-Hersteller attackiert und versucht, die Unternehmensspitze zu erpressen. Das Landeskriminalamt wurde eingeschaltet. Positiver aufgenommen wurde zuvor im November die Nachricht, dass Symrise expandiert und vom US-Konzern Sensient eine Sparte zugekauft hat, die Duftstoffe aus natürlichen und erneuerbaren Quellen herstellt. Mit dem Zukauf will Symrise generell die eigene Produktion steigern – in Lateinarmerika, aber auch in Europa. So hat Symrise ein Werk im südspanischen Granada übernommen.

„Angesichts der zunehmenden Bedeutung natürlicher und erneuerbarer Rohstoffe für die Parfüm-Industrie ist die neue Produktpalette eine ideale Ergänzung unseres Angebots“, hatte Vorstandschef Heinz-Jürgen Bertram die Aktivitäten begründet. Übrigens: Eine Non-Profit-Organisation hatte Symrise 2020 zu einem der nachhaltigsten Unternehmen gewählt. (Thomas Kopietz)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.