Edith-Stein-Preis geht an Rita Süssmuth

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Dr. Rita Süssmuth

Göttingen. Der Edith-Stein-Preis geht in diesem Jahr an die ehemalige Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth. Das gab der Vorstand des Edith-Stein-Kreises Göttingen am Montag bekannt.

Der mit 5000 Euro dotierte Preis wird am Sonntag, 17. November, um 18 Uhr im Alten Rathaus in Göttingen verliehen.

In der Begründung des Kuratoriums heißt es: „Prof. Dr. Rita Süssmuth hat die Grenzen, die die Gesellschaft und die Politik Frauen setzten und setzen, nie akzeptiert.“ Wie Edith Stein sei Süssmuth zutiefst davon überzeugt, dass man sich zur Wehr setzen muss, wenn Frauen einseitig auf Rollen festgelegt, diskriminiert oder ausgegrenzt werden.

Die Preisträgerin leitete von 1982 bis 1985 das Forschungsinstitut „Frau und Gesellschaft“ in Hannover. Sie wurde 1986 die erste „Frauenministerin“ der Bundesrepublik – eine Erweiterung ihres Zuständigkeitsbereiches, den sie als Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit durchgesetzt hatte. Von 1987 bis 2002 vertrat sie den Wahlkreis Göttingen im Deutschen Bundestag.

Der Edith-Stein-Preis erinnert an das Wirken der Heiligen Edith Stein, die von 1913 bis 1915 in Göttingen lebte, vom Judentum zum Katholizismus konvertierte und 1942 in Auschwitz durch die Nationalsozialisten ermordet wurde. (bsc)

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