Verwaltungsgericht will Entscheidung schriftlich fällen

Tod wegen Taufe? - Abschiebung in den Iran droht

Göttingen/Adelebsen. Bringt der Wechsel des Glaubens zum Christentum eine frühere Muslima in ihrer Heimat im Iran in Lebensgefahr? Genau um diese Frage ging es am Dienstag bei einem Prozess vor dem Verwaltungsgericht in Göttingen.

Eine Entscheidung fiel noch nicht. Das Gericht will diese innerhalb der kommenden zwei Wochen schriftlich verkünden. Konkret geht es um den Fall einer 44-jährigen Iranerin aus Adelebsen. Als sie 2001 nach Deutschland flüchtete war sie noch Muslima. Inzwischen ist die Asylbewerberin zum Christentum konvertiert und hat sich taufen lassen. Sie fürchtet, dass ihr bei einer Abschiebung in den Iran der Tod droht. Ein erster Asylantrag der Frau war abgelehnt worden.

Bei der Verhandlung vor dem Göttinger Gericht, die am Dienstag auf reges Publikumsinteresse stieß, wurden der Schwiegersohn der 44-Jährigen sowie der Pastor vernommen.

Unterdessen setzen sich auch andere Gruppen für das Schicksal der Frau ein. Die Grüne Jugend in Göttingen macht deutlich, dass die Abschiebung für die Betroffene schwerste Konsequenzen haben könne. „Das wäre ein weiteres zerstörtes Leben durch die deutsche Abschiebemaschinerie“, heißt es in einer Pressemitteilung. (bsc)

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