Verbraucherzentrale warnt vor Gratis-Angeboten

Freemail-Dienste: E-Mail-Postfach als Kostenfalle

Vorsicht beim surfen: Die Verbraucherzentrale warnt vor versteckten Kosten bei angeblichen Gratis-Angeboten von Mail-Anbietern. Foto: dpa

Göttingen. Angebliche Gratis-Angebote bei Free-Mail-Diensten sind nach Angaben der Verbraucherzentrale Göttingen eine Kostenfalle. Verschiedene Anbieter würden dabei mit vermeintlich kostenlosen Angeboten für größeres Speichervolumen die Kunden locken.

Kathrin Körber, Rechtsexpertin von der Verbraucherzentrale in Göttingen, warnt vor voreiligen Klicks. Mit Premium-Accounts oder einer Club-Mitgliedschaft wollen die Plattformbetreiber die Kunden zu einem Vertragsabschluss bewegen, so Körber. Erst im Kleingedruckten werde erklärt, dass sich der Vertrag nach Ablauf der kostenlosen Testphase automatisch und kostenpflichtig um zwölf Monate verlängert.

Über den Vertragsabschluss werden die Kunden per Mail informiert. Darin werden, nach Angaben der Verbraucherzentrale, zwar die Nutzungsvorteile geschildert, aber Details zur Vertragslaufzeit oder die Widerrufserklärung finden sich erst am Ende der Mail. Rechtsexpertin Körber vermutet, dass diese Mails zudem bei den zahlreichen Werbemails der Anbieter untergehen. Außerdem sei der Betreff der Mails meist unkonkret. Rechnungen und Mahnungen versenden die Betreiber ebenfalls per Mail. Werden diese ignoriert, sei der erste Schritt das Sperren des Zugangs. Danach folgt der Rechnungsversand per Post. Erst dann würden sich viele Betroffene ihrer Situation bewusst werden, was in der Regel zu spät ist, da sie zu diesem Zeitpunkt zahlungspflichtig sind.

Angebote genau prüfen

Die Verbraucherzentrale rät Nutzern von Freemail-Diensten, solche angeblich kostenlosen Angebote genau zu prüfen. Wenn ein Vertrag bereits zustande gekommen ist, sollte dieser am besten noch in der Testphase widerrufen werden. Weitere Infos gibt es im Internet. (bek)

www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de

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